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In der Tighmert Oase haben wir dann tatsächlich einen echten hard core Wäschetag gemacht … wir haben wirklich fast alles gewaschen, sprich wir hatten so ca. 10 – 12 Waschladungen (mit unserer kleinen Reise-Waschmaschine). Das gute ist hier, bei der geringen Luftfeuchtigkeit kombiniert mit der Sonne, dass die Sachen super schnell trocknen.

We stayed in the oasis of Tighmert 2 nights and we really had a lot of laundry, we washed all of our stuff all day long … but with the very low humidity in combination with the sun it was no problem to dry everything.

Auf „unserem Campingplatz“ stehen auch noch Doreen und Sven mit ihrem „Kasteninblau.de“, Doreen ist eine begeisterte Köchin und Bäckerin und hat neben ihrem Food Block auch das Buch „Essen auf Rädern“ geschrieben. Nach dem wir dann soviel gearbeitet haben, hat uns Doreen einen riesigen Berg Waffeln gebacken – wie cool ist das denn – da sitzt du mitten in Marokko und bekommst Waffeln wie von Oma. Und auch noch mit Sprühsahne, LECKER! An dieser Stelle noch mal vielen Dank liebe Doreen.

On “our campground” we met another couple, Doreen and Sven. They live in their camper called “Kasteninblau” since a couple of years. Doreen is a great cook and baker and in the afternoon she made a huge pile of waffles for all of us. How special! It tasted like the waffles Oma used to make. Wonderful.

Am 09.02. sind wir dann, bei leider etwas schlechter werdendem Wetter mit Wolken und Wind, weiter über Guelmim und TanTan, bis zum Oued Draa (Draa Mündung) an der Atlantikküste. Hier haben wir dann auch unsere Schweden, Mathilda, Frederik und Leo mit ihrem Mercedes 1017 getroffen. Der Platz ist normalerweise bestimmt ganz schön aber leider wird es immer windiger und ungemütlicher. Anja und Peter war es dann auch wirklich zu schlechtes Wetter, so dass wir uns dann leider nach sehr schönen gemeinsamen Wochen, am nächsten Morgen voneinander (tränenreich) verabschiedet haben.

On February 2nd we drove through Guelmim and TanTan to the Oued Draa, located right on the coast. Here we met our Swedish friends, Mathilda, Frederik and Leo with their Mercedes truck. The place for the night seems to be quite nice, but unluckily the weather is getting a bit worse … cloudy and a lot of wind. Anja and Peter do not like this weather and they decide going east again and so it is time to say goodbye … we had a great time together ….

Jetzt geht der laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange Weg auf der berühmt-berüchtigten N1 Richtung Süden. Die N1 ist zwar streckenweise gut ausgebaut, im Vergleich zu deutschen Straßen aber eher eine schlechte Landstraße, auf der zwei LKW nur knapp aneinander vorbei kommen. Uns kamen immer wieder Polizei Kolonnen mit schwachsinnigen Geschwindigkeiten entgegen, so dass wir immer wieder komplett neben die Fahrbahn mussten. An für sich kein Problem, bis dann neben uns einer anhalten musste und dann 2 folgende Fahrzeuge direkt neben uns ungebremst in den PKW neben uns eingeschlagen sind … SCHOCK … wir waren auch durch die Wucht und die Lautstärke überzeugt, dass es auch Ewald erwischt hat. Aber wir hatten wieder mal unglaubliches GLÜCK, Ewald wurde an der Kabine nur ganz leicht gestreift und hat nur ein paar kleine Lackspuren vom gegnerischen Fahrzeug abbekommen. Wir haben die chaotische Unfallstelle dann auch einfach und unauffällig verlassen, da wir uns auf gar keinen Fall mit der Polizei hier anlegen wollen. Kurz danach waren wir in Sidi Akfinir, dort erst mal zur Beruhigung Tee getrunken, eingekauft und für ca. 40 Ct pro Liter getankt.

Now we started the looooooooooooooong way on the well-known N1 towards south. We had a lot of police caravans coming towards us. They were driving ridiculous and very fast, so we had to leave the street occasionally. So far no problem but then one car stopped right next to us and the two following cars crashed into him, we were shocked, we thought they also hit us. But again we were very lucky, Ewald just has two little scratches on the side of his cabin. So we left there very fast, because we did not wanted to discuss with the moroccon police. Shortly after the accident we reached Sidi Akfinir, where we had some tee to calm down and got diesel for about 40Ct per Liter.

