Drei Länder in einem Monat – das hatten wir auch schon lange nicht mehr. Wir verabschieden uns aus Mexiko, freuen uns zurück in Guatemala zu sein und die ersten Tage in El Salvador sind mehr als vielversprechend. Einer der absoluten Höhepunkte war wohl die Wanderung auf den Acatenango, um dem äusserst aktiven Fuego näher zu kommen. Aber auch die weniger spektakulären Dinge, wie heiße Quellen, wunderschöne Fincas und zahlreiche andere Vulkane waren wunderbar zu erkunden und zu verweilen.
Three countries in one month – we haven’t done that in ages! We said goodbye to Mexico, were happy to be back in Guatemala, and the first few days in El Salvador are more than promising. One of the absolute highlights was definitely the hike up Acatenango to get closer look to the extremely active volcano Fuego. But the less spectacular things, like hot springs, beautiful fincas, and numerous other volcanoes, were also wonderful to explore and enjoy.
Die Tage in Cristobal Colon tun uns einfach nur gut. Das Wetter ist perfekt und die Gegend einfach nur zauberhaft. Alles ist grün und von vielen kleinen Wasserwegen durchzogen. Die Bäche, Flüsse und Seen sind unglaublich klar, genau wie das Wasser in den Cenoten. Der Weg hierhin war zunächst gut, im Park selbst wird es dann aber ziemlich lustig. Wir erkunden die Gegend etwas zu Fuß und entdecken jenseits einer Brücke einen wundervollen Grasplatz. Wir sprechen mit einer Dame und sie meint wir könnten locker mit Ewald rüberfahren – doch kurz bevor wir tatsächlich fahren werden wir von einem hektisch winkenden Mann aufgehalten … er hat aufgrund des zarten Gewichtes von Ewald doch große Bedenken. Also suchen wir weiter und finden noch eine Brücke, die zu einem noch schöneren Platz führt. Hier dürfen wir rüber aber es ist nervenaufreibend, denn es sind links und rechts nur ein paar Millimeter Platz. IRRE – aber wir schaffen es. Wir springen dann erst mal in den glasklaren Fluß, um unsere erhitzten Körper und Gemüter etwas abzukühlen. Wir bleiben drei Tage und genießen die Ruhe und auf dem Weg raus stellen wir fest, daß es noch einen viel leichteren Weg durch den Fluß gibt. Viel besser.
The days in Cristobal Colon are doing us a world of good. The weather is perfect and the area is simply magical. Everything is green and crisscrossed by countless little waterways. The streams, rivers, and lakes are incredibly clear, just like the water in the cenotes. The journey here was initially fine, but things get quite interesting once we’re in the park itself. We explore the area a bit on foot and discover a wonderful grassy clearing beyond a bridge. We chat with a woman, and she says we could easily drive Ewald across – but just before we actually drive on the bridge, we’re stopped by a frantically waving man… he has serious doubts because of Ewald’s weight. So we keep searching and find another bridge leading to an even more beautiful spot. We’re allowed to cross here, but it’s nerve-wracking because there are only a few millimeters of space on either side. CRAZY – but we manage it. We then jump into the crystal-clear river to cool down our overheated bodies and minds. We stay for three days, enjoying the peace and quiet, and on our way out, we discover a different way right through the river. Much better.
















Leider stellt Kasi aber ein paar Verluste fest. So haben wir unseren Unterlegkeil, der uns seit Beginn an begleitet, verloren. Wir haben noch das Rappeln gehört, haben aber gedacht, dass das von einem anderen vorbeifahrenden Lastwagen kommt. Und wir haben ein Teil unserer rechten Feststellbremse verloren. Das wiegt doch ein wenig schwerer – doch erstaunlicherweise ist das System redundant aufgebaut und die Feststellbremse funktioniert noch beidseitig. Kasi hat schon einen passenden Zylinder in Deutschland gefunden und den bringen wir das nächste mal dann mit, wenn wir hier nicht zufällig einen gleichen Bremszylinder finden. Bis dahin behelfen wir uns mit Steinen und Holzbrettern zur zusätzlichen Sicherung. Alles wird gut.
Unfortunately, Kasi notices a few losses on Ewald. We lost our wheel chock, which had been with us since the beginning. We heard the rattling, but thought it was from another passing truck. And we lost part of our right-hand parking brake. That’s a bit of a blow—but surprisingly, the system is redundant, and the parking brake still works on both sides. Kasi has already found a suitable break cylinder in Germany, and we’ll bring it along next time, unless we happen to find an identical brake cylinder here. Until then, we’ll work with stones and wooden planks when we park for extra security. Everything will be alright.

