Archiv der Kategorie: 2017

Portugal – Spanien – Frankreich – Deutschland

Wir sind zuhause und es regnet … da haben wir uns gedacht, prima Gelegenheit unser „Reisetagebuch“ wieder mal zu aktualisieren. Das letzte update ist ja jetzt schon sehr lange her … aber wie das so ist: erst ist man noch unterwegs, trifft viele liebe und interessante Menschen, erlebt viel, mussten immerhin fast 3.000 km in 4 Wochen zurücklegen, dann ist man zuhause und vor lauter „Freizeitstress“ kommt man zu nix : ).

Wir wollen auch gar nicht mit allzu viel Text aufwarten, sondern fast wie immer unsere Bilder sprechen lassen. Doch so viel vorne weg … kaum zuhause, schon könnten wir quasi schon wieder weg … wahrscheinlich mutieren wir doch irgendwann zu echten Nomaden.

Also unser letzter Bericht endete auf der Fähre von Lanzarote nach Cadiz in Spanien. Und jetzt müssen wir es noch einmal sagen bzw. schreiben: Lanzarote war ein absoluter Traum!!!! So jetzt aber zum nächsten Traum – die ALGARVE. Einfach wieder traumhaft, wenn auch anfänglich etwas stürmisch. Es scheint einfach ideal zu sein, die Algarve im April bzw. Mai zu bereisen. Die „Überwinterer“ sind schon weg und die typischen Sommertouristen sind noch nicht da. Wir haben wieder wunderschöne einsame Plätze gefunden. Wir waren auch hier wieder viel wandern, laufen und dann und wann mal wieder im Atlantik schwimmen. Einfach herrlich.

Nach schönen Tagen an der Steilküste und an diversen Stauseen (Barragems) sind wir dann zum ersten Mal so richtig „nördlich“ also Richtung Heimat gefahren. Zum Glück haben wir aber in der Nähe von Rio Major ein weiteres Paradies in Form eines LKW Schrottplatzes gefunden.

Und in unmittelbarer Nähe zu diesem Paradies auch einen schönen Übernachtungsplatz bei den Salinas von Rio Major, der Platz wurde uns von Artur, dem netten Schrottplatz Mitarbeiter, empfohlen.

In der Nähe von Murtosa am Quai do Boro treffen wir unsere Freunde Pat und Neil mit ihrem wundervollen „Cloud9“. Etwa in dieser Zeit geht unser Gas aus und wir beschließen, aufgrund unserer neuen Batterie ganz mutig, elektrisch zu kochen … und die Batterie macht alles mit – COOL.

Zusammen fahren wir nach Porto … und erkunden Kultur, Essen UND natürlich ausführlich den PORTO ; ). Die Stadt ist auf jeden Fall, wenn auch sehr touristisch, einen mehrtägigen Besuch wert.

Nach einigen zauberhaften Tagen mit Pat und Neil verabschieden wir uns mal wieder tränenreich und fahren in die Nähe von Braga (immer noch Portugal) und übernachten auf dem Vorplatz des Klosters „Mire de Tibaes“. Hier treffen wir uns noch mit Freunden aus Sandies Kindheit (Babysitter aus der Zeit in Frankreich).

Dann fahren wir weiter und verlassen unser geliebtes Portugal. Wir müssen jedoch feststellen, dass auch Galicien uns sehr gefällt. Auch hier finden wir noch einsame Buchten und Übernachtungsplätze ganz für uns. Doch ehe wir wieder die Stille genießen, stürzen wir uns erst noch mal ins Getümmel und besuchen, weil wir auch noch nie da waren, Santiago de Compostela. Auch schon wieder interessant … und was sollen wir sagen, immerzu geiles Wetter.

Hier dann mal ein paar Impressionen vom wunderschönen, rauen, ursprünglichem und nicht überlaufenem Galicien.

Nach den Tagen in der Stille und Einsamkeit hat es uns dann wieder mal in die Stadt gezogen – ausgesucht haben wir uns diesmal Bilbao. Geile Wahl. Für uns recht untypische und supermoderne spanische Stadt. Viel Kunst & Kultur, fantastisches Wetter, gutes Eis – mehr brauchen wir nicht – und das alles hat uns Bilbao im Überfluss geboten : ).

