Teneriffa die Vierte: Santa Ursula, La Caldera, Costa del Silencio, Masca‚ Puerto de Santiago und Teide Nationalpark

Und jetzt kennen wir endlich fast jeden Stein hier auf Teneriffa mit Vornamen und daher haben wir beschlossen, am Montag mal nach Lanzarote überzusetzen. Wir haben uns ganz bewusst Lanzarote ausgesucht, weil es da erstens gaaaaaanz anders als hier sein soll und weil es auf dem Fährweg Richtung Spanien – Cádiz liegt. Aber jetzt erst noch mal zu unseren Erlebnissen der letzten Wochen…

Since we have now almost seen every stone here, we decided to go to Lanzarote on Monday. We picked Lanzarote because the island is supposed to be totally different from Teneriffa and it is on the ferry-way back to Spain. But first more to our last weeks …

Natürlich waren wir wieder sehr viel wandern und Fahrrad fahren und wir wollen niemanden mit zu vielen Details langweilen. Es könnte sein, dass die Wanderungen alle gleich erscheinen, was sie aber nicht sind. Daher wollen wir vor Allem wieder Bilder sprechen lassen. Für uns waren die letzten Wochen großartig. Wir waren am vermutlich schönsten Strand Teneriffas und haben den höchsten Berg Spaniens erklommen ….

We made (again) a lot of hikes, went on our bikes and we don’t want to bore anyone with too much details. We will let our pics give you the right impressions. The last weeks were terrific, we probably were at the nicest beach here and we hiked Spains highest summit …

Der (für uns) schönste Strand Teneriffas „Los Patos“ bei Santa Ursula, im Norden der Insel, wurde uns von Laura und Denis gezeigt. Laura und Denis leben seit vielen Jahren hier, sind Surfer und betreiben, im Moment noch nebenher, eine Tauchschule. Zum Strand kommt man nur über einen schmalen und sehr steilen Pfad und man muss sich an ein paar Stellen an einem Seil abseilen … sehr spannend… und nicht zuletzt wegen der schlechten Erreichbarkeit (keine Treppe und Abseilen inklusive) ist der Strand sehr wenig frequentiert und einfach wunderschön. Traumhaft weicher, schwarzer Sand und fast perfekte Wellen zum Surfen.

The beautiful beach „Los Patos“ is located close to Santa Ursula in the north of Tenerife and we went there with Laura and Denis, they live here since almost 10 years and operate a scubadive center. We had to climb and rope down to reach the beach and because not much people do this it is quite empty and just wonderful. Awesome black sand beach and perfect waves for surfers.

Nach ein paar Strandtagen sind wir wieder in die Bergweilt eingetaucht. Wir haben wunderschöne Tage auf dem Picknickplatz „La Caldera“ oberhalb von Orotava verbracht und waren auch dort Fahrrad fahren und sind mit Laura und Denis und ihrem süßen Hund Arya gewandert. Es war die Zeit des „Calima“ (heißer Sandwind aus Afrika). Auf Meereshöhe bringt der Calima heiße 35 Grad und staubige, sandgeschwängerte Luft. In den Bergen, oberhalb 1200m ist es angenehm sonnig und warm und von Sand und Staub keine Spur. Von oben kann man die Dunstglocke an der Küste gut beobachten.

We spend great days in the picknick area „La Caldera“. We went biking and hiked with Laura, Denis and their cute dog Arya. Thanks to the „Calima“ (hot sandwinds from Africa) we had great weather and no sand.

Danach sind wir mal auf einen Campingplatz gefahren … laaaaaaaaange und heiß duschen … entsorgen … Wasser fassen …. notwendige Dinge halt.

Than we went to a campsite … take some loooooooong showers … get rid of waste … fill up our water tanks … necessary stuff.

Das Wetter ist dann ab Mitte März auf der ganzen Insel schlecht geworden, also fast auf der ganzen Insel. Wie immer ist die Ecke um Los Gigantes herum sonnenverwöhnt. Also beschließen wir so lange dort zu bleiben, bis das Wetter in den Bergen wieder besser wird. Die Zeit nutzen wir, um dann tatsächlich auch noch die Masca-Schlucht zu sehen. Die Schlucht ist wirklich fantastisch – wenn auch seeeehr touristisch. Wir sind aber einfach schon früh mit dem Taxi hochgefahren und waren somit vor den ganzen Menschenmassen unterwegs.