Jetzt heißt es für längere Zeit von Mexiko Abschied zu nehmen. Das fällt uns ganz schön schwer und die super lieben Menschen an der Grenze machen es uns nicht wirklich leichter. Wir melden uns ab und geben das TIP für Ewald zurück, wobei der Zöllner uns zweimal fragt, ob wir uns ganz sicher sind, dass wir nicht schon demnächst wieder kommen. Es wird ein paar Jahre dauern, aber wir sind uns sicher, eines Tages kommen wir zurück. Die Einreise nach Guatemala verläuft ebenso schnell und geschmeidig. Wir fahren bei La Mesilla über die kleine Grenze und müssen mit Ewald durch den Wochenmarkt manövrieren – das stellt aber, wie immer, mit den entspannten Menschen, die einfach ein paar Marktstände verschieben und die Sonnenschirme zusammenklappen, kein Problem dar. Insgesamt hat die Aus- und Einreise keine Stunde gedauert und hat sogar Spaß gemacht.
Now it’s time to say goodbye to Mexico for a while. That’s really hard for us, and the incredibly kind people at the border aren’t making it any easier. We check out and return the TIP for Ewald, with the customs officer asking us twice if we’re absolutely sure we won’t be back soon. It will be a few years, but we’re certain we’ll return someday. Entering Guatemala is just as quick and smooth. We cross the small border at La Mesilla and have to navigate Ewald through the weekly market – but, as always, this isn’t a problem with the relaxed locals who simply move a few stalls and fold up their parasols. The whole process took less than an hour and was actually quite enjoyable.



Wir fahren auf der brandneuen Straße, ganz ohne Schlaglöcher und Topes, noch etwa 80 km weiter ins Landesinnere und stellen uns dann zum Übernachten an ein Schwimmbad. Zum Schwimmen ist es aber nicht sehr einladend. Wir marschieren am Abend und am nächsten Morgen mal links und mal rechts die super steilen Wege hoch. Willkommen in Guatemala – die Wege sind so steil, dass wir diese unmöglich joggen könnten. Hier abseits der Hauptstraße sehen wir ganz ursprüngliche kleine Kaffeefarmen und die Menschen sind zurückhaltend, scheu aber sehr freundlich zu uns. Wir werden jedoch auch teilweise wie ausserirdische beäugt. Wir glauben, dass hier kaum je „Weißbrote“ herkommen. Einfach großartig und unverfälscht.
We drive another 50 miles inland on the brand-new road, completely free of potholes and speed bumps, and then park for the night by a swimming pool. It’s not very inviting for swimming, though. That evening and the next morning, we hike up the incredibly steep paths, ones to the left and once to the right. Welcome to Guatemala – the paths are so steep that jogging on them is out of the question. Here, off the main road, we see very traditional little coffee farms, and the people are reserved, shy, but very friendly. However, we are also sometimes looked at as if we were aliens. We believe that hardly any „white breads“ ever come here. Simply magnificent and authentic.