Am 7.5.2017 haben wir uns dann, wie genau 4 Monate vorher in Beaucaire eines späten Abends verabredet, mit Claudia und Andreas an der französischen Atlantikküste bei Capbreton getroffen. War wie immer sehr schön und wir freuen uns jetzt schon, die Zwei von www.14qm.de Anfang September in Enkirch beim Willie´s Treffen wieder zu sehen.

Auf unserem weiteren Weg durch Frankreich haben wir noch in weiteren 6 kleineren und größeren Orten Station gemacht. Wir waren in Saint Romain la Virvee, St. Julien l´Ars, Bourges, Auxerre, Chaumont und unsere letzte Station in Frankreich war Metz. Wie immer waren wir langsam unterwegs und haben die Orte, die Landschaften und die Menschen auf uns wirken lassen.

Zurück in Deutschland haben wir dann noch liebe Freunde in Erpolzheim und in Langenhain besucht ehe wir dann wieder in Krofdorf gelandet sind. So haben wir unser „Heimkommen“ auch dieses Mal recht sanft gestaltet … doch wie gesagt, jetzt sind schon fast 3 Wochen vergangen und schon gribbelt es uns wieder. Dem werden wir auch nachgeben und zum Allradtreffen nach Bad Kissingen fahren und vorher noch das „Vogelsgebirge“ erkunden … wir werden berichten.

Was das Reisen für uns bedeutet – ein paar Gedanken, die wir uns in der Algarve gemacht haben:

Das Entdecken neuer Länder, Gegenden, Landschaften und Kulturen … verbunden mit dem Kennenlernen von Einheimischen, Gleichgesinnten und Reisenden … erkunden kulinarischer Besonderheiten … immer mit offenen Augen und Herzen unterwegs sein. Alles, auch vermeintliche Kleinigkeiten oder Nichtigkeiten, aufnehmen und auf sich wirken lassen. Sich einlassen. Gelassen genießen und damit glücklich sein.

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Lanzarote

Wir waren nun 3 Wochen auf Lanzarote und müssen sagen … wir sind echt begeistert von der Insel. Natürlich hat uns auch Teneriffa gefallen, gerade wegen den sehr unterschiedlichen Landschaften und den unterschiedlichsten Gebirgen. Es war uns dort aber gerade an den Küsten und vor allem im Süd-Westen einfach zu voll – also zu touristisch und zu bebaut. Wir hatten es ja auch schon mal geschrieben, dass leider auch viele architektonischen Todsünden auf Teneriffa existieren. Aber abseits des Trubels und vor allen Dingen in den Bergen ist Teneriffa schon wirklich außergewöhnlich schön und gerade auch in sportlicher Hinsicht, jederzeit eine Herausforderung.

Now we have been in Lanzarote for 3 weeks and we must say … we really loved the island. Of course, we also loved Tenerife. But sometimes, especially in the coast regions it was just too full … to many (partly ugly and huge) houses and to many people. And that is mostly different on Lanzarote.

Aber zurück zu Lanzarote … Lanzarote ist, bis auf wenige Ausnahmen,  gar nicht dicht bebaut und es gibt fast keine architektonischen Sünden (außer vielleicht ein paar in Arrecife und in den Touristenhochburgen Playa Blanca, Puerto del Carmen und  Costa Teguise) und das ist dem genialen und leider verstorbenen Künstler und Aktivist César Manrique zu verdanken. Schon alleine er und seine künstlerischen Hinterlassenschaften sind eine Reise nach Lanzarote wert. Wir sind von seinen Höhlen, seinen Häusern, Gemälden, Skulpturen … aber vor allem auch für seine politischen und umweltschützerischen Aktivitäten mehr als begeistert. Es müsste unserer Meinung nach mehr Menschen von seiner Sorte geben … dann wäre die Welt vielleicht ein wenig besser … oder zumindestens nicht so zugebaut …. aber jetzt genug davon – wobei es lohnt sich ein wenig mit ihm und seinem Werk zu beschäftigen 😉.

Lanzarote is much emptier then we expected to be, of course you have the touristic areas as Playa Blanca, Puerto del Carmen and Costa Tequise (and this town also has its architectural problems) but all in all you have great wide empty landscapes and tiny little very authentic villages. Responsible for this beauty seems to be the great artist and activist Cesar Manrique (unfortunately he died in 1992). We are very inspired by his heritages such as cave houses and other cave locations, his „normal“ house, his paintings … and his great thoughts about environment and active work to keep Lanzarote beautiful and original. We think, the world would be better with more of this kind of people.

