Ankunft in Europa – Von Fes nach Ferragudo (Portugal)

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Heute ist der 25. April und es ist ein wunderschöner sonniger Tag hier in der Algarve im Süden Portugals … das Leben meint es wirklich mal wieder gut mit uns. Wir stehen hier an einer wunderschönen Steilküste in der Nähe von Ferragudo (vielen Dank für den Tipp und die GPS-Daten liebe Anja und Peter!) und genießen es einfach spazieren zu gehen, einsame Buchten aufzusuchen und die herrliche Landschaft zu genießen.

Today, april 15th, we are having again a wonderful sunny day here in the Algarve in the south of Portugal. We are standing right on a cliff coast close to Ferragudo and we are enjoying the lonely bays.

In Marokko sind wir nach Fes zu unserer „letzten Station“ nach Chefchaouen gefahren. Dort hat es uns so gut gefallen, dass wir fast eine ganze Woche geblieben sind. Chefchaouen liegt im Riffgebirge (auch schon wieder schön), ist nicht zu groß und nicht zu klein und hat eine herrliche, total verwinkelte Medina. Jeden Tag kann man da Neues entdecken und sich auch mal komplett zwischen den blauen Häusern verlieren. Am zweitletzten Tag sind dann auch wieder Angy und Chris zu uns gestoßen. Chefchaouen ist für viele der erste bzw. letzte Ort der Reise in Marokko. Für uns war es ja bisher Moulay Bousselham … aber es könnte gut sein, dass auch wir wieder in diesen entzückenden Ort reisen werden.

After Fes we went to our last “station” in Morocco to Chefchaouen. We liked it there very much and we stayed almost for a week. Chefchaouen is located in the Riff-Mountains, the town has the ideal size and has a gorgeous Medina. You find something new every day walking around and you can lose yourself in between the blue houses. Here we also met Angy and Chris again.

Nachdem es dann tatsächlich am 19. April angefangen hat zu regnen und es am nächsten Tag immer noch regnete (dies war für uns der erste Regen nach über drei Monaten!), fiel uns der Abschied von Marokko nicht gaaaaaaaaaaaanz so schwer – wobei wir uns schon jetzt wieder auf die nächste Reise in dieses fantastische Land freuen. Wir sind also über Tanger Med, alles lief wieder absolut reibungslos bei der Ausreise, mit der Fähre nach Algeciras. Spät nachmittags kam die Sonne wieder raus und wir waren fast die komplette Überfahrt an Deck. Nach einer Nacht im Gewerbegebiet von Los Barrios und einem (Alkohol-)Großeinkauf im Carrefour sind wir bis hinter Tarifa weiter und haben dort eine Nacht direkt am Strand verbracht. Am nächsten Tag sind wir leider von den örtlichen Behörden verjagt worden – wir merken, wir sind wieder in Europa … Aber kein Problem, wir wollten sowieso weiter nach Sevilla.

April 19th it started raining and it kept on raining the next day (our first rain in more than three months), so it wasn´t too hard to say “Goodbye” to Morocco. We went to Tanger Med to take the ferry to Algeciras, everthing worked out just perfect and the sun came out again, and we spend the night in Los Barrios. There we went shopping the next day (mainly alcohol …) in one of our favorite shops, the Carrefour. The next night we spent close to Tarifa right on the coast. The next morning the authorities sent us away … now we really knew we are back in Europe again. But no problem … we were on our way to Sevilla anyway.

In Sevilla haben wir das ganze Programm gemacht: Riesenrad fahren, Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus, durch die Altstadt gelaufen und diverse Tapas Bars besucht. FANTASTISCH.

In Sevilla we went through a big program: Ferris wheel, Bus-Sightseeing-Tour, walking around the old quarter and visiting some tapas bars. FANTASTIC.