Weiter geht es auf der noch länger sehr guten Straße CA-1 Richtung Huehuetenango. Leider müssen wir auch durch diese molochartige Stadt. Die Straßen werden eng und enger sowie steil und steiler. Wir sind sehr froh, in der kleinen Stadt Chiantla anzukommen, obwohl die Durchfahrt durch diese Stadt auch recht anstrengend ist. Für die letzten 10 Kilometer haben wir 2 Stunden gebraucht. Doch hier finden wir eine ganz zauberhafte Oase inmitten des ganzen Trubels. Wir sind nun wieder auf einer Höhe von 2.000 m angekommen und akklimatisieren uns in den nächsten Tagen.
We continue along the still excellent CA-1 road towards Huehuetenango. Unfortunately, we also have to drive through this sprawling city. The streets become narrower and narrower, and steeper and steeper. We are very glad to arrive in the small town of Chiantla, even though driving through it was quite strenuous. The last 6 miles take us two hours. But here we find a truly enchanting oasis amidst all the hustle and bustle. We’ve now reached an altitude of 6,600 feet again and will acclimatize over the next few days.



















Wir erfahren, dass gerade ein großes Fest zu Ehren der „Virgen de Candelaria“ (Jungfrau der Lichtmess) stattfindet. Herrlich! Es ist ordentlich was los und wir stürzen uns in die Massen. Wir erleben etwa 40-50 „Jungfrauen“, die zu Brother Lui Lui Lui tanzen. Dieter Bohlen is everywhere! Die Prozession, in Verbindung mit dem lebenden Feuerwerk, ist ein Spektakel und die Stimmung ist einfach ganz besonders. Es wird einfach gerne gefeiert – überall lächelnde Gesichter. Wir erkunden noch ein Mirador, doch die Wanderung war vermutlich eine unserer hässlichsten ever, denn wir müssen durch sehr viele Müllberge gehen. Doch der Oreo Shake am Mirador entschädigt für einiges. Ansonsten sind wir viel auf dem Markt unterwegs und genießen den Luxus von heißen langen Duschen auf dem kleinen Camp.
We hear about a large festival in honor of the „Virgen de Candelaria“ (Virgin of Candlemas) is taking place. Wonderful! It is quite lively, and we plunge into the crowds. We see about 40-50 „virgins“ dancing to „Brother Lui Lui Lui.“ Dieter Bohlen is everywhere! The procession, combined with the live fireworks, is a spectacle, and the atmosphere is simply extraordinary. People love to celebrate – smiling faces everywhere. We explore another viewpoint, but the hike was probably one of our ugliest ever, as we have to wade through piles of trash. However, the Oreo shake at the viewpoint more than made up for it. Otherwise, we spend a lot of time at the market and enjoy the luxury of long, hot showers at the small campsite.


















Mittlerweile sind wir (in unseren Augen) wahre Meisterbäcker. Wir backen nun schon unser fünftes Sauerteigbrot – diesmal mit Walnüssen – und sind erstaunt wie gut es uns gelingt. Oscarchen scheint sich gut bei uns eingelebt zu haben.
By now, we’ve become (in our own eyes) true master bakers. We’ve already baked our fifth sourdough loaf – this time with walnuts – and are amazed at how well it’s turning out. Oscarchen seems to have settled in nicely.
Unsere nächste Etappe führt uns in die Cuchumatanes, eine Hochebene auf ca. 3.500 m Höhe. Die Cuchumatanes sind die höchsten Berge nicht vulkanischen Ursprungs in Guatemala. Da wir nicht direkt von 2.000 m auf 3.500 m fahren wollen, bleiben wir die nächste Nacht erst mal bei einem Mirador auf 3.100 m. Die 1.100 Höhenmeter muss Ewald auf 10 Kilometer Wegstrecke bewältigen. Langsam und beständig lässt er sich jedoch nie beirren und wir sind entspannt. Wir stehen mit Ewald direkt am Aussichtsplatz „Dieguez Olaverri“ und keiner stört sich an uns. Wir führen nette Gespräche und erkunden noch ein wenig die Gegend.
Our next leg of the journey takes us to the Cuchumatanes, a high plateau at about 11,500 feet. The Cuchumatanes are the highest non-volcanic mountains in Guatemala. Since we didn’t want to drive directly from 6.600 feet to 11,500 feet, we spent the next night at a viewpoint at 10,200 feet. Ewald had to climb the 3,600 feet over a distance of 6 miles. Slowly but steadily and we are relaxed. We park right at the „Dieguez Olaverri“ viewpoint. We have pleasant conversations and explore the area a bit more.


