Wir sind dann noch ca. 30 km weiter gefahren und haben bei „Lac Naila“ direkt an der Steilküste einen schönen Übernachtungsplatz gefunden. Hier waren auch ein paar andere Camper aber wir haben uns ein wenig abseits gestellt. In unmittelbarer Nähe sind sehr viele Sanddünen, die wir natürlich direkt erkundet haben … endlich wieder barfuß im Sand, das ist schön. Nur das Wetter ist noch immer nicht ganz so schön, wir haben sogar 5-7 Tropfen Regen gehabt und der Wind wird immer stärker. Am nächsten Tag haben wir vormittags einen patrouillierenden Seeadler beobachtet – cool. Nachmittags sind wir dann weiter nach Tarfaya, dort wollten wir bei einem Schiffswrack übernachten. Das Armas-Wrack war in 2008 eine Fähre zwischen Tarfaya und den Canaren, welche dann aber schon nach wenigen Monaten gekentert ist … komisch, oder? Na auf jeden Fall, hatten wir es uns gerade gemütlich gemacht und wollten einen „sundowner“ Wein trinken, als 2 Soldaten kamen und uns sehr höflich erklärten, dass wir da leider nicht über Nacht stehen dürften. Wir sind dann also recht schnell an der kleinen Küstenstraße noch 40 km Richtung Sonnenuntergang und haben dann hinter einer Düne einen wirklich zauberhaften Übernachtungsplatz gefunden.

GPS: N 27° 37´30“ und W 13° 10´57“

Hier war es endlich wieder mal recht windstill und wir haben unter einem endlosen Sternenhimmel unseren schwedischen Glögg (Glühwein) genossen. Sehr romatisch.

After another 30 kilometers we arrived at „Lac Naila“, where we wanted to spend the night. A lot of sand dunes are there and we had fun going bare feet in the sand again after quite a long time. Unfortunately the weather still is not very good, we even had about 5-7 drops of rain and the wind is getting stronger and stronger. But still of course, it is much better than in most of Europe. The next morning, we were lucky to watch a see-eagle. Then we went to Tarfaya, where we wanted to stay the night close to a wreck. The “Armas-wreck” was a ferry in 2008 between Tarfaya and the Canary Islands, which sunk after a couple of months right outside of Tarfaya … funny, isn´t it? So we just wanted to drink a “sundowner”, when two soldiers told us in a very friendly way, we could not stay there for the night. So we went 40 kilometers south and found a fantastic place behind a dune for the night. No wind, the sky full of stars, and some Swedish Glögg – very romantic.

Am nächsten Tag, haben wir uns dann glatt beim Verlassen unseres Schlafplatzes festgefahren – lustig – da konnten wir endlich mal wieder Sand schaufeln. Schöner Frühsport, wenn nur der Wind nicht immer wäre …

Immer weiter südlich auf der N1, mittlerweile ist immer weniger Verkehr und wir finden die Straße gar nicht so schlimm, so lange sie so leer ist. Alle 500 Meter sehen wir einen Militärposten, wir fragen uns, vor wem die so viel Angst haben. Wir wurden bisher aber nicht mehr verjagt, im Gegenteil, wenn wir Soldaten treffen an unseren Übernachtungsplätzen, sagen sie, dass sie auf uns aufpassen würden. Wir haben auch das Gefühl, dass die teilweise wahrscheinlich recht einsamen Soldaten, mal froh sind, sich mit jemanden zu unterhalten. Einer der Soldaten erzählte uns, dass seine Schicht drei Monate dauert, 12 Stunden jeden Tag. Und das in einem einsamen Zelt nicht einmal vor dem Wind geschützt. Danach hat er 20 Tage frei.

Apropos einsam, die West Sahara ist schön und sehr einsam, hier gibt es auch immer mal wieder Geisterorte. Es grüßt zwar immer am Eingang der König aber dann ist niemand mehr zu sehen. Angeblich wurden einige Orte von der Regierung errichtet, um zu zeigen, dass hier viele Marokkaner leben. Wem wollen sie in dieser schönen aber sehr unwirtlichen Gegend was vormachen und warum?

The next day, driving back to the N1, we got stuck in the sand for the first time on this travel. Funny … so we had to dig sand … good sport in the morning, if just the wind would get less.

Kept on driving south on the N1, not much traffic anymore and the road is not as bad as people say. Every 500 meters we see a military post. But since Tarfaya we were lucky. The soldiers do not send us away anymore, no they even tell us, that they will guard us and take care. Isn´t that special? We sometimes have the feeling, the soldier’s maybe a little lonesome and they are happy to talk to someone.

In Boujdour sind wir dann mal wieder auf einen Campground gefahren. Das hätten wir uns aber auch sparen können, da dieser irgendwie mitten in der Müllhalde der Stadt lag. Aber die Dusche war OK und am nächsten Tag haben wir im Ort lecker Pfannkuchen gefrühstückt. Am Valentinstag sind wir dann weiter und unglaublich aber wahr: die Wüste lebt! Nachdem es ja vor ein paar Tagen ein ganz bisschen geregnet hat, sprießen nun überall die Blümchen und andere Pflanzen. Und das pünktlich zum Valentinstag. Auch schon wieder lustig. Wir sind jetzt gar nicht mehr so weit von Dakhla entfernt, vielleicht noch 170 km. Aber da für die nächsten Tage maximaler Wind (58 km/h) angesagt ist, haben wir uns ein einigermaßen geschütztes Plätzchen in den Canyons gesucht, um hier 2 Nächte zu verbringen. Geschützt ist natürlich dehnbar … ich denke wir sind (oder vielmehr Ewald ist) Wind von bestimmt 50 km/h und Böen von 75 km/h ausgesetzt. Wein und Essen ist noch genügend da, es kann nichts passieren.