Wir waren zuerst in der Nähe von Famara und haben uns dort, wie übrigens fast immer auf Lanzarote, einfach an den recht einsamen Strand gestellt. Auch auf Lanzarote, wie auch auf Teneriffa, werden wir nie von einem Ort „verscheucht“, wild stehen ist kein Problem. Die Insulaner sind einfach maximal entspannt und mögen auch Ewald.

First we were close to Famara and there we could stay, as always in Lanzarote, directly on a lonesome beach with Ewald. Peaple from Lanzarote, just like the people from Tenerife, like Ewald.

Nach chillen und wandern bei Famara haben wir in dem wunderschönen Ort Tequise und in Tahiche ein wenig Kultur gemacht und uns dann in der Nähe von Jameos del Aqua einfach wieder an die Küste gestellt. Meistens waren unsere einzigen Nachbarn einheimische Angler.

After chilling and hiking near to Famara we went to the wonderful towns Teguise and to Tahiche. After a lot of cultural (Manrique) stuff we again stayed right on a lonesome beach near to Jameos del Agua.

Auch die nächsten Tage waren wir sehr „kulturell“ oder auch Manrique-mäßig unterwegs und haben uns nach dem Jameos del Aqua, der Cueva de los Verdes auch noch das Privathaus von César Manrique in Haria angeschaut. Kleine ursprüngliche Ortschaften wie Haria haben uns auch ganz besonders gefallen. Auf einer Wanderung bei Haria hatten wir sogar das Glück einen Schmutzgeier zu sehen … und dabei gelten die auf der Insel als fast ausgestorben.

The next days, we kept on following Manriques footpaths … so we went to Jameos del Agua, Cueva de los Verdes and to Manriques private house in Haria. And than on a hike up to some volcanic hills we were very lucky to see a white scavenger vulture.

Nach ein paar Tagen im Landesinneren waren wir dann reif für die Insel Insel … wir haben von Orzola aus einen Tagesausflug mit den Fahrrädern und der Fähre nach La Graciosa gemacht, eine kleine, im Norden Lanzarotes, vorgelagerte Insel … fantastisch. Wunderschöne Strände und coole Vulkankegel und manchmal hat man sogar das Gefühl in der Sahara zu sein.

After a couple of days in the „heartland“ of Lanzarote we went to the very north of Lanzarote, to Orzola. From there we made a Little daytrip with our bikes and a Ferry to a small island called La Graciosa … awesome! Fantastic sand beaches and cool volcanos. Sometimes the landscape even looked like the Sahara.

Von Orzola sind wir dann ca. 80 km (so weit sind wir schon laaaaaaange nicht mehr gefahren) weit bis nach El Golfo gefahren (auf der entgegengestzten Seite der Insel). Von hier aus haben wir dann entlang der Küste den Nationalpark Timanfaya zu Fuß erkundet … also zu einem klitzekleinen Teil auf jeden Fall. Karsten, der Petrologe, ist wieder sehr begeistert von den wunderschönen Steinen, mit ihren vielfarbigen, kritstallenen Einschlüssen und ich begeistere mich für die unendlich vielen Krabben.

From Orzola we drove unbelievable 80 km (we hadn’t driven that far for a looooooong time) to El Golfo, which is located right next to the Nationalpark Timanfaya on the opposite side of the island. Here we could also go for a great hike and we, especially Karsten, saw fantastic stones and a lot of crabs.

Nach dem kleinen Insel-Ausflug beschlossen wir, noch ein wenig „Strandurlaub“ mit Schnorcheln zu machen und so sind wir in die Nähe von Playa Blanca zu den zauberhaften Papagayo Stränden gefahren. Selbst hier sind wir wieder mal überrascht, wie wenig doch los ist und wie ruhig man überall stehen kann. Nachts waren nur 3 bis 4 andere Womos da, die sich auf den verschiedenen Strandabschnitten gut verteilt haben. Wir gehen viel schwimmen und schnorcheln, laufen jeden Tag in den wunderschönen Yachthafen von Playa Blanca (Marina Rubicon), trinken den einen ode anderen Cocktail und erleben hier auch den bisher windigsten Tag … Ewald hat sehr geschaukelt.