Nach einer erholsamen ruhigen Nacht und einer kleinen Gipfelerstürmung fahren wir weiter in die Hochebene der Cuchumatanes. Wir befinden uns nun in dem Parque Todos Santos Cuchumatan und finden auf 3.600 m einen super Platz für uns drei. Wir sprechen noch kurz mit den nächsten Nachbarn, ob wir hier stehen dürfen. Und wie immer ist es kein Problem. Die Höfe hier oben sind sehr einfach, viele Frauen und Mädchen sitzen in der Sonne und weben kleinere, sehr bunte Stoffbahnen. Überall springen Ziegen, Schweine und Hühner herum und viele Männer bearbeiten die kargen Felder. Die Welt scheint ein wenig stehen geblieben zu sein hier oben. Wir mögen diese Atmosphäre sehr, könnten uns aber gleichzeitig nie und nimmer vorstellen, hier zu leben.
After a restful, quiet night and a short summit hike, we continue on to the Cuchumatanes plateau. We are now in the Parque Todos Santos Cuchumatan and find a great spot for the three of us at 11,820 feet. We quickly check with our neighbors to see if we could park there. And, as always, it is no problem. The farms up here are very simple; many women and girls sit in the sun weaving small, very colorful pieces of fabric. Goats, pigs, and chickens roam freely, and many men are working the barren fields. The world seems to stand still up here. We really like this atmosphere, but at the same time, we couldn’t imagine living here.





Wir unternehmen einige Wanderungen. Wir besteigen den höchsten Berg in dieser Region den „Cerro de los Cuervos“ (3.837m) und wandern zur Laguna Seca de Ordonez. Die Lagune ist sehr trocken (wie der Name schon sagt) und wir begegnen auf unseren Wanderungen keiner einzigen anderen Person und leider auch keinen Tieren – außer ein paar Vögeln und Eichhörnchen. Doch die Landschaft und die Ausblicke sind atemberaubend und wir sind echt froh, hier zu sein.
We go on several hikes. We climb the highest mountain in this region, the Cerro de los Cuervos (12,600 feet), and hike to Laguna Seca de Ordonez. The lagoon is very dry (as the name suggests), and we don’t encounter a single other person and unfortunately, any animals on our hikes—except for a few birds and squirrels. But the landscape and the views are breathtaking, and we’re truly happy to be here.












Ein paar Tage später fahren wir wieder mit einer Zwischenübernachtung an „unserem“ Mirador in tiefere Regionen. Unglücklicherweise müssen wir wieder durch Huehue – doch es läuft diesmal zwar langsam aber relativ entspannt. Wir übernachten, gut bewacht von einem mit Gewehr ausgerüsteten „Hilfssheriff“ hinter einer Tankstelle und nach einer erstaunlich ruhigen Nacht dort fahren wir weiter auf einer fantastischen Straße (CA-1) Richtung Antigua. Auf dem Weg finden wir ein goldiges Restaurant mit leckeren Frapuchinos und Crepes. Wir fragen, ob wir dort auch übernachten dürfen – und natürlich dürfen wir. Alle sind so herzlich, hilfsbereit und lieb zu uns. Wir werden einfach verwöhnt.
A few days later, we drive down into lower-lying regions again, stopping overnight at „our“ Mirador viewpoint. Unfortunately, we have to go through Huehue again—but this time, although the journey is slow, it’s relatively relaxed. We spent the night behind a gas station, well-guarded by a rifle-wielding „deputy sheriff,“ and after a surprisingly quiet night there, we continue our journey on a fantastic road (CA-1) towards Antigua. Along the way, we find a lovely restaurant with delicious frapucchinos and crepes. We ask if we can stay overnight—and of course, they say yes. Everyone is so warm, helpful, and kind to us. We are simply spoiled.