Around the 16th march, the weather got bad – cloudy and a lot of wind. So we went to the only region here in Tenerife, where the weather always seems to be stable – to Puerto de Santiago. From there we also went hiking in the very famous Masca canyon. We went there very early, before everyone goes and we enjoyed our hike down to the beach.

Die restlichen Tage in Puerto de Santiago waren so schön warm und sonnig, dass wir tatsächlich mehrfach Schnorcheln gegangen sind und viele bunte Fischchen gesehen haben (mehr als gedacht). Am 20.03.2017 sind wir dann wieder in das Teide Gebiet gefahren. Und siehe da, oben war das Wetter fantastisch. Wir hatten immerzu Sonne, die Nächte waren sternenklar und der Wind war zum Glück auch nicht zu stark.

The weather in Purto de Santiago was so nice, that we even went snorkeling a couple times. After a couple of days, the weather in the mountains got better again and we drove back up again into the Teide Nationalpark. We had super sunny days, clear nights and not too much wind – great.

Nach ein paar Tagen Akklimatisation mit Wanderungen unter anderen auch zu den Teide Eiern (selten sooooo große Eier gesehen) war es dann soweit … der Pico del Teide …

After a couple days of acclimatization with some hikes also to the Teide eggs (never seen such big eggs before) we were prepared for the Pico del Teide …

Am ersten Tag sind wir nachmittags knappe 8 km und 900 Höhenmeter bis zum Refugio de Altavista (3260m) gegangen, um dort zu übernachten. Leider sind die Hütten hier nicht bewirtschaftet … war aber doch besser als gedacht. Übernachtung im 14 Bett (Stockbetten) Zimmer, keine Duschen aber auch nur kaltes Wasser aber immerhin die Möglichkeit sich selbst was in der Küche warm zu machen …. was will man auf der Höhe von 3.260 m mehr? Immerhin haben wir besser geschlafen als wir dachten – wenn auch nur kurz. Die Nacht war dann nämlich um 4 Uhr (!) um. Und schon um kurz nach 5 sind wir im Dunkeln mit Stirnlampen die letzten 450 Höhenmeter zum Gipfel hoch. Es lief wirklich erstaunlich gut bei uns (wir haben die meisten überholt) aber vermutlich waren wir auch am besten akklimatisiert … nachdem wir eine heiße Quelle und ein paar Schwefel-Schlote passiert haben, waren wir um 6.30 Uhr dann, umgeben von Schwefeldämpfen, am Gipfel auf 3718m angekommen. Hier war es dann echt saukalt und windig, aber der Sonnenaufgang war einfach fantastisch und atemberaubend. Ein tolles Erlebnis und wir waren ziemlich ergriffen und auch stolz auf uns. Der Abstieg war dann noch recht lang (1350 Höhenmeter) aber dank des herrlichen Wetters und schönen Begegnungen doch kurzweilig.

In the afternoon of the first day we went about 8 km and 900 meters in height to the Refugio de Altavista (3260m). Here we spend our short night in a tiny room with 12 other people. This Refugio has no showers, no warm water but a kitchen where you can warm up some soup or whatever. No luxury but good enough in the height of 3260 m. We slept better than we thought. But the night was very short, we got up at 4 a.m. and started walking to the summit short after 5 o’clock. It was dark and we walked with head torches the last 450 m in height. We were in a very good shape and we could pass most of the others. But probably no one else had so much time to acclimatize. We passed some hot fountains and arrived the summit (3718m) surrounded by sulfur steam at 6.30. It was very, very cold and windy – but the sunset was just fantastic and breathtaking. It really touched us and we also felt proud. After that the way down was quite long. But since the weather was great and we met nice people it was very entertaining.

Am Abend haben wir dann noch eine geführte Sternenbeobachtung mitgemacht. Wir waren echt sehr, sehr müde, es war aber interessant und auch lehrreich … und wann kommt man mal den Sternen so nahe?

The same evening we took part in a guided star observation. We were really tired … but it was very interisting and we learned a lot … and when do you have the chance to come so close to the stars.