Than we decided to spend some days on the beach, go swimming and snorkeling, so we went to the beautiful beaches called „Papagayo“ close to Playa Blanca. Even here it wasn’t crowded at all and we really enjoyed being there, swimming and taking walks to the Rubicon Marina to drink some cocktails. We also had one of the most windiest days … but luckily it was only that windy one day.

In der Osterwoche ist es dann doch ein wenig voller geworden … also sind wir geflüchtet. Aber länger als 3 Nächte stehen wir sowieso selten. Also sind wir in das winzige Örtchen (etwa 15 Häuser) Caserio de Tenezar gefahren. Glückliche Menschen ohne Wasser- und Stromanschlüsse – dafür aber ein großer Zusammenhalt und große Barbecue Grills. Hier ticken die Uhren auf jeden Fall langsamer …

In the easterweek it got more crowded … so we left. But anyway, we mostly don’t stay in one place longer than 3 nights. We went to a tiny little town called Caserio de Tenezar. Happy people, not connected to the electricity or water system but a great cohesion and huge BBQ grills.

Danach fahren wir weiter in den Norden auf eine Halbinsel vor La Santa – die dortigen Sporthotels zeugen zwar nicht gerade von architektonischen Meisterwerken, aber es sind immerhin keine mehrstöckigen Bettenburgen, wie wir sie von Teneriffa gewöhnt waren. Dafür waren überall sehr aktive Läufer, Radfahrer und Schwimmer unterwegs, die unseren sportlichen Ehrgeiz nochmals ein bisschen angeheizt haben. Hier widmen wir uns auch endlich wieder mal der Ewald Pflege und schmieren ihn wenigstens mal ab.

From Caserio de Tenezar we went to a peninsular close to La Santa. Also very nice and a great place to bike and run. And here Ewald deserves some tlc (tender, love and care) so we spoiled him with a little bit with grease.

Von La Santa aus fahren wir durch das zauberhafte Weinanbaugebiet La Geria (hier ist der Weinanbau noch reine Handarbeit – und wir können aus eigener Erfahrung sagen: der Vino Tinto ist super lecker) bis nach Playa Quemada … auch ein kleines empfehlenswertes Fischerörtchen mit sehr guten Restaurants mit fangfrischem Fisch.

From La Santa we went through some beautiful vineyard areas (La Geria)… and we can tell, they make some very good red wines on Lanzarote … to the small fishermans village „Playa Quemada“.

Gegen Ende unseres Lanzarote Besuchs fahren wir noch nach Costa Teguise (naja – nicht so unser Fall aber für Familien wahrscheinlich nicht schlecht) und finden zum Glück außerhalb des Ortes einen schönen und einsamen Stellplatz wieder direkt an der Küste – unsere einzigen Nachbarn sind wie immer die Angler. Wir unternehmen von hier aus noch Fahrradtouren unter anderem auch nach Guatiza, um dort den Jardin de Cactus (Manrique) zu besuchen. Wir hatten aber irgendwie vergessen, dass es Karfreitag und somit maximal voll war. Also haben wir einfach nur eine schöne Radtour ohne Kaktusgarten gemacht … und Kakteen haben wir auf dieser Reise eigentlich schon sehr viele gesehen.

At the end of our stay in Lanzarote we go to Costa Tequise (this town is not our taste, because it is very touristic but we think for families it is ok) and again we find a great place for us and Ewald to stay outside of the town on a lonesome coast. Our only neighbors are local fisherman. From here we wanted to go to the Jarden de Cactus (Manrique) with the bikes but somehow we forgot it was Friday before Easter and it was very crowded. And since we have seen a lot of cactus on our travel we just had fun on our biketour without the garden.

Also jetzt haben wir doch mehr geschrieben als wir wollten … aber wir sitzen gerade auf der Fähre und haben Zeit und außerdem hat uns Lanzarote mit seinen irren Landschaften, einsamen Buchten und seinem fantastischen Künstler César Manrique sehr begeistert … das nächste Mal melden wir uns dann vermutlich aus Portugal oder Galizien.

Now we have written much more than planned … but on one hand we are right now on the ferry and we have a lot of time and on the other hand we are really excited about Lanzarote. The next time you will probably read or hear from us from Portugal or Galician.

