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Ankunft Lefkada. Hier waren wir schon mal vor 3 Jahren im Westen der Insel gewesen und somit sind wir (auch weil die Fähre dort anlandet) im Osten der ionischen Insel geblieben. Während wir den Westen als eher karg mit tollen Stränden in Erinnerung haben, ist der Osten doch sehr grün mit super schönen  kleinen bewachsenen Buchten. Auf der Insel Lefkada haben wir für diese Reise dann eine Premiere, wir gehen zum ersten Mal in der Nähe von Nydri (Dysimi Beach) auf einen Campingplatz. Ist nicht wirklich unsere Welt – aber um Wäsche zu waschen, zu Ver- und Entsorgen doch ganz OK.

Lefkada. We already have been here 3 years ago. That time we discovered the west side, so this time we wanted to discover the east side of this small ionian island. In our memories the west side was quite sparse with wonderful beaches. The east side is very green with lovely little bays. On Lefkada we have a premier, for the first time on this travel we go to a campsite. That is not really our world – but to do some laundry and maintenance work it is OK.

Nach ein paar Tagen sind wir dann ganz in den Norden der Insel in die Stadt Lefkada. Dort haben wir Andreas (unser Wirt von vor 3 Jahren) getroffen  und Karsten hätte fast einen großen Hauber (Mercedes LKW) gekauft. Ich (Sandie) war schon ein wenig froh, dass der Verkäufer nicht auf Kasi´s Gebot eingegangen ist … Wir haben auch noch ein wenig die Stadt erkundet und waren abends bei Andreas Pizza essen.

After a couple of days we drove up to the north edge of the island to the city Lefkada. Here we met Andreas (our host from 3 years ago) and Karsten almost bought another truck. I (Sandie) was quite happy, that the salesman wanted more money than Karsten was offering… . We then did some sightseeing in the city and habour and in the evening we went to eat Pizza by Andreas.

Von Lefkada sind wir dann über die Brücke auf das Festland und etwa 70 (!) km nördlich bis nach Ammoudia gefahren. Dort konnten wir schön zwischen dem Flussdelta des Acheron und dem Meer stehen. Der Ort selbst befindet sich noch ein  wenig im Winterschlaf, scheint jedoch im Sommer ein beliebter Urlaubsort zu sein. Ganz in der Nähe liegt die Kultstätte Mesopotamos, das einzige Totenorakel Griechenlands. Hier soll auch ein Teil des unterirdischen Palastes von Hades und Persephone liegen. Alles sehr mystisch, gut gemacht und sehr interessant. Hier haben wir dann auch von einem 70-jährigen Motorrad-Reisenden den Rat bekommen noch zu den Quellen des Acherons zu fahren.

From Lefkada we drove over the bridge to the mainland and kept on going 70 (!) kilometers until a little town called Ammoudia. We found a good spot for Ewald between the Acheron River-delta and the coast. The town itself was still a bit “sleepy” but it seems to be a popular place during summer time. Near to Ammoudia we visited the place of worship Mesopotamos, the only death oracle here in Greece. Very mystic and interesting. Here we meet a seventy years old traveler with his motorbike and he advises us also to visit the springs of the Acheron River.

Da Tipps von Reisenden meist gut sind, haben wir die lange Fahrt von 25 km nach Gikli zu den Quellen des Acheron angetreten. Ganz in der Nähe unseres zauberhaften Stellplatzes direkt am Fluss mit freilaufenden Ponys befindet sich dann auch der Eingang zur Unterwelt (Hades), welchen wir natürlich auch erkundet haben. Der Eingang zur Unterwelt ist ein rundes, etwa 3 m großes waagerechtes Loch direkt am Rand des Acheron, aus dem Wasser mit mächtigem Druck herausläuft. Um dorthin zu kommen, muss man aber erst mal den Fluss zu Fuß durchwaten, da der Wasserstand noch ziemlich hoch war. Eine echte Erfrischung! In der Nacht hatten wir dann ein ordentliches Unwetter und zum ersten Mal, seit wir in Griechenland unterwegs sind, hat es richtig geregnet.

Since tips from travelers usually are very good, we drive to Gikli to the springs of the Acheron River. We could park Ewald right next to the river, surrounded by some ponies, and we walked through the river (very wet and cold) to the entrance of Hades. In the night we had a thunderstorm and for the first time since we are in Greece it really rained hard.