Nach fast genau einem Jahr erreichen wir wieder Antigua – es ist ein wenig wie heimkommen. Wir richten uns auf „unserem“ Vagamundo Camp häuslich ein und lassen erst mal tonnenweise Wäsche der letzten Wochen von Letti waschen. Wir springen in die fantastischen Duschen und gehen wieder auf unsere Berge „Santa Domingo“ und „San Cristobal el Cerro“ laufen. Wir müssen ja schließlich für unsere geplante Wanderung auf den Acatenango noch etwas trainieren. So erleben wir einige gemütliche Tage in Antigua und auch Pat und Neil tauchen wieder hier auf und wir verbringen eine gute Zeit zusammen.
After almost exactly a year, we arrive back in Antigua – it feels a bit like coming home. We settle in at „our“ Vagamundo Camp and have Letti do tons of laundry from the past few weeks. We jump into the fantastic showers and head back up to our mountains, Santa Domingo and San Cristobal el Cerro. After all, we need to exercise a bit for our planned hike up Acatenango/Fuego. We enjoy a few relaxing days in Antigua, and Pat and Neil reappear, and we spend some quality time together.















Dann ist es soweit, schon vor über einem Jahr wollten wir diese besondere 2 Tage Wanderung auf den Acatenango machen, um dem sehr aktiven Fuego etwas näher zu kommen. Doch als wir letztes Jahr hier angekommen sind, war er die ersten 2 Tage aktiv und dann ist der aktivste Vulkan der Welt für mehrere Monate eingeschlafen. Wir haben uns dann letztes Jahr gedacht, dass es egal ist, da die Wanderung mit hunderten anderer Menschen uns eh nicht so „angemacht“ hat.
Then the time finally comes. Over a year ago, we wanted to do this special two-day hike up Acatenango/Fuego to get a closer look at the very active Fuego volcano. But when we arrived last year, it was active for the first two days, and then the world’s most active volcano went dormant for several months. Last year, we figured it didn’t matter, since hiking with hundreds of other people hadn’t really appealed to us anyway.
Doch dieses Jahr ist alles anders, schon seit 2 Wochen sehen wir den Fuego immer mal wieder aus der Ferne puffen und er ist einfach unglaublich aktiv. Einheimische sprechen sogar davon, dass er zu aktiv ist. Noch dazu ist das Wetter super stabil und so buchen wir uns eine Tour. Eigentlich wollten wir alleine und unabhängig hoch gehen und uns einfach in eine Hütte einmieten. Doch wir entdecken online eine „Glamping“ Firma, die ein beheiztes Zelt, sehr kleine Gruppen, gutes Essen und eine private Toilette mit Aussicht anbietet. Das klingt mehr als verlockend für uns (haben wir doch verheerende Geschichten über die Kälte, schlechtes Essen, große Gruppen Toilettensituation am Berg gehört) und so buchen wir die Tour kurzerhand.
But this year everything is different. For the past two weeks, we’ve been seeing Fuego puffing out in the distance, and it’s incredibly active. Locals are even saying it’s too active. On top of that, the weather is incredibly stable, so we book a tour. We originally wanted to hike up independently and just rent a cabin. But we discover a „glamping“ company online that offers heated tents, very small groups, good food, and a private toilet with a view. That sounds more than tempting (we’ve heard terrible stories about the cold huts, bad food, and large group toilet s(h)ituations on the mountain), so we book the tour on the spur of the moment.
Und so stehen wir morgens um 7.30 Uhr vor unserem Campingplatz und warten auf die Abholung. Im Auto sitzt nur der Fahrer und ein weiterer Wanderer, Dylan 21 Jahre alt aus den USA, so erfahren wir, dass wir nur einschließlich Guide vier Wanderer sein werden. Das fängt schon mal fantastisch an und wir sind sehr gespannt.
And so, at 7:30 a.m., we’re waiting in front of our campsite, to be picked up. The car contains only the driver and another hiker, Dylan, 21 years old from the USA. We hear that there will be just the four of us, including the guide. This is a fantastic start, and we’re very excited.