Dann sind wir weiter nach Portugal gefahren … hier hat es uns erst gar nicht so gefallen. Alles erschien uns ein wenig zu touristisch und zu voll. Aber jetzt stehen wir hier, wie oben schon erwähnt, an einer wunderschönen Steilküste. Wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir Segelboote auf dem herrlichen blauen Meer … was will man mehr. Wir werden heute noch ein wenig weiter fahren, bis an die süd-westlichste Ecke Portugals. Wir befinden uns jetzt definitiv so langsam auf der Rückreise, aber so lange es so schön ist, fällt es uns gar nicht so schwer…

Then we kept on going to Portugal. We first didn´t like it so much … it seemed to be too “touristic” and to full. But now, as mentioned already, we are standing in a perfect spot. When we look out of the window, we see sailboats on the wonderful blue ocean … it can not get better. Today we will go to the south-west “edge” of Portugal. We are now definitely on our way back home, but as long it is that nice, it doesn´t matter to much…

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Marokko – Von Tafraoute bis Fes

Jetzt sind wir mittlerweile seit guten 15 Wochen unterwegs … unser persönlicher Rekord bisher … und sind sehr glücklich, dies alles erleben zu dürfen. Ewald läuft einfach fantastisch und wir fühlen uns auf unseren sagenhaften 11.3 m² Wohnfläche echt wohl. Erstaunlicherweise müssen wir im Ewald viel seltener etwas suchen als zu Hause, alles hat seinen Platz und es mangelt uns an nichts. Wird schon komisch, wenn wir Mitte Mai wieder in unserem Haus sein werden … vielleicht bleiben wir doch im Ewald wohnen …

Since more than 15 weeks we are travelling with Ewald … so far our longest time … and we are very pleased to be able to do this kind of travelling. Ewald runs fantastic and we feel very comfortable in our 11.3 m². It´s funny, but we hardly search for something, everything has its space and we miss nothing. Coming back to our house in the middle of May will feel strange … maybe we could live in Ewald …

Nachdem wir die Blauen Steine bei Tafraoute (und ja wir werden immer wieder zurückkehren!) verlassen haben, sind wir wieder an den altbekannten Platz Paradies Nomade in der Nähe von Agadir gefahren. Dort mussten wir leider feststellen, dass Ewald hinten links wohl einen schleichenden Platten hat. Wir sind dann, aufgrund der Empfehlung einer Familie mit einem MAN-Hauber, in den Vorort Ait Melloul von Agadir zu einer Werkstatt gefahren. Die Jungs waren direkt extrem nett und hatten dann aber insbesondere mit zwei Radmuttern große Probleme – die Bolzen waren total vermurkst. Wir hatten doch vor kurzem ein loses Rad ….das sind die Spätfolgen davon: vermurkste Radbolzen und ausgenudelte Befestigungslöcher an der Felge. Dann haben wir leider feststellen müssen, dass nicht der Reifen undicht, sondern die Felge an einer Schweißnaht defekt ist und dort schleichend Luft verliert. Also beschlossen wir das Ersatzrad (immer wieder spannend dieses vom Fahrerhaus runter zu lassen) drauf zu machen. Zwischenzeitlich wurde ein „Subunternehmer“ bestellt, der mit seinem Rad losgefahren ist, um neue Bolzen zu organisieren. Ein weiterer „Sub“ hat den Auftrag bekommen die Felge zu schweißen. Die Jungs hatten den Reifen binnen 5 Minuten von der Felge, ohne großartiges Werkzeug, versteht sich. Zwei Montiereisen müssen es auch tun. Die Felge wurde dann 200m über die Straße zur Schweißwerkstatt gerollt, ein Preis vereinbart und eine Stunde später war die Felge wieder dicht. Als wir noch nach neuen Scheibenwischern fragten, war auch das kein Problem und wir hatten binnen einer halben Stunde frische Wischer von… naja Bosch kann es nicht sein, denn 6 € für drei Wischer können nur welche aus fernöstlicher Produktion sein. Alles in allem hat das Ganze mehrere Stunden gedauert und es waren zwei bis drei Monteure am Werkeln. Wir machten uns natürlich schon unsere Rechnung im Kopf und beschlossen, vorsichtshalber nochmal Bargeld für die riesige Rechnung abzuheben. Hätten wir aber dann doch nicht gebraucht – das Ganze hat einschließlich Trinkgeld 600 gekostet. Nein nicht Euro, sondern Dirham. In Euro sind es weniger als 60 €. Da kann man echt nicht meckern! Und die Jungs waren sehr sorgfältig und haben sich für alle Arbeiten sehr viel Zeit gelassen. Zeit, die wir Europäer nicht haben oder teuer bezahlen müssen…..