Eigentlich wollten wir als nächstes in die Zagori Gegend, um unter anderen auch die Vikos-Schlucht zu erwandern. Aber die Wettervorhersage ist nicht so berauschend und so fahren wir erst mal in die Nähe von Ioannina an die Nordspitze des Pamvotis-Sees. Hier werden wir direkt von einigen schwimmenden Schlangen begrüßt. Recht genügsame und ruhige Nachbarn. In den nächsten Tagen regnet es zwar hin und wieder mal – aber meist nur nachts und verbundenen mit den sehr angenehmen Temperaturen können wir ganz gut damit leben. Mit unseren Rädern umrunden wir den See und erkunden die historisch sehr interessante Stadt Ioannina und ihre Halbinsel mit ihren Bauten aus osmanischer Zeit.

The next place we wanted to visit was the Vikos Gorge. But the weather forecast was not very good and so we decided to visit the Pamvotis Lake close to Ioannina. Our neighbors here are swimming snakes. The next days we have every once in a while rain – but mostly in the nights and combined with very mild temperatures it is totally OK for us. On our bikes we go around the see and visit the historic interesting city of Ioannina and its peninsula with buildings from the Ottoman time.

Unser nächstes Ziel ist ein sehr touristisches Ziel – aber ein absolut lohnendes! Meteora – die schwebenden Klöster. Auf etwa 300 m hohen Felsen entstanden schon im 13. Jahrhundert aus Einsiedeleien die ersten Klöster. Absolut irre … und wir mit Ewald mitten drin. Besichtigt haben wir das Kloster Megalo Meteora (sehr sehr beeindruckend) und gegen Abend kam dann die Polizei und wir sind zum allerersten Mal in Griechenland (sehr freundlich) weggeschickt worden. War aber wirklich kein Problem, da wir im 10 Minuten entfernt liegenden Kastraki einen guten Platz zum Übernachten gefunden haben.  Am nächsten Morgen wieder hoch auf unserem Parkplatz und dort sind wir dann erst mal von 75 Enten aus Frankreich umzingelt worden. Sehr lustig. Auch hatten wir auf dem Parkplatz noch eine weitere schöne Begegnung – Dorota aus Polen – eine Alleinreisende Mathematiklehrerin zu Fuß nur mit Rucksack und Schlafsack unterwegs. Wir waren froh ihr für die Nacht unsere Isomatten und morgens einen Kaffee anbieten zu können und an ihren interessanten und lustigen Geschichten teilhaben zu können. Natürlich sind wir auch noch in Meteora wandern gegangen … von den fantastischen Landschaften mit ihren verrückten Felsformationen konnten wir gar nicht genug bekommen.

Our next destination is a very touristic destination – but absolutely worth it! Meteroa – the floating monasteries. The first monastaries were built it the 13th century on about 300 m (900 feet) high rocks. Really crazy … and us with Ewald right in the middle. We visited the monastery Megalo Meteora (very very impressive) and in the evening we had visitors. For the first time in Greece we got send away from a very friendly policeman. But that was no problem, in the town of Kastraki only 10 minutes away, we found a spot to sleep. The next morning we went back up to the parking lot and after about 30 minutes we were surrounded by 75 2CVs from France. Very funny. We also met Dorota from Poland, she travels alone only with a backpack and sleeping bag. We were happy, to help her a little bit with our yoga-mats for the night and a hot coffee in the morning. Very interesting lady. Of course we also went hiking in Meteora, we just couldn´t get enough of this dramatic and awesome scenery.

In 2 Etappen sind wir dann weiter nördlich in das Pindos-Gebirge, Richtung albanischer Grenze in die Zagori Gegend gefahren. Zagori bedeutet „die Dörfer hinter den Bergen“. Diese Dörfer hatten unter der Osmanen Herrschaft eine Sonderstellung. Der Handel blühte und es entstanden viele große Steinhäuser mit steingedeckten Dächern. Die Dorfstrukturen sind nahezu unverändert und die meisten Häuser toll herausgeputzt. Man fühlt sich wie im Mittelalter. Kurz hinter dem Bilderbuch-Dorf Monodendri (viele Orte hier in der Zagori-Gegend sind wie aus dem mittelalterlichen Bilderbuch) haben wir uns auf eine Schafswiese direkt am Wegrand gestellt. Schon nach wenigen Minuten wissen wir, dass dies nicht unser letzter Besuch hier gewesen sein wird.

In two stages we went further north through the Pindos Mountains towards Albania into the Zagori region. Behind the very lovely town Monodendri (all towns here in the Zagori region look like from a picture book out of the middle-ages) we found a place for Ewald on a sheap meadow.

Hier sind wir mehrere Tage geblieben und haben am ersten Tag eine kleine Fahrradtour zum Oxia Aussichtspunkt unternommen. Von dort aus hat man eine irre Sicht in die 900 m tiefe Vikos-Schlucht und in den Seitenarm Megas Lakkos.