GPS: N 24° 49´1“ und W 14° 50´53“

Grundsätzlich ein toller einsamer Platz, der nur mit Allrad erreichbar ist. Hier möchten wir noch mal bei weniger Wind ein paar Tage stehen. Leider mussten wir eine weitere kleine Blessur an Ewald feststellen: Das linke Scheinwerferglas ist bei einer der sauengen LKW-Vorbeifahrten auf der N1 durch einen Steinschlag geborsten … aber wir haben ihn ordentlich mit Panzerband getapt und das hält hoffentlich. Vielleicht heilt es ja auch wieder.

In Boujdour we went for one night to a campground. But it was not really worth it, because it is somehow located in the middle of a dump side. But the shower was OK and next day we had very good pancakes in a nice place in town. Valentin day we kept on going and believe it or not: The desert is alive! Remember, a couple of days ago it rained a bit and now everywhere we see little flowers and other plants growing … and this happened on Valentin day. Funny. Now we are about 170 kilometers north of Dakhla. Since the wind was very very strong (about 14 Meter per second) we decided to stay in a little bit “windsafe” place between some canyons in the middle of nowhere for two nights. It´s not really “windsafe”, but we have enough food and wine … so what should happen …

Nach 2 wirklich ziemlich wilden Tagen im Wind und Sand, wobei wir einen Nachmittag und Abend mit recht viel Wein, Schnaps und Likör verbunden mit guter Musik die Laune stark gehoben haben, sind wir am 16. Februar weiter bis nach Dakhla gefahren. Einen ganz guten Eindruck vom Wind und Sand bekommt man in unserem letzten Film … und wir müssen sagen, die Realität ist noch krasser, so krass, dass wir uns manchmal gefragt haben: Was machen wir hier eigentlich?

We had two really wild days with all the wind and sand. One afternoon, we started to have red wine, Schnaps and liquor and we listened to good music, and all of that was good for our mood. On February 16th we kept on going to Dakhla. If you watch our latest video, you can imagine how much wind and sand we had, but we must say, the reality was even worse. Sometimes we asked ourselves: What are we doing here?

In Dakhla haben wir uns dann an dem berühmten Kilometer 25 hingestellt, das heißt 25 km vor Dakhla, direkt an der wunderschönen Lagune. Dakhla liegt an einer ca. 40 km langen Landzunge, welche eine wellengeschützte Lagune bildet. Der Wind weht sehr heftig, aber es gibt kaum Wellen, also beste Bedingungen für Surfer und Kite-Surfer. Es ist schlicht ein Kiter-Paradies und mit uns stehen noch ca. 50 andere Wohnmobile hier, von denen aber nur die Hälfte echte Kiter sind. Die andere Hälfte besteht aus französischen und italienischen Überwinterern, die auch in Kiter-Kreisen, wegen ihrer Wohnmobile, „Plastic fantastic“ genannt werden. Hier werden wir wirklich für die letzten Tage entschädigt. Jetzt sind wir schon ein paar Tage hier und freuen uns, dass der Wind immer mehr nachgelassen hat. So können wir es uns auch draußen wieder richtig gut gehen lassen. Dakhla ist wirklich eine sehr schöne, recht offene Stadt und wir waren dort, um uns mit Lebensmitteln einzudecken, frischen Fisch zu kaufen und leckere Fruchtshakes zu trinken. Die Tage werden wir noch mal nach Dakhla reinfahren und in 2-3 Tagen vermutlich Richtung Mauretanien unterwegs sein. Von hier aus sind es nur noch ca. 350 km bis zur Grenze und wir denken, dass uns dort wieder eine völlig andere Welt erwarten wird. Wahrscheinlich werden wir uns dann so ungefähr 4-5 Wochen nicht melden, da wir noch nicht wissen, wie da unten die Internetsituation ist. Wir melden uns dann Ende März/Anfang April wieder aus Marokko – vermutlich wieder hier aus der wunderschönen Lagune.

Here in Dakhla we are standing at the well-known kilometer-point 25, right next to the awesome lagoon. It´s a kiter paradise and there are about another 50 Mobil homes here. Now we are here already a couple of days and we are very happy the wind got less and less. That means we can also be outside of Ewald again and we are really enjoying it. Dakhla is a quite nice city and we were there to shop grocery and fresh fish in the souks. Maybe we will go to Dakhla tomorrow again and then in 2 or 3 days we will take off to Mauritania. It´s only about another 350 km to the boarder and we think, we can expect a totally different world down there. We probably will not be able to send an internet update for the next 4 – 5 weeks. We are not sure about the internet in Mauritania. You will hear from us again end of March or beginning of April from Morocco – we think maybe even from here again, next to this wonderful lagoon.