Archiv der Kategorie: Übersetzen nach Marokko

Von Oliva (Spanien) bis Moulay Bousselham (Marokko)

06.02.2015

Ein neuer Kontinent…und endlich Sonne…aber jetzt muss ich doch erst mal wieder von vorne bzw. von Oliva aus anfangen:

Nach unserem tollen Strandlauf in Oliva haben wir auf dem „Überwinterer-Camp“ (viele Deutsche und Holländer) zum ersten Mal uns draußen gekocht. Es gab lecker Flammkuchen mit Munsterkäse :). Es wurde dann aber immer windiger und die Nacht war dann wegen dem Sturm ganz schön unruhig.

Am nächsten Tag sind wir dann, nach einer schönen sonnige Stadtbesichtigung, auf der Landstraße weiter nach Los Alcazares, um dort Horst und Hildegard zu treffen. Also, ich dachte ja schon, dass in Oliva viele WoMos stehen …. Aber da hatte ich noch nicht den Platz in Los Alcazares gesehen. Hunderte Wohnmobile aus aller Herren Länder (meistens aber schon aus Germany) mit zumeist etwas älteren (aber sehr fitten) Menschen. Auch schon wieder lustig. Das wilde Campen wird von der Stadt geduldet, denn somit sind wenigstens auch im Winter Touristen da, die die heimische Wirtschaft durch Einkäufe, Restaurantbesuche etc. etwas aufrecht erhalten. Ich könnte mir nicht vorstellen, da einige Wochen oder gar Monate zu stehen – aber wer weiß was in 30 Jahren ist…Wir hatten auf jeden Fall einen super schönen Abend mit Hildegard und Horst. Die zwei sehr erfahrenen Reisenden haben uns noch super Tipps für Marokko gegeben (die wir auch schon beherzigt haben).

Nach unserem Abschied von den Zweien sind wir am nächsten Tag weiter nach Granada. In der Sierra Navada hat es wieder angefangen zu regnen. Komisch war auch, dass überall die Winterdienstfahrzeuge schon in Lauerstellung waren. Wir sind dann aber noch ohne Schnee bis nach Beas de Granada gekommen und sind auf einen Campground mit Sicht auf die schneebedeckten Berge. Es wurde aber wieder mal immer kälter und der Regen immer stärker. Am nächsten Tag sind wir trotz des sch… Wetters nach Granada. Altstadtbesichtigung: ganz cool die alten Gemäuer, die super engen Gässchen und der arabisch-maurische Einfluss. Besichtigung der Alhambra: auch schön (Nette hau mich nicht aber das Wetter war einfach doof). Das Beste war die warme Tapasbar mit dem lecker Essen. Also, wir werden uns das Ganze irgendwann noch mal bei schönem Wetter ansehen.

In der nächsten Nacht hat es immer noch geregnet und dann in den Morgenstunden bei Minusgraden auch noch geschneit. Also so hatten wir ja nicht gewettet. Also sind wir für unsere Verhältnisse sehr früh los. Über Malaga und Marbella bis nach Los Barrios. Wetter wurde immer besser. Dort haben wir erst mal ein Ticket für die Fähre beim weltberühmten „Carlos“ gekauft. Dann noch mal ordentlich Lebensmittel gekauft (unter anderem auch Woschd für Ellen und Perry) und Ewald nach jetzt fast 2.700 km 1,5 Liter Öl gegönnt. Er läuft einfach fantastisch.

Am nächsten Morgen wurden wir tatsächlich schon um 6.45 Uhr vom Wecker geweckt, um die Fähre zu erwischen. War dann schon ein lustiges Gefühl so von Algeciras nach Tanger zwischen 2 Kontinenten entlang zu schippern. Wir hatten echt Glück … nur 61 Personen an Bord, davon 20 Passagiere und 41 Crewmitglieder. Die Passkontrolle und der Zoll waren dann auch relativ (für marokkanische Verhältnisse) schnell erledigt. Es hat dann auch direkt ganz gut geklappt uns in Tanger eine neue SIM-Karte zu kaufen – auch wenn wir sie erst mit der Hilfe von Chris (HildeEvo) zum Laufen bekommen haben.

Jetzt stehen wir in Moulay Bousselham und haben schon echt nette Begegnungen gehabt. Das könnt ihr am Besten bei unseren „Begegnungen“ sehen. Wir werden hier auf jeden Fall noch eine zweite Nacht bleiben und erst mal auf diesem Kontinent „ankommen“. Die Eindrücke sind schon vielfältig und die Kultur teilweise sehr fremd. Ich muss mir beispielsweise angewöhnen, vor allen die Männer nicht anzuschauen oder gar anzulächen (das kommt gar nicht gut). Auch fällt der immens große Unterschied zwischen Arm und Reich auf – da fährst du auf der Landstraße und wirst von einem Porsche überholt und neben der Straße steht ein zerlumpter Hirte mit seinen paar Ziegen und einem Esel. Krass … und Müll – einfach überall.

Doch schon jetzt können wir sagen, dass Ewald auch hier in Marokko ein echter „Heartopener“ ist. Das macht das Reisen einfach sehr angenehm …

Bald schon treffen wir uns mit Ellen und Perry …. Und dann gibt es auch bald den nächsten Bericht.

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