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Ehe wir auf die Fähre von Heraklion (Kreta) nach Piräus (nahe Athen) gegangen sind, haben wir noch einen kulturellen Tag in Heraklion verbracht und uns dort, neben der übersichtlichen Altstadt, auch das archäologische Museum angeschaut. Hier konnten wir dann mal endlich alle ausgegrabenen Gegenstände bewundern, die wir bisher bei den eigentlichen Ausgrabungsstätten vermisst hatten. Schon erstaunlich, was die Minoer vor über 3.000 Jahren erschaffen haben.

Just before we went with the ferry from Crete to Piräus, we spent a cultural day in Heraklion. We walked through the old town and visited the archeological museum. For the first time, we were able to see all the excavated things, which we missed in all of the archeological sites. It´s really amazing, what the Minoans created more than 3000 years ago.

Über Nacht geht die Fähre von Heraklion nach Piräus nahe bei Athen. Am Morgen kommen wir nach der doch sehr ruhigen Insel Kreta gefühlt in einem Moloch an. Die Hälfte der 10 Millionen Griechen wohnen in und um Athen … das waren uns dann doch zu viele Menschen. Wir sind direkt westlich, am Kanal von Korinth vorbei, bis auf eine kleine Halbinsel bei Loutraki zu den Geranienbergen gefahren. Hier scheint die Saison noch später loszugehen, denn wieder mal waren wir ganz allein und noch keine Taverne ist geöffnet. Wer Ruhe sucht und gerne wandert ist auf jeden Fall hier sehr gut aufgehoben.

The ferry goes overnight to Piräus, close to Athens. In the morning we arrive, after being more than 6 weeks on a very quiet island, in the outside districts of Athens. Half of the 10 million Greeks live in and around Athens … that was definitely too crowded for us. We directly drove west, passed the channel of Korinth, to a small peninsula near to Loutraki. It seems the season hasn´t started at all yet. We are alone and nothing is open. Who searches for a peaceful place (in the low season) and likes to hike, will like it here for sure.

Unser nächstes Ziel lautet Nafplio, Max und Sabine hatten sehr von dem Ort geschwärmt, und wir können bestätigen, dass sie absolut Recht haben. Unser Stellplatz eine Bucht weiter war voll mit duftender Kamille und die geschichtsträchtige, ehemalige Hauptstadt Griechenlands konnten wir wunderbar mit unseren Rädern und zu Fuß erkunden.

Our next destination is Nafplio, Max and Sabine loved the town, and now we really understand why. We found a great parking space in a bay around the corner of Nafplio and we stood in the middle of a wonderful chamomile field. We discovered the former capitol of Greece with our bikes and enjoyed the beautiful city a lot.

Da wir 8 Wochen zuvor quasi versehentlich an Olympia vorbei gefahren sind, wollten wir die alte Sport- und Kulturstätte noch unbedingt besuchen. Um von Nafplio im Osten wieder ganz in den Westen von Peleponnes zu kommen, sind wir quer durch das Hochland auf kleinsten Sträßchen durch verwunschene winzige Örtchen mit sehr ruhigen Übernachtungsplätzen in mehreren Etappen nach Olympia gefahren. Das mediterrane Flair der Ortschaften und die zauberhafte Blütenpracht überall haben uns sehr gut gefallen. Hier kann man es sicher auch in der Sommerhitze sehr gut aushalten. In Olympia angekommen, haben wir, ob der vielen Touristen, erst mal ein wenig geschluckt. Zum Glück ist das Gelände jedoch so groß, dass sich die vielen Busladungen sehr gut verlaufen. Wie wir später erfahren haben, kamen die meisten Busladungen von einem Kreuzfahrtschiff aus dem nahegelegenen Hafen von Katokolo. Da die Besuchszeit der Kreuzfahrer recht kurz getaktet war, waren wir am Ende des Tages fast allein. Auf jeden Fall waren wir sehr begeistert. Die Anlage und auch das Museum sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

About 8 weeks ago we accidently passed Olympia without stopping and now we really wanted to see the historic Olympic site. We drove through the highlands of Peloponnese – on very small roads through romantic tiny towns and found great spots to spend the night. After several stages, we arrived in Olympia. First we were a little shocked, because there were soooooo many tourist. But the terrain is huge and so it is not crowded at all. And it seems most (cruise) tourists do not have a lot of time, so they rush through the site taking pics of everything. In the end of the day we were almost alone. We enjoyed Olympia a lot.