After leaving the painted rocks near to Tafraoute we went back to the Paradis Nomade Camp near to Agadir. Karsten discovered, that one of our tires was losing air … very slowly … but continuously. So we decided to find a garage. We had an address (we got it from a German family travelling with their MAN truck) for a workshop in a town located by Agadir. The workers and the boss were right away very friendly and started working on Ewald right away. Unfortunately we found out that two bolts were screwed up and not the tire was broken, the rim was the troublemaker. The boss organized a couple of “subcontractors”, one to get us new bolts, one to weld the rim and another one to buy some new wipers for Ewald. We decided to get some money at a cash-machine, because we were a little afraid of the invoice. But after lots of hours and really very good work we had to pay (including a big tip) 60 Euros. Isn´t that cool?

Wir sind dann ohne weitere Zwischenfälle und wieder sehr entspannt durch den Hohen Atlas bis nach Marrakech. Von dort aus sind wir auf für uns neue Wege in den Mittleren Atlas (auch sehr schön) nach Ouzoud. Ouzoud ist wirklich wahnsinnig beliebt, auch bei den Einheimischen, und daher ein wenig überlaufen. Aber ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen des fantastischen Wasserfalls und den Affen sondern auch wegen der außerordentlich schönen Landschaft. Lustig war, dass wir unten am Wasserfall Lennard wieder getroffen haben. Lennard ist belgischer Student und hat in Kongo ein Praktikum absolviert, um dann mit seinem Fahrrad wieder heim nach Belgien zu fahren. Wir hatten ihn schon an der Mauretanischen Grenze, dann in Dakhla und jetzt am Wasserfall in Ouzoud getroffen. Die Welt ist winzig klein.

After our little adventure at the garage we travelled relaxed through Marakech and then we went for us on some new ways into the Middle Atlas (also very nice) and visisted Ouzoud. Ouzoud is famous for its waterfall and the apes. It is very touristic, but it is really worth to go there. The waterfall and the landscape are fantastic. There we also met Lennard again, a young student from Belgium, travelling with his bike from Kongo to Belgium. We met him on the boarder of Mauretania, then in Dakhla and now in Ouzoud … the world is really tiny.

Nachdem wir dann noch über El Ksiba und Azrou (sehr schöne Kirschblüte) im Mittleren Atlas gefahren sind, haben wir beschlossen, dringend wieder in flachere Gebiete zu fahren … es war uns einfach zu kalt. Es wurden tagsüber noch nicht mal 20° erreicht und nachts wars deutlich einstellig. Das sind wir einfach nicht mehr gewöhnt. Wir stehen jetzt in Fes auf einem Campingplatz und genießen wieder das Wetter. Wir werden dann wahrscheinlich noch nach Chefchaouen fahren, soll sehr schön sein, mal schauen … und dann werden wir irgendwann ins gute alte Europa übersetzen.

After that we visited El Ksiba and Azrou (great cherry blossoms) in the Middle Atlas but we decided we had to go lower again, because it was just too cold for us. In the days the temperature not even reached the 20° Celsius. We are not used to those temperatures anymore. So now we are in Fes, it´s much warmer again, and after Fes we think we are going to Chefchaouen … and then pretty soon, we will be back in Europe.

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Zurück in Marokko – Dakhla bis Tafraoute

Jetzt sind wir schon fast wieder 2 Wochen in Marokko – wie die Zeit vergeht – einfach unglaublich. Mittlerweile sind wir wieder in Tafraoute im zauberhaften Antiatlas „gestrandet“ und stehen hier wieder einmal in der Nähe der „Blauen Steine“ und genießen die Landschaft, die Ruhe und natürlich das Klima.