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Teneriffa die Vierte: Santa Ursula, La Caldera, Costa del Silencio, Masca‚ Puerto de Santiago und Teide Nationalpark

Und jetzt kennen wir endlich fast jeden Stein hier auf Teneriffa mit Vornamen und daher haben wir beschlossen, am Montag mal nach Lanzarote überzusetzen. Wir haben uns ganz bewusst Lanzarote ausgesucht, weil es da erstens gaaaaaanz anders als hier sein soll und weil es auf dem Fährweg Richtung Spanien – Cádiz liegt. Aber jetzt erst noch mal zu unseren Erlebnissen der letzten Wochen…

Since we have now almost seen every stone here, we decided to go to Lanzarote on Monday. We picked Lanzarote because the island is supposed to be totally different from Teneriffa and it is on the ferry-way back to Spain. But first more to our last weeks …

Natürlich waren wir wieder sehr viel wandern und Fahrrad fahren und wir wollen niemanden mit zu vielen Details langweilen. Es könnte sein, dass die Wanderungen alle gleich erscheinen, was sie aber nicht sind. Daher wollen wir vor Allem wieder Bilder sprechen lassen. Für uns waren die letzten Wochen großartig. Wir waren am vermutlich schönsten Strand Teneriffas und haben den höchsten Berg Spaniens erklommen ….

We made (again) a lot of hikes, went on our bikes and we don’t want to bore anyone with too much details. We will let our pics give you the right impressions. The last weeks were terrific, we probably were at the nicest beach here and we hiked Spains highest summit …

Der (für uns) schönste Strand Teneriffas „Los Patos“ bei Santa Ursula, im Norden der Insel, wurde uns von Laura und Denis gezeigt. Laura und Denis leben seit vielen Jahren hier, sind Surfer und betreiben, im Moment noch nebenher, eine Tauchschule. Zum Strand kommt man nur über einen schmalen und sehr steilen Pfad und man muss sich an ein paar Stellen an einem Seil abseilen … sehr spannend… und nicht zuletzt wegen der schlechten Erreichbarkeit (keine Treppe und Abseilen inklusive) ist der Strand sehr wenig frequentiert und einfach wunderschön. Traumhaft weicher, schwarzer Sand und fast perfekte Wellen zum Surfen.

The beautiful beach „Los Patos“ is located close to Santa Ursula in the north of Tenerife and we went there with Laura and Denis, they live here since almost 10 years and operate a scubadive center. We had to climb and rope down to reach the beach and because not much people do this it is quite empty and just wonderful. Awesome black sand beach and perfect waves for surfers.

Nach ein paar Strandtagen sind wir wieder in die Bergweilt eingetaucht. Wir haben wunderschöne Tage auf dem Picknickplatz „La Caldera“ oberhalb von Orotava verbracht und waren auch dort Fahrrad fahren und sind mit Laura und Denis und ihrem süßen Hund Arya gewandert. Es war die Zeit des „Calima“ (heißer Sandwind aus Afrika). Auf Meereshöhe bringt der Calima heiße 35 Grad und staubige, sandgeschwängerte Luft. In den Bergen, oberhalb 1200m ist es angenehm sonnig und warm und von Sand und Staub keine Spur. Von oben kann man die Dunstglocke an der Küste gut beobachten.

We spend great days in the picknick area „La Caldera“. We went biking and hiked with Laura, Denis and their cute dog Arya. Thanks to the „Calima“ (hot sandwinds from Africa) we had great weather and no sand.

Danach sind wir mal auf einen Campingplatz gefahren … laaaaaaaaange und heiß duschen … entsorgen … Wasser fassen …. notwendige Dinge halt.

Than we went to a campsite … take some loooooooong showers … get rid of waste … fill up our water tanks … necessary stuff.

Das Wetter ist dann ab Mitte März auf der ganzen Insel schlecht geworden, also fast auf der ganzen Insel. Wie immer ist die Ecke um Los Gigantes herum sonnenverwöhnt. Also beschließen wir so lange dort zu bleiben, bis das Wetter in den Bergen wieder besser wird. Die Zeit nutzen wir, um dann tatsächlich auch noch die Masca-Schlucht zu sehen. Die Schlucht ist wirklich fantastisch – wenn auch seeeehr touristisch. Wir sind aber einfach schon früh mit dem Taxi hochgefahren und waren somit vor den ganzen Menschenmassen unterwegs.