Nach Olympia haben wir eine Nacht im nahegelegenen Hafen von Katokolo verbracht – dort hatte dann auch das riesige Kreuzfahrtschiff mit gefühlt eine Millionen Menschen an Bord angelegt. Wahnsinn aber auch interessant.

The night we spent in the harbor of Katokolo. Our neighbor was a giant cruise ship with about 1 million people on board. Crazy but also interesting.

Am nächsten Tag sind wir nach Killini ganz im Westen von Peleponnes. Dort wollen wir uns eigentlich nur nach einer Fähre nach Kefalonia erkunden – 2 Minuten später sind wir aber schon auf der Fähre und fahren nach Poros auf Kefalonia. Sehr lustig, Fähre fahren ist wie zuhause Bus fahren. Schon von weitem sehen wir, dass auch diese Insel wunderschön, nicht sehr zugebaut und auch ziemlich hügelig ist.

The next day we went to Killini, way in the west of Peloponnese. We just wanted to get some information about the ferrys to Kefalonia – 2 minutes later we were on a ferry on our way to Kefalonia. Very funny, going with a ferry here in Greece is like driving with a bus back home.

Nach unserer Ankunft in Poros auf Kefalonia fahren wir noch 17 km in den Süden, nach Katokatelios. Dort treffen wir unsere Freunde Karin und Heinz mit ihrem wunderschönen Kurzhauber. Als wir Ewald ausgebaut haben, war der „Dicke“ von Heinz und Karin unser Vorbild und Motivationshilfe. Wir essen, trinken, laufen und quatschen gemeinsam und haben eine schöne Zeit. Außerdem bekommen wir die bisherigen fantastischen Entdeckungen (Alteisen) der beiden gezeigt.

After arriving in Poros on Kefalonia we drive 17 kilometers to the south end of the island. In Katokatelios we meet our friends Karin and Heinz. We eat, drink, walk and talk together and we are having a great time together.

Auch ein Arbeitstag für diverse Wartungsarbeiten wird eingelegt. Wir nehmen uns ein Beispiel an den immer fleißigen Ameisen.

We also had a working day for maintenance work together. We take an example of the diligent ants – they always work.

Natürlich müssen wir auch den höchsten Berg von Kefalonia, den Enos, besteigen. Da die Zufahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung wegen der Enge mit Ewald nicht zu machen ist, mieten wir uns ein kleines Auto und fahren damit in das winzige Örtchen Arginia. Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass es eine 5-6 Stunden Wanderung mit 1.150 Höhenmeter ist. Kein Problem haben wir uns gedacht – bis wir auf dem Weg festgestellt haben, dass sich die 5-6 Stunden nur auf den Hinweg bezogen haben. Die sind lustig – puh – wir sind dann nur auf den sowieso schöneren Vorgipfel (nur 20 m niedriger) und wieder zurück. So waren wir 8 Stunden zu Fuß unterwegs, mit An- und Abfahrt insgesamt 9 Stunden. Manchmal sollte man den Angaben im Reiseführer doch genauer lesen. Die Wanderung war jedenfalls laaaaaaaaaang und recht hart, aber die Aussichten waren jeden Tropfen Schweiß wert. Hinterher sind wir schon ganz schön stolz auf uns.

Of course we also have to hike the highest mountain of the island Kefalonia, the Enos. Because the starting point is really hard to reach with Ewald, we rent a little car and drive to the little village Arginia. In our travel guide we read, that the hike is supposed to be about 5-6 hours long with 1150 meter height difference. We thought no problem – but then we discovered they only ment one way. Very funny – phew – we “only” went then to the (even nicer) pre-summit (only 20 meters lower) and back again. The hike was looooooong but it also was fantastic. We loved the sceneries.