Jetzt sind wir nach langer Zeit im Teide Gebiet wieder unten im Süden, wärmen uns ein wenig auf und bereiten uns auf die Überfahrt nach Lanzarote vor … doch davon mehr beim nächsten mal …

After quite a time in the Teide Nationalpark we are back in the south. We are warming up again and now we are waiting to go with the ferry to Lanzarote … more of this the next time …

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Teneriffa die Dritte: San Andres, Punta de Abona, Tajao, Los Gigantes, Chio, Caldera, Teide Nationalpark, Santa Ursula und Punta del Hidalgo

Teneriffa die Dritte: San Andres, Punta de Abona, Tajao, Los Gigantes, Chio, Caldera, Teide Nationalpark, Santa Ursula und Punta del Hidalgo

Nachdem wir nun fast 7 Wochen auf der Insel verweilen und wir noch immer das Gefühl haben, nicht alles gesehen zu haben, verlangsamt sich unser Tempo aber doch immer mehr … meist bleiben wir mindestens 3 Nächte (außer in Städten) an einem Standplatz … wir können sagen, dass wir uns echt entschleunigt haben (7 Wochen für zwei Umdrehungen um die Insel). Es gibt noch jede Menge Steine umzudrehen.

Da das Wetter im Norden in der Gegend von Los Silos dann irgendwie immer schlechter wurde, es hat sogar angefangen zu regnen … wobei wir über den Regen recht glücklich waren, denn der hat Ewald mal wieder vom vielen Salz befreit, sind wir wieder Richtung Süden. Also zunächst wollten wir weiter nach Puerto de la Cruz, aber dort war es uns zu voll und das Wetter war immer noch schlecht, also weiter bis in San Andres, an die „Süd-Küste“. Nachdem wir dort den letzten Bericht online gestellt hatten, erwischte uns auch dort das schlechte Wetter. Um dem zu entkommen, sind wir weiter südlich, bis nach Punta de Abona gefahren.

Unfortunately we had bad weather in the north … so we went to the south … but even there we had some rain. But the rain was good for Ewald, the salt got washed off. Since the whole island was some kind under big clouds, we decided to stay in Punta de Abona.

In Punta de Abona hat es zumindestens nicht mehr geregnet, es war wie immer recht warm, wenn auch wolkig und sehr diesig und windig. Aber unser Stellplatz war fantastisch … nachts sehr einsam, direkt zwischen der Steilküste und einem ehemaligen Lepradorf.

In Punta de Abona we had no more rain … just clouds but the place we found to stay was just fantastic. Located between the coast, lighthouse and a leprosy ghost town.

Das Lepradorf war in den frühen Vierzigern des 20. Jahrhunderts unter der Franco Diktatur geplant, gebaut, jedoch nie fertiggestellt und nie in Betrieb genommen worden. Heute bietet es fantastische Fotomotive und eine gespenstische Szenerie – auch bei schlechtem Licht …

The leprosy village was planned and built in the early 40ies of the last century under the Franco dictatorship but it never was completed. It is kind of spooky and is good for making photos …

Nach einigen Nächten in der Nähe des Lepradorfs sind wir unglaubliche 12 km weit zu unserem bekannten Stellplatz bei Tajao gefahren. Dort haben wir wieder mal Wasser gefasst, entsorgt, Wäsche gewaschen und sind lecker essen gegangen.

After a couple of nights near to the leprosy village we drove unbelievable 12 km to our next spot, where we could get some water, make some laundry and have a great dinner with fresh fish in a nice restaurant.

Nach einem kurzen Umweg über Los Gigantes, zum Aufwärmen und Eis essen, sind wir wieder in die Berge. Unseren Stellplatz haben wir bei dem Picknick Platz „Chio“ auf 1.600 m gefunden. Ein herrlicher Platz.

After a stay-over in Los Gigantes we went back into the mountains, we stayed there for a couple of nights in a wonderfull picknick area called „Chio“ (1.600 m)

