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Sougia, unser bisher allerliebster Ort dieser Reise, wollte uns so schnell nicht loslassen. Wir sind dann tatsächlich eine ganze Woche dort geblieben, was für unsere Verhältnisse sehr lange ist. Normalerweise kribbelt es uns spätestens nach der dritten oder vierten Nacht, egal wie schön es ist, und wir müssen wieder weiter und wenn es meist nur ein paar Kilometer sind.

Sougia, our most favorite town on Crete so far. We stayed there for a whole week and that is a very long time in one spot for us. Normally we never stay longer than 3 or 4 nights … and then we somehow feel we have to keep going on. Although it is only for a couple of kilometers.

An unserem dritten Tag in Sougia, wurden wir morgens von der anlegenden Fähre geweckt und auf der Fähre waren  Sabine und Max mit ihren Rädern. Also sind wir die nächsten Tage wieder gemeinsam gewandert, waren zusammen mehrfach in der einzig offenen Taverne, haben viele Gespräche geführt und uns sicherlich gegenseitig für zukünftige Reiseziele inspiriert.

The third day in Sougia, we woke up from the noise from the ferryboat. On the Ferryboat were Sabine and Max with their bikes… so the next couple of days we spent together hiking, going to the tavern, talking and inspiring each other’s with new destinations.

Unsere erste Wanderung ging von Sougia aus durch eine wunderschöne enge Schlucht und über einen Pass in die Nachbarbucht nach Lissos. Dort konnten wir die Überbleibsel eines frühhelinistischen Heilbades (Asklepios Tempel ca. 300 v. Chr.), mit noch gut erhaltenen Bodenmosaiken aus der Römerzeit um 100 v. Chr., und einer byzantinischen Kapelle bewundern.

Our first hike went over a little pass to the neighbor bay of Lissos. There we could see the ruins of the Asklepios temple (an early Hellenistic spa 300 BC) and a Byzantine chapel (14th century).

Am nächsten Tag haben wir Vier uns vom örtlichen Kapitän Yannis zum Cap Tripiti bringen lassen, um von dort aus über das Cap (405 m hoch) und entlang der wunderschönen Steilküste wieder zurück nach Sougia zu wandern. Sehr, sehr empfehlenswerte Wanderung. Es lohnt sich auch immer in die Kapellen, die sich überall finden lassen, reinzuschauen. Sie sind immer sehr liebevoll hergerichtet und top in Schuss gehalten.

The next day captain Yannis brought us with his boat to Cap Tripiti. We walked up to the Cap (altitude 405 m) and along the beautiful Cliff back to Sougia (4.5h). A highly recommended hike. It´s also worth to have a look in to the little chapels you find everywhere. They are lovely and perfect in shape.

Am nächsten Tag wird es immer windiger, daher ist die Rundwanderung durch die Lissos-Schlucht genau richtig, da es dort doch meist geschützt ist. Sougia ist einfach ein Wander-Paradies.

The next day it is getting very windy again … but our hike through the gorge of Lissos is mostly sheltered from the wind and again beautiful. Sougia is truly a hiker´s paradise.

Am Ende unserer Woche in Sougia wurde es dann so windig, dass wir förmlich weggeweht wurden und wir uns wieder auf die Reise Richtung Norden gemacht haben. Auf dem Weg an die Nordküste haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Agia Irina gemacht, um dort noch die wildromtische Figou Schlucht zu erwandern. Die Figou-Schlucht ist bisher unsere absolut liebste Schlucht mit irren Gesteinsformationen und einem sehr üppigen Bewuchs von wildem Salbei über Trachenwurz, verschiedene Ölbäume bis zu großen und sehr alten Pinien.

Since the wind got stronger and stronger we decided to „escape“ and we went back to the north coast. On the way north we stopped over in Agia Irina to hike the wildly romantic Figou Gorge. So far our favorite gorge.