Around the 16th march, the weather got bad – cloudy and a lot of wind. So we went to the only region here in Tenerife, where the weather always seems to be stable – to Puerto de Santiago. From there we also went hiking in the very famous Masca canyon. We went there very early, before everyone goes and we enjoyed our hike down to the beach.

Die restlichen Tage in Puerto de Santiago waren so schön warm und sonnig, dass wir tatsächlich mehrfach Schnorcheln gegangen sind und viele bunte Fischchen gesehen haben (mehr als gedacht). Am 20.03.2017 sind wir dann wieder in das Teide Gebiet gefahren. Und siehe da, oben war das Wetter fantastisch. Wir hatten immerzu Sonne, die Nächte waren sternenklar und der Wind war zum Glück auch nicht zu stark.

The weather in Purto de Santiago was so nice, that we even went snorkeling a couple times. After a couple of days, the weather in the mountains got better again and we drove back up again into the Teide Nationalpark. We had super sunny days, clear nights and not too much wind – great.

Nach ein paar Tagen Akklimatisation mit Wanderungen unter anderen auch zu den Teide Eiern (selten sooooo große Eier gesehen) war es dann soweit … der Pico del Teide …

After a couple days of acclimatization with some hikes also to the Teide eggs (never seen such big eggs before) we were prepared for the Pico del Teide …

Am ersten Tag sind wir nachmittags knappe 8 km und 900 Höhenmeter bis zum Refugio de Altavista (3260m) gegangen, um dort zu übernachten. Leider sind die Hütten hier nicht bewirtschaftet … war aber doch besser als gedacht. Übernachtung im 14 Bett (Stockbetten) Zimmer, keine Duschen aber auch nur kaltes Wasser aber immerhin die Möglichkeit sich selbst was in der Küche warm zu machen …. was will man auf der Höhe von 3.260 m mehr? Immerhin haben wir besser geschlafen als wir dachten – wenn auch nur kurz. Die Nacht war dann nämlich um 4 Uhr (!) um. Und schon um kurz nach 5 sind wir im Dunkeln mit Stirnlampen die letzten 450 Höhenmeter zum Gipfel hoch. Es lief wirklich erstaunlich gut bei uns (wir haben die meisten überholt) aber vermutlich waren wir auch am besten akklimatisiert … nachdem wir eine heiße Quelle und ein paar Schwefel-Schlote passiert haben, waren wir um 6.30 Uhr dann, umgeben von Schwefeldämpfen, am Gipfel auf 3718m angekommen. Hier war es dann echt saukalt und windig, aber der Sonnenaufgang war einfach fantastisch und atemberaubend. Ein tolles Erlebnis und wir waren ziemlich ergriffen und auch stolz auf uns. Der Abstieg war dann noch recht lang (1350 Höhenmeter) aber dank des herrlichen Wetters und schönen Begegnungen doch kurzweilig.

In the afternoon of the first day we went about 8 km and 900 meters in height to the Refugio de Altavista (3260m). Here we spend our short night in a tiny room with 12 other people. This Refugio has no showers, no warm water but a kitchen where you can warm up some soup or whatever. No luxury but good enough in the height of 3260 m. We slept better than we thought. But the night was very short, we got up at 4 a.m. and started walking to the summit short after 5 o’clock. It was dark and we walked with head torches the last 450 m in height. We were in a very good shape and we could pass most of the others. But probably no one else had so much time to acclimatize. We passed some hot fountains and arrived the summit (3718m) surrounded by sulfur steam at 6.30. It was very, very cold and windy – but the sunset was just fantastic and breathtaking. It really touched us and we also felt proud. After that the way down was quite long. But since the weather was great and we met nice people it was very entertaining.

Am Abend haben wir dann noch eine geführte Sternenbeobachtung mitgemacht. Wir waren echt sehr, sehr müde, es war aber interessant und auch lehrreich … und wann kommt man mal den Sternen so nahe?

The same evening we took part in a guided star observation. We were really tired … but it was very interisting and we learned a lot … and when do you have the chance to come so close to the stars.