Hier haben wir mal wieder eine „schwarze“ Wanderung auf den kleinen Bruder vom Teide, den Pico Viejo (3.135 m), unternommen. Anstrengend, teilweise ausgesetzt und sehr spannend. Aber es war jede windige Sekunde wert … der Ausblick in den großen, tiefen Krater des Pico Viejo, auf den nochmal 600 m höheren Teide, über die gesamte Südküste und in die Caldera mit ihren Canadas … einfach unbeschreiblich! Und wir fühlen uns schon recht gut für den Teide vorbereitet. Was uns, insbesondere Karsten den „Steinliebhaber“, begeistert, sind die unterschiedlichsten Lavaformationen. Teilweise haben wir das Gefühl, dass die Lava noch gar nicht lange erkaltet sein kann, so frisch sieht sie aus. Dabei ist der letzte echte Ausbruch mit Lavaströmen 1909 gewesen. Bei einer 7 stündigen Wanderung hat man die unterschiedlichsten Assoziationen zu den Gesteinsformationen, die in den Farben schwarz, blau, grau, braun, gelb, orange, rot weiß, grün, lila und noch dazu wild glimmernd vorkommen.
Hier ein paar unserer „Stein- Assoziationen“: Leder, Schildkröten, Schillerlocken, Hundehaufen (frisch), Kuhfladen (dünnflüssig), Hefeteig (beim Gehen), stranggepresster Kunststoff (Assoziation eines Ingenieurs), Knochen, Holz, Tauwerk, von Termiten angeknabbertes Holz, Grillkohle, flüssige Schokolade, Karamell, Schwamm und, und, und.

Here we made a great hike up to the Pico Viejo (3135 m), the little brother of Pico Teide. The hike was at the same time frightening and fantastic. It was worth every windy second … we loved the views into the crater, up to the Teide (600m higher) and to the south coasts – breathtaking.  

Nach ein paar Tagen auf dem „Chio“ Picknick Platz sind wir dann noch mal in die Caldera direkt zum Pico Teide gefahren. Hier haben wir einfach wieder mal auf einem Aussichtssparkplatz (nahe am Parador Hotel) gestanden, den wir nachts für uns hatten. Immer sehr praktisch.

After a couple of days we went into the Teide National Park, where we stayed close to the Parador Hotel for a night.

Da das Wetter jetzt auf der ganzen Insel wieder gut zu sein scheint, fahren wir wieder mal nördlich über die Humboldtstrasse Richtung Orotava. In der Nähe von Aquamansa machen wir noch einen Zwischenstopp und eine kleine Wanderung in das Cumbre-Gebirge hinein. Abends treffen wir uns mit Denis und Laura (leben seit 10 Jahren hier und haben eine Tauchschule) und gehen fantastisch Abend essen. Sollte es jemand mal nach Santa Ursula verschlagen, dann sollte unbedingt das Restaurant „El Tinglado“ besucht werden.

Since the weather is getting better and better again, we decide to go to the north again and we took the „Humboldt Road” towards Orotava. Close to Aquamansa we also made a little hike into the Cumbre mountains and in the evening we met Denis and Laura (they live here since 10 years and have a scuba dive club) for dinner. We went to a small and fantastic place called “El Tinglado” in Santa Ursula. If you ever visit Tenerife, you have to eat there – lovely!

Wir fahren dann am nächsten Tag weiter nach Punta del Hidalgo. Hier stehen wir wieder mal direkt an der felsigen Küste und Ewald steht bei allen Spaziergängern und auch bei den Polizisten im Mittelpunkt. Jeder will ihn fotografieren und wir werden wie immer nicht behelligt, dass wir eventuell nicht bleiben dürfen … einfach sehr entspannt.

The next day we kept on going to Punta del Hidalgo. Again we just stay right at the coast. It is very easy here, to find a place to stay with Ewald … everyone likes him and want to take photos – even the policeman.

Auch hier im Anaga Gebirge wollen wir natürlich wieder wandern, und so unternehmen wir eine zauberhafte Tour von Hidalgo über Chinamada bis nach las Caboneras und wieder zurück. Zauberhafte 22,5 Kilometer mit etwa 800 Höhenmetern. Diese mystische Landschaft des Anaga Gebirges mit ihren Regenurwäldern ist ganz schwer zu beschreiben und auch die Fotos können es nicht wirklich hergeben. Man muss es erlebt haben.

Since we are now right at the Anaga Mountains again, we hiked about 22,5 km to Las Caboneras and back again. The Anaga Mountains with its rainforests are unbelievable mystic and fascinating. It is hard to describe and hard to make photos of … it is also a MUST to see here in Tenerife.

Das nächste Mal werden wir uns vermutlich melden, wenn wir hoffentlich den Teide erfolgreich begangen haben. Also drückt uns die Daumen, dass wir zwischen dem 22. und 24. März da oben fantastisches wolkenloses und nicht zu windiges Wetter haben … Danke : )

The next time you will hear from us, after we hopefully hiked the Teide. Please hold your fingers crossed, that we will have sunny, clear and not to windy weather … Thankyou : )

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