We are back in Marocco almost since 2 weeks – unbelievable how fast time goes by. Right now we are in Tafraoute again. We are enjoying the landscape, the silence and of course the weather.

Wir wollen niemanden mit Aufzählungen von alltäglichen Gegebenheiten langweilen … und somit wollen wir von den letzten 2 Wochen wieder hauptsächlich Bilder sprechen lassen. Wir hatten wirklich eine super gute Zeit in Dakhla. Es war schön mit Freunden jeden Tag gut zu essen, teilweise unser Essen selbst zu jagen (Muscheln sammeln), jeden Abend lange Gespräche zu führen, sehr sehr viel zu lachen, ein bisschen Kitesurfen zu probieren … und die Ereignisse nach unseren „Abenteuern“ in Mauretanien setzen zu lassen und einfach die Zeit zu genießen.

Since we do not want to bore with normal things we do every day, we will show mainly pics of the last 2 weeks. We really had a great time in Dakhla. We ate a lot of good food with our friends, we collected mussels (for dinner), we talked and laughed a lot and we learned a little bit about kitesurfing … it was great to enjoy our time after the Mauretania adventure.

Nicht schön, sondern wirklich schwer war der Abschied von Angy und Chris nach fast vier Wochen gemeinsamer Reise. Die gemeinsam und sehr intensiv erlebte Zeit hat uns arg zusammen geschweißt. Aber wir sehen uns bestimmt ganz bald wieder … vielleicht schon in Portugal. Und dann haben wir ja auch noch weitere gemeinsame Reisen und Abenteuer geplant. Wir drei (Kasi, Sandie und Ewald) sind dann wieder Richtung Norden und wir haben relativ schnell die West-Sahara hinter uns gelassen. Wie immer haben wir unterwegs immer abseits der Hauptroute wunderbare Übernachtungsplätze gefunden. Dann sind wir, nach über 7 Wochen, wieder mal in einen echten Supermarkt in Guelmim gewesen … was für ein Überfluss an Waren. Überhaupt wir sind beständig überwältigt hier in Marokko – alles kommt uns so sauber, reich und üppig vor. Die Vegetation sprießt hier wie verrückt, die Menschen erscheinen uns zu mindestens meist gut gestellt, die Autos sind alle in einem sagenhaften Zustand und erst die Dörfer und Städte – so extrem haben wir das hier noch nie empfunden. Wir kommen uns fast wie in Europa vor, mit einem Unterschied: Die Menschen sind offener, jedermann heißt uns willkommen und es ist nicht alles reglementiert.

Saying Goodbye to Angy and Chris was really hard. But after four weeks together and one week in Daklha we felt like changing places again and we are sure we will see our two Swiss friends soon again … maybe on our way back in Portugal. We three (Karsten, Sandie and Ewald) headed North again and soon we were out of the West Sahara region. As always we found great places to sleep everywhere just off the route. After 7 weeks we also went to a supermarket again … wow, that almost was too much for us. Marocco seems to be so clean and rich after travelling to Mauretania. We´ve never had that feeling before. Of course we never felt like being in Africa here in Marocco … but now it even feels like Europe. Funny!? But yes, there is still one big difference to Europe – people are more open and everyone welcomes us.

Wir sind jetzt mit Mary und Henry mit ihrem Iveco 110/17 und Susanne und Karl mit ihrem Allrad Sprinter hier an den Blauen Steinen und werden in den nächsten Tagen weiter Richtung Norden fahren. Wir wissen noch nicht so genau wo wir entlang fahren, das machen wir auch vom Wetter im Hohen Atlas abhängig, wir werden uns also das nächste mal irgendwo aus dem nördlichen Teil Marokkos melden bevor wir dann wieder nach Europa übersetzen.

Now we are together with Mary and Henry from Germany and Susanne and Karl from Austria. In the next days we will keep on going north. We don´t know which route we will take, depends on the weather in the Atlas Mountains. You will hear from us again from the northern part of Morocco.

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