Abends finden wir im Norden wieder direkt am Strand von Rapaniana einen schönen Platz. Dort kochen wir uns Pasta und dazu gibt es Salbei-Butter – den Salbei haben wir in der Figou-Schlucht gesammelt. Lecker! Hier oben im  Norden ist momentan viel weniger Wind und es erscheint im Ganzen ein milderes Klima zu herrschen. Wobei das kann auch täuschen, der Wind dreht hier ständig und kalt scheint es auch nicht wirklich zu werden … außer natürlich in den Bergen, die auch zum Teil noch schneebedeckt sind. Wir packen endlich mal wieder unsere Räder aus und radeln nach Ano Vouves. Dort steht der wahrscheinlich älteste Olivenbaum (der Welt – Griechenlands – Kretas??? Wer weiß?), unterschiedliche Methoden (C14-, Baumring-) haben ergeben, dass er zwischen 2.000 und 4.000 Jahre alt sein soll. Sehr große Spanne – auf jeden Fall spektakulär. Von dort aus radeln wir noch auf die Halbinsel Rodopou bis nach Afrata. Abends treffen wir Max und Sabine (wieder durch Zufall, aber Ewald ist halt auch nicht zu übersehen).

In the evening we find a nice place directly on the beach of Rapaniana. Here in the north, we have much less wind. But this can change anytime … the wind here on Crete is sometimes crazy. We unpack our bycicles and take a ride to Ano Vouves, where we visit the oldest Olivtree (in the world, of Greece, of Crete??? Who knows?), it should be something between 2.000 and 4.000 years old. Pretty amazing.

Da uns die Halbinsel Rodopou sehr gut gefällt, verlagern wir unseren Stellplatz kurzerhand dorthin und stellen uns kurz hinter das gleichnamige Dorf. Für die 10 Kilometer benötigen wir circa 45 Minuten. Die Straßen sind wirklich sehr eng und in den Dörfchen wird es meist noch enger für uns. Aber es lohnt sich. Wir stehen ganz für uns und genießen die Ruhe. Ab und zu kommen Bauern mit ihren Pickups auf dem Weg zu ihren Ziegenherden vorbei und grüßen freundlich. Auch hier machen wir eine laaaaaaaaaaaaaange Wanderung, fast 20 Kilometer über die Halbinsel bei fantastischem Wetter und mit Besuch der Wallfahrtskirche Agios Ioannis (Johannes der Täufer).

Since we really like the peninsula Rodopou, we decide to Park Ewald there for the next couple of days. We need about 45 minutes for the 10 kilometers … the roads are very very narrow and in the super little villages it really gets cramped for Ewald. But the trip is worth it. We found a lonely place, sometimes a farmer shows up, just for us. We also hike on the peninsula – a loooooooooong hike of about 20 kilometers including the pilgrimage chapel Agios Ioannis. Weather is fantastic and we enjoy every second.

Nach der zweiten Nacht hat uns auch hier der Wind wieder eingeholt, somit fahren wir weiter nach Chania. Wir sind etwas verwundert, dass es total diesig und außerdem sehr warm ist. Über Nacht ist die Temperatur auf über 23°C gestiegen. Wir erfahren später, dass das der Sand aus der Sahara ist, der etwa 2-3mal im Jahr hierher geweht wird. Wir treffen uns mit Alex, ein ehemaliger Kollege von Sandie´s Papa, und bekommen gute Tipps von ihm. Es ist immer schön, Insiderwissen zu erhalten. Wir trinken zusammen in Profitis Ilias Kaffee und wollen eigentlich die Sicht über Chania genießen … leider ist jedoch durch zuviel Sand in der Luft von der Stadt Chania nur wenig zu sehen. In Chania selbst finden wir einen recht ruhigen Platz direkt bei der Altstadt in einem ehemaligen Fabrikgelände. Von dort aus erkunden wir zwei Tage lang die wirklich sehr schöne Altstadt, den venezianischen Hafen, die kleinen Gassen mit schönen Geschäften und Tavernen und lassen uns kulinarisch verwöhnen.

After the second night it also got very windy here, so we keep on going east to Chania. We wonder why it is so hazy, later we find out that we are now having the wind from the Sahara and the air is full of sand. We meet up with Alex, a former colleague of Sandie´s Papa, and he gives us great tips for Chania. In Chania we find a place to stay very close to the old town and the Venetian Port. We spend two very nice days in Chania.

Dann fängt es an zu regnen und wir beschließen mal einen echten Fahrtag zu machen und 140 Kilometer zurück an die Südküste bis nach Matala zu fahren. Matala ist bestimmt in der Saison ziemlich touristisch. Jetzt aber (obwohl ein  wenig die Osterferien zu spüren sind) ist das Hippie-Touri-Örtchen noch recht verschlafen. Es sind sogar noch ein paar Hippies „übrig“ und wir haben definitiv 2 bewohnte Höhlen gesehen. Die  Höhlen direkt am Ort waren ehemals römische Grabstätten. In den 60gern und 70gern wurden diese aber von Hippies (unter anderem auch Cat Stevens und Bob Dylan) bewohnt. Die eine oder andere Höhle hat uns auch ganz gut gefallen.