Jetzt sind wir nach langer Zeit im Teide Gebiet wieder unten im Süden, wärmen uns ein wenig auf und bereiten uns auf die Überfahrt nach Lanzarote vor … doch davon mehr beim nächsten mal …

After quite a time in the Teide Nationalpark we are back in the south. We are warming up again and now we are waiting to go with the ferry to Lanzarote … more of this the next time …

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Teneriffa die Dritte: San Andres, Punta de Abona, Tajao, Los Gigantes, Chio, Caldera, Teide Nationalpark, Santa Ursula und Punta del Hidalgo

Teneriffa die Dritte: San Andres, Punta de Abona, Tajao, Los Gigantes, Chio, Caldera, Teide Nationalpark, Santa Ursula und Punta del Hidalgo

Nachdem wir nun fast 7 Wochen auf der Insel verweilen und wir noch immer das Gefühl haben, nicht alles gesehen zu haben, verlangsamt sich unser Tempo aber doch immer mehr … meist bleiben wir mindestens 3 Nächte (außer in Städten) an einem Standplatz … wir können sagen, dass wir uns echt entschleunigt haben (7 Wochen für zwei Umdrehungen um die Insel). Es gibt noch jede Menge Steine umzudrehen.

Da das Wetter im Norden in der Gegend von Los Silos dann irgendwie immer schlechter wurde, es hat sogar angefangen zu regnen … wobei wir über den Regen recht glücklich waren, denn der hat Ewald mal wieder vom vielen Salz befreit, sind wir wieder Richtung Süden. Also zunächst wollten wir weiter nach Puerto de la Cruz, aber dort war es uns zu voll und das Wetter war immer noch schlecht, also weiter bis in San Andres, an die „Süd-Küste“. Nachdem wir dort den letzten Bericht online gestellt hatten, erwischte uns auch dort das schlechte Wetter. Um dem zu entkommen, sind wir weiter südlich, bis nach Punta de Abona gefahren.

Unfortunately we had bad weather in the north … so we went to the south … but even there we had some rain. But the rain was good for Ewald, the salt got washed off. Since the whole island was some kind under big clouds, we decided to stay in Punta de Abona.

In Punta de Abona hat es zumindestens nicht mehr geregnet, es war wie immer recht warm, wenn auch wolkig und sehr diesig und windig. Aber unser Stellplatz war fantastisch … nachts sehr einsam, direkt zwischen der Steilküste und einem ehemaligen Lepradorf.

In Punta de Abona we had no more rain … just clouds but the place we found to stay was just fantastic. Located between the coast, lighthouse and a leprosy ghost town.

Das Lepradorf war in den frühen Vierzigern des 20. Jahrhunderts unter der Franco Diktatur geplant, gebaut, jedoch nie fertiggestellt und nie in Betrieb genommen worden. Heute bietet es fantastische Fotomotive und eine gespenstische Szenerie – auch bei schlechtem Licht …

The leprosy village was planned and built in the early 40ies of the last century under the Franco dictatorship but it never was completed. It is kind of spooky and is good for making photos …

Nach einigen Nächten in der Nähe des Lepradorfs sind wir unglaubliche 12 km weit zu unserem bekannten Stellplatz bei Tajao gefahren. Dort haben wir wieder mal Wasser gefasst, entsorgt, Wäsche gewaschen und sind lecker essen gegangen.

After a couple of nights near to the leprosy village we drove unbelievable 12 km to our next spot, where we could get some water, make some laundry and have a great dinner with fresh fish in a nice restaurant.

Nach einem kurzen Umweg über Los Gigantes, zum Aufwärmen und Eis essen, sind wir wieder in die Berge. Unseren Stellplatz haben wir bei dem Picknick Platz „Chio“ auf 1.600 m gefunden. Ein herrlicher Platz.

After a stay-over in Los Gigantes we went back into the mountains, we stayed there for a couple of nights in a wonderfull picknick area called „Chio“ (1.600 m)