We stayed here a couple of days and on the first day we went with our bikes to the stunning view point Oxia. From here you can overlook the 900 m deep Vikos Gorge and the Megas Lakkos.

Unsere erste Wanderung haben wir dann von Monodendri aus quer durch die Vikos-Schlucht nach Kapesovo und wieder zurück unternommen. War mit einer recht anstrengenden Kraxelei hoch und runter und wieder runter und hoch und einer zweifachen nasskalten Flussdurchquerung echt schön. Auch Kapesovo mit seinem zauberhaften Kafenion hat uns sehr gefallen. Auf dem Rückweg sind wir dann noch mal ordentlich von oben geduscht worden (aha – es kann also auch tagsüber regnen), noch nass sind wir in eine Taverne eingekehrt und ordentlich mit der hiesigen Spezialtät – deftiger Blech-Hefekuchen mit ein Ei und Feta – verwöhnt worden.

On our first hike we went from Monodendri through the Vikos-Gorge to Kapesovo and back. So we went down into the gorge, through the river, up again, had some coffee, went back down, of course again through the river and back up to Monodendri. Quite exhausting and wet, but wonderful. On the way back up it started raining and we really got wet. We went right to the first tavern and were totally spoiled with great food and wine.

Am nächsten Tag sind wir nochmal in die Vikos-Schlucht gewandert. Diesmal bei bestem Wetter, und in die andere Richtung bis nach Vikos. Diesmal bin ich (Sandie) freiwillig in den Fluss – zum Abkühlen. Die Wanderung war mit einigen Kraxeleien recht anspruchsvoll, aber auch wieder wunderschön. Besonders freuen wir uns immer wieder über die üppige Flora und Fauna und ganz besonders mögen wir die Schildkröten, Echsen und Frösche. Nach der Wanderung gehen wir natürlich wieder Stamm-Taverne zu „Kikitsas“. Wir lernen noch einen Wanderführer mit einer Pension kennen, der uns noch viele Tipps für die Gegend gibt und uns mitteilt, dass ein Doppelzimmer mit Frühstück 40 Euro (für 2 Personen) kostet. Wir können uns sehr gut vorstellen, uns hier mal für ein paar Tage einzumieten …

The next day, the sun was shining again, we went all the way in the gorge to Vikos. This time I (Sandie) went voluntarily into the river to cool down. This hike also was quite exhausting and challenging but again very nice. We just love the flora and fauna especially the turtles, lizzards and frogs. After our hike we again go to “our” tavern the “Kikitsas”. We also meet a guide and host of a little hotel. He gives us tips for the Zagori region. In his nice bed and breakfast you can book a room for 40 Euros (for 2). We think, we have to come back …

Nach den schönen Tagen in den Bergen, zieht es uns wieder ans Meer. Wir gehen tatsächlich noch einmal in der Nachbarbucht von Igoumenitsa auf einen Campingplatz (aber definitiv für diese Reise das letzte Mal), unsere Wassertanks müssen gefüllt werden und Wäsche waschen wäre auch nicht schlecht. Mittlerweile merkt man die langsam startende Urlaubssaison und die jetzt schon dichter stehenden Wohnmobile. Wir gehen jeden Tag schwimmen. Das Wasser hat nun bestimmt 20 Grad und ist einfach nur klar und sehr einladend.

After several very nice days in the mountains we have to see the ocean again. For the second and last time for this travel we go to a campsite close to Igoumenitsa. We have to fill up our water-tanks, do some laundry and Ewald needs a little care. Meanwhile we swim every day in the Mediterranean Sea … it´s fantastic.

Heute stehen wir wieder frei in unserer kleinen „Privatbucht“ in der Nähe von Plataria. Heute ist Regen angesagt, so dass wir uns sehr gut auf das Schreiben des Berichts konzentrieren können. Trotz Regen konnten wir heute Morgen schon ins Wasser hüpfen und in den 2 km entfernten Ort zum Bäcker laufen. Zwischendurch scheint auch immer mal die Sonne. Aber ab morgen ist wieder durchgehend Sonne angesagt und da werden wir uns ein wenig südlich entlang der Küste begeben – von Bucht zur Bucht. Die Zeit hier in Griechenland neigt sich langsam dem Ende entgegen, denn die Fähre ist für den 23.5. gebucht. Wir werden traurig sein, wenn wir dieses fantastische Reiseland verlassen …

Today we are in our little private bay close to Plataria. This morning we ran and then we went swimming, now it is raining a bit, good time for updating our blog. Tomorrow it will be sunny again and we will head a little bit south – from bay to bay. Our time in Greece is coming to an end, we booked the ferry for May 23rd. We will be very sad when we leave this fantastic country …