Then the first day of rain … but since we want to drive to Matala, the rain really is no problem at all. Matala is formerly known as THE Hippie town on Crete. Even nowadays we still met some Hippies, we saw at least to inhabited caves. The caves right next to Matala used to be roman graves. In the 60ies and 70ies they were inhabitant by Hippies, even Cat Stevens and Bob Dylan used to live here.

Auch von Matala aus haben wir schöne Wanderungen zum „Red Beach“ und zum „Mystical View“ unternommen. Immer wieder sehen wir in der Ferne den schneebedeckten Psiloritis, der mit seinen 2.454 m der höchste Berg Kretas ist. Er ruft uns schon … wir warten noch ein wenig auf die Schneeschmelze … dann werden wir ihn auf jeden Fall besteigen.

We also hiked from Matala to the „Red Beach“ and to the „Mystical View“. Very nice hikes and on the hikes we keep seeing in the distance the snow covered Psiloritis. The Psiloritis is the highest mountain here in Crete. He is calling us … we will wait a little for the thaw and then we will surely climb up.

Mit den Rädern sind wir, um wieder mal ein wenig Kultur zu machen, nach Feistos gefahren. Feistos gilt als der nach Knossos bedeutendste minoische Palast. Lustigerweise können sowohl Karsten als auch ich mehr mit der wunderschönen Landschaft anfangen als mit den alten Gemäuern … aber man muss es mal gesehen haben. Ist schon erstaunlich was die Minoer um 1700 v.Chr. alles erschaffen haben. Leider sind die Ausgrabungsstätten nicht so schön präsentiert, wie man sich das vorstellen würde. Ein wenig mehr Information hier und da und ein paar Erklärungen zu den minoischen Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen hätte die Sache interessanter gemacht. Auf der anderen Seite sollte man für 4€ Eintritt nicht zu viel erwarten.

With our bikes we went to Feistos to visit a famous minoan palace. It is funny but Karsten and me are more related to the beautiful nature than to the old masonry. But somehow it is a must and it is amazing to see what the Minoans have built 1.700 bc.

Nach unseren beschaulichen Tagen in Matala sind wir 17 Kilometer (davon 8 Kilometer Piste) weiter nach Agiofarango, um dort die Schlucht zu erkunden und zu durchwandern. Nach einer äußert ruhigen Nacht, wie immer sind nur ab und zu mal Schafe und Ziegen zu hören, durchwandern wir die auch sehr schöne und kleine Schlucht. Hier soll einmal ein Eremit gelebt haben und schon fast am Strand steht eine recht große byzantinische Kapelle.

After our relaxing days in Matala we drove 17 kilometers to Agiofarango. This is a gorge we wanted to hike. After a very quiet night, the only things you sometimes hear are the sheep and goats, we hiked through the gorgeous gorge.

Von dort aus sind wir dann circa 22 km eine recht ausgesetzte und abenteuerliche Küstenpiste bis nach Lendas gefahren. Insbesondere ich (Sandie) musste mehr als einmal die Luft anhalten (das soll ja helfen), weil die Piste nur so breit wie unser Ewald war. Es hat aber Spaß gemacht und in dem verschlafenen Lendas, mit dem „weinenden Löwen“ als Hausberg, haben wir auch wieder einen perfekten Platz gefunden.

From Agiofarango we drove about 22 kilometers a quite adventures piste along the Cliff to Lendas. Especially I (Sandie) had to hold the breath (I think that really helps), because the piste was just as wide as Ewald is. But it also was fun and we found a great place in Lendas to stay.

Unsere erste Wanderung haben wir hier bis an den Trachoulas Beach unternommen. Eine wunderschöne Küstenwanderung einschließlich der Durchwanderung einer Schlucht zum Strand. Es klingt vielleicht langweilig oder nervig aber wir sind echt erstaunt immer wieder so schöne Orte hier auf Kreta zu entdecken. Eins wissen wir sicher … dies ist nicht unser letztes Mal hier.

Our first hike from Lendas went to the Trachoulas Beach. A wonderful coast hike including a gorge and a lonely beach. It somehow sounds boring … but we are amazed by all the stunning places here on Crete … and we can tell already now … this is not our last time here.