Hier haben wir mal wieder eine „schwarze“ Wanderung auf den kleinen Bruder vom Teide, den Pico Viejo (3.135 m), unternommen. Anstrengend, teilweise ausgesetzt und sehr spannend. Aber es war jede windige Sekunde wert … der Ausblick in den großen, tiefen Krater des Pico Viejo, auf den nochmal 600 m höheren Teide, über die gesamte Südküste und in die Caldera mit ihren Canadas … einfach unbeschreiblich! Und wir fühlen uns schon recht gut für den Teide vorbereitet. Was uns, insbesondere Karsten den „Steinliebhaber“, begeistert, sind die unterschiedlichsten Lavaformationen. Teilweise haben wir das Gefühl, dass die Lava noch gar nicht lange erkaltet sein kann, so frisch sieht sie aus. Dabei ist der letzte echte Ausbruch mit Lavaströmen 1909 gewesen. Bei einer 7 stündigen Wanderung hat man die unterschiedlichsten Assoziationen zu den Gesteinsformationen, die in den Farben schwarz, blau, grau, braun, gelb, orange, rot weiß, grün, lila und noch dazu wild glimmernd vorkommen.
Hier ein paar unserer „Stein- Assoziationen“: Leder, Schildkröten, Schillerlocken, Hundehaufen (frisch), Kuhfladen (dünnflüssig), Hefeteig (beim Gehen), stranggepresster Kunststoff (Assoziation eines Ingenieurs), Knochen, Holz, Tauwerk, von Termiten angeknabbertes Holz, Grillkohle, flüssige Schokolade, Karamell, Schwamm und, und, und.

Here we made a great hike up to the Pico Viejo (3135 m), the little brother of Pico Teide. The hike was at the same time frightening and fantastic. It was worth every windy second … we loved the views into the crater, up to the Teide (600m higher) and to the south coasts – breathtaking.  

Nach ein paar Tagen auf dem „Chio“ Picknick Platz sind wir dann noch mal in die Caldera direkt zum Pico Teide gefahren. Hier haben wir einfach wieder mal auf einem Aussichtssparkplatz (nahe am Parador Hotel) gestanden, den wir nachts für uns hatten. Immer sehr praktisch.

After a couple of days we went into the Teide National Park, where we stayed close to the Parador Hotel for a night.

Da das Wetter jetzt auf der ganzen Insel wieder gut zu sein scheint, fahren wir wieder mal nördlich über die Humboldtstrasse Richtung Orotava. In der Nähe von Aquamansa machen wir noch einen Zwischenstopp und eine kleine Wanderung in das Cumbre-Gebirge hinein. Abends treffen wir uns mit Denis und Laura (leben seit 10 Jahren hier und haben eine Tauchschule) und gehen fantastisch Abend essen. Sollte es jemand mal nach Santa Ursula verschlagen, dann sollte unbedingt das Restaurant „El Tinglado“ besucht werden.

Since the weather is getting better and better again, we decide to go to the north again and we took the „Humboldt Road” towards Orotava. Close to Aquamansa we also made a little hike into the Cumbre mountains and in the evening we met Denis and Laura (they live here since 10 years and have a scuba dive club) for dinner. We went to a small and fantastic place called “El Tinglado” in Santa Ursula. If you ever visit Tenerife, you have to eat there – lovely!

Wir fahren dann am nächsten Tag weiter nach Punta del Hidalgo. Hier stehen wir wieder mal direkt an der felsigen Küste und Ewald steht bei allen Spaziergängern und auch bei den Polizisten im Mittelpunkt. Jeder will ihn fotografieren und wir werden wie immer nicht behelligt, dass wir eventuell nicht bleiben dürfen … einfach sehr entspannt.

The next day we kept on going to Punta del Hidalgo. Again we just stay right at the coast. It is very easy here, to find a place to stay with Ewald … everyone likes him and want to take photos – even the policeman.

Auch hier im Anaga Gebirge wollen wir natürlich wieder wandern, und so unternehmen wir eine zauberhafte Tour von Hidalgo über Chinamada bis nach las Caboneras und wieder zurück. Zauberhafte 22,5 Kilometer mit etwa 800 Höhenmetern. Diese mystische Landschaft des Anaga Gebirges mit ihren Regenurwäldern ist ganz schwer zu beschreiben und auch die Fotos können es nicht wirklich hergeben. Man muss es erlebt haben.

Since we are now right at the Anaga Mountains again, we hiked about 22,5 km to Las Caboneras and back again. The Anaga Mountains with its rainforests are unbelievable mystic and fascinating. It is hard to describe and hard to make photos of … it is also a MUST to see here in Tenerife.

Das nächste Mal werden wir uns vermutlich melden, wenn wir hoffentlich den Teide erfolgreich begangen haben. Also drückt uns die Daumen, dass wir zwischen dem 22. und 24. März da oben fantastisches wolkenloses und nicht zu windiges Wetter haben … Danke : )

The next time you will hear from us, after we hopefully hiked the Teide. Please hold your fingers crossed, that we will have sunny, clear and not to windy weather … Thankyou : )

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