Nach 5 Nächten in Katokatelios haben wir uns verabschiedet und sind in die Inselhauptstadt Argostoli gefahren. Wir haben direkt neben der (Klein-) Stadt einen Stellplatz in einem Pinienwäldchen gefunden. Der war wunderschön aber abends kam eine Invasion an Moskitos … das waren wir nach den vielen Nächten am Strand gar nicht mehr gewöhnt und wir wollen uns auch nicht daran gewöhnen. Argostoli hat uns sehr gut gefallen – besonders die große Kolonie an unechten Karettschildkröten in der Bucht und auch die Umgebung. Gesehen haben wir auch die „Meersalzmühle“, hier fließt Meerwasser auf die Insel, verschwindet unterirdisch, um dann auf der anderen Seite der Insel bei Sami wieder ins Meer zu fließen. Irre.

After 5 nights in Katokatelios we said Goodbye and drove to the capital Argostoli. We found a great place for Ewald in the pine forest right next to the town. It was wonderful until the mosquito invasion came. Since we stand mostly direct on beaches we are not used to mosquitos any more – and we do not want to get used to them. We really like Argostoli, especially the huge colony of turtles in the bay.

Nach Argostoli haben wir noch mal Karin und Heinz in der wunderschönen Myrthos Bucht „heimgesucht“. Mittlerweile gehen wir jeden Tag im Meer baden. Das Wasser ist noch recht frisch aber sooooo einladend, dass wir nicht wiederstehen können. In der zweiten Nacht stürmt es ordentlich und es gibt auch ein paar Tropfen Regen, am nächsten Morgen ist es aber wieder schön.

After a couple of days we met Karin and Heinz again at the fantastic Myrthos bay. By now we bath every day in the ocean. The water still is a little cold but it is sooooo inviting. In the second night it gets very windy and it even rains a tiny little bit. But the next morning the sun is shining again.

Wieder verabschieden wir uns und fahren eine Bucht weiter in das (wir wissen wir wiederholen uns) wunderschöne Assos. Es soll uns verziehen werden, dass wir uns den Superlativen verlieren … aber wir haben uns echt in Griechenland verliebt, es ist einfach so schön hier, dass wir fast gar nicht mehr fort wollen. Das einzig schlechte ist – wir merken so langsam, dass die Saison losgeht und immer mehr Touristen kommen. Das ist für uns in der Regel ein Grund, selbst wieder gen Norden zu fahren.

We keep on going, our next destination is the next bay around the corner. The little town of Assos is located at a tiny peninsula. Again it is wonderful … we know it is almost boring, but we can´t change it anymore, we are in love with Greece. The only thing, we are starting to feel, it´s getting a little more crowded, the season is beginning. That is a reason for us to head north.

Von Assos aus fahren wir noch mal 20 km bis nach Fiscardo. Was sollen wir sagen: auch schon wieder zauberhaft (Entschuldigung). Wir stellen uns in der Bucht gegenüber des Örtchens und genießen die Aussichten auf den mit Segelbooten bespickten Hafen. Hier in der kleinen Bucht kommen und gehen eine Menge Segler, die hier direkt vor Anker gehen können.

From Assos we drive another 20 kilometers to Fiscardo. Again a lovely village (sorry) with a very pretty harbor with a lot of sailboats. We find a place to stay just across the harbor and we enjoy the sights with all the arriving and leaving sailboats.

Von Fiscardo nehmen wir die Fähre nach Nydri auf der Insel Lefkada. Wir bewegen uns in Richtung Norden, werden in den nächsten Tagen noch mal auf das Festland in Richtung Osten abbiegen, um uns ein paar Schluchten und die schwebenden Klöster von Meteora anzuschauen.

From Fiscardo we take the ferry to Nydri on the island Lefkada. We are moving north, but in the next couple of days we will turn to the east to visit some gorges and the “floating” monasteries of Meteora.