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Normalerweise kümmern wir uns, wenn wir mal zuhause sind, sehr gerne um Haus, Hof und Garten … dies war uns aber, aufgrund unseres sehr anspruchsvollen Ewalds, diesmal nur eingeschränkt möglich. Wie schon in der Überschrift erwähnt … er (Ewald) hatte uns in den letzten Wochen fest im Griff. Aber letztendlich wird er ja auch ganz schön beansprucht und somit profitieren wir von einem sehr gut gewarteten, optimierten und reparierten Ewald 🙂 Nachdem wir bereits im Sommer nach Griechenland den obligatorischen Ölwechsel durchgeführt hatten, standen nun einige Reparaturarbeiten an, die schon länger auf unserer todo-Liste. Wir (also natürlich Karsten mit mir als Hilfsarbeiter) haben die folgenden Arbeiten durchgeführt…

  • den Luftpresser Zylinder und Kolben getauscht (beim zweiten Versuch gar nicht mehr so schwer)
  • den Kurbelwellen-Simmering vorne getauscht
  • das Ventilspiel eingestellt (spannend)
  • den Hauptstromfilter getauscht
  • sämtliche Keilriemen gewechselt
  • den Ölabscheider erneuert
  • die Bremsnockenwelle neu abgedichtet – und eingestellt (gar nicht so einfach – Karsten musste für den Bremsenprüfstand mehrfach justieren)
  • diverse Roststellen bearbeitet, so haben die Kühlermaske ausgebaut, schweißen lassen und selbst gespachtelt und lackiert. Insgesamt haben wir auch wieder einiges an Owatrolöl und Rostex verwendet 😉
  • den Dachträger umgebaut/stabilisiert
  • das Lufthorn montiert (Sandie´s erfüllter Geburtstagswunsch – Yippie), jetzt klingt Ewald wie ein Hochseedampfer
  • in der Kabine haben wir einige Schränke mit zusätzlichen Böden versehen und unseren Durchgang „einbruchssicher“ für die vorgesehenen Verschiffungen gemacht
  • unsere Lithium-Ionen Batterie mit einer Begleitheizung versehen (ist doch recht kälteempfindlich)
  • das war’s erst mal … wahrscheinlich haben wir aber vergessen das ein oder andere zu erwähnen

Erwähnen müssen wir jedoch noch die PEST, wir haben uns doch tatsächlich auch noch die Dieselpest eingefangen. Brauch kein Mensch … also was tun. Wir haben dann mal eben noch den Tank ausgebaut, gereinigt und unseren Ewald mit Grotamar schockbehandelt. Klingt einfach, ist aber ganz schön viel und eklige Arbeit. Grotamar wird uns auf jeden Fall jetzt immer begleiten und als Additiv zur Vorbeugung eingesetzt werden. Ein Gutes hatte der ausgebaute Tank – so konnten wir auch problemlos den Tankgeber tauschen. Achso…wir sind natürlich auch froh, dass die Dieselpest uns in unserem Basislager und nicht unterwegs heimgesucht hat.

So jetzt mal genug von der Arbeit, natürlich waren wir auch wieder unterwegs. Ab Ende August waren wir circa drei Wochen unterwegs. Wir haben Freunde und Familie besucht, waren auf der Düsseldorfer Caravan Messe, waren auf einem Konzert, in einem Kletterpark und nicht zuletzt auch in Enkirch auf dem Willies Treffen.

Nach circa einer Woche in Enkirch an der Mosel sind wir zusammen mit der Steyr-Uschi und Steyr-Peter mit ihrem Steyr Herr Meyr und natürlich auch mit dem 14qm-Team Claudi und Andreas im Konvoi ca. 15 km und einige Höhenmeter durch wilde und sehr enge Serpentinen auf den Mont Royal oberhalb von Traben-Trarbach gefahren. Dort haben wir einen fantastischen Platz für unsere drei Dicken direkt am Flugplatz mit einer super Aussicht über das Moseltal gefunden. Wir haben uns leckere Mahlzeiten bereitet, sind wandern gegangen, haben romantische Sonnenuntergänge erlebt, waren im Kletterpark und hatten einfach richtig viel Spaß.

Nach ein paar Tagen hat sich unsere Gruppe dann tränenreich getrennt und wir sind weiter Nord-westlich nach Belgien an den Bütgenbacher See. Dort haben wir uns zunächst mal  einen großen Hauber angeschaut, der sich jedoch ein wenig als Blender mit undurchschaubarer Technik und Historie herausgestellt hat. (zum Glück, denkt sich da die Sandie 😉 ) Die Gegend war jedoch sehr schön wir konnten eine Wanderung um den See machen.

Auf dem Weg nach Holland sind wir in Belgien dann noch zufällig wieder mal an einem kleinen Paradies vorbeigekommen:

Nach einer weiteren Nacht in der Nähe von Eersel in der Niederlande sind wir noch zur Familie nach Gouda. Dort waren wir unter anderem im Maduradam, die Miniaturwelt ist sehr liebevoll gestaltet und hat in Sandie Kindheitserinnerungen hervorgerufen. Wir sind auf jeden Fall wieder verwöhnt worden und hatten eine schöne Zeit.

Auf unserem Weg nach Deutschland haben wir noch einen Stopp mit Übernachtung bei dem Nationalpark „Hoge Veluwe“ gemacht. Es ist immer wieder schön , mit den Rädern durch den ungewöhnlichen Park zu fahren … wir hatten immer wieder das Gefühl in der Serengeti zu sein, nur die entsprechenden Tiere fehlen natürlich.

Nach einem kurzen Boxernstopp zuhause, sind wir nach Hanau, um dort traditionell im Amphitheater mit Freunden das DTK (Dieter Thomas Kuhn) Konzert zu besuchen. Also, wir sind alles andere als Schlagerfans, ABER diese DTK Konzerte in der sehr speziellen Location „Amphitheater Hanau“ sind immer wieder ein buntes, emotionales und musikalisches Erlebnis. Nicht umsonst heißt es auch das Festival der Liebe 💗.

Ansonsten hat uns bisher das Wetter dieses Jahr und auch die letzten Wochen sehr verwöhnt und wir haben die heimatliche Umgebung auf Wanderungen, Läufen und Spaziergängen sehr genossen.

Jetzt, wo es auch ein wenig kühler wird, freuen wir uns schon darauf ab Mitte November wieder Richtung Süden unterwegs zu sein. Wir werden noch einmal ein paar Monate in Marokko verbringen und im März wieder zurück sein. DANN werden wir unsere große Reise auf den amerikanischen Kontinent vorbereiten. Die Passage ist übrigens schon für Anfang Juli 2019 gebucht …