Der Anfang ist doof, ein steiler Anstieg auf einem engen staubigen Weg zwischen Stacheldrahtzäunen. Uns kommen sehr viele Wanderer von oben entgegen und das ist sehr unlustig. Nach circa 1,5 Kilometer sind wir im Wald und nun kommen uns auch keine Wanderer mehr entgegen. So verbringen wir die nächsten Kilometer (6,5 km bis zum Basecamp) zu viert auf dem meist steilen und recht anspruchsvollem Weg. Wir fühlen uns jedoch zu jeder Zeit stark und voller Energie – im Gegensatz zu Dylan, der einfach zu viel Gepäck dabei hat. Unser fantastischer Guide Hibierto erlöst ihn jedoch schon früh und so kommt auch Dylan, der uns wenig später adoptiert, gut hoch. Er ist beauftragt, einen neuen Imagefilm für unseren Tourveranstalter zu machen – darauf freuen wir uns auch schon, denn wir werden wohl recht präsent sein.
The beginning is awful, a steep climb on a narrow, dusty path between barbed wire fences. We encounter a lot of hikers coming down from above, which isn’t much fun. After about 1 mile, we reach the forest, and from then on, we don’t see as many hikers coming the other way. So, the four of us spend the next 4 miles (to base camp) on the mostly steep and quite challenging trail. However, we feel strong and full of energy the whole time—unlike Dylan, who’s simply carrying too much gear. Our fantastic guide, Hibierto, relieves him early on, and so Dylan, who soon adopts us, makes it up without any problems. He’s been commissioned to film a new promotional video for our tour operator—something we’re also looking forward to, as we’ll likely be quite visible.
Nach knappen 3,5 Stunden kommen wir im Basecamp an und genießen erst mal ein kühles Bier bei herrlicher Aussicht. Noch ist es ganz still am Acatenango, da die meisten Firmen erst zwei Stunden später ihren Aufstieg beginnen und meist auch länger unterwegs sind. Unser Camp auf 3.600 m ist ganz wunderbar und komfortabel mit fantastischer Sicht auf den Fuego. Der aktive Vulkankrater ist jetzt noch ca. 2km Luftlinie von uns entfernt. Hibierto bereitet das Mittagessen vor und nach etwa einer Stunde kommen noch drei weitere Gäste an, die mit einem Geländewagen hochgefahren wurden. Nun sind wir zu sechst und wir verstehen uns alle auf Anhieb fantastisch und haben richtig viel Spaß zusammen.
After just under 3.5 hours, we arrive at base camp and immediately enjoy a cold beer with a magnificent view. It’s still very quiet on Acatenango, as most of the groups don’t start their ascent until two hours later and usually take longer. Our camp at 11,820 feet is absolutely wonderful and comfortable, with a fantastic view of Fuego. The active volcanic crater is now only about 1.4 miles away as the crow flies. Hibierto is preparing lunch, and after about an hour, three more guests arrive, having been driven up in a 4×4. Now there are six of us, and we all get along fantastically right away and have a great time together.










Wir bekommen zum Mittagessen Steaks, Bratkartoffeln, gebratenen Pilze und Gemüse zusammen mit Bier und Wein serviert und es ist einfach lecker. Nach ein wenig Chill-Zeit wandern wir dann gegen 16.30 Uhr rüber auf den Fuego. Lustigerweise müssen wir dafür durch ein recht tiefes Tal, so dass wir noch mal insgesamt weitere 600 Höhenmeter zu unseren schon gegangenen 1.200 Höhenmeter addieren. Wir fühlen uns aber noch immer nicht verausgabt und genießen schon bald den sehr windigen Ausblick auf den wilden Fuego und die in den Wolken liegende Vulkanlandschaft von Guatemala. Als die Sonne untergeht, ist es einfach unvergleichlich. Auf der einen Talseite war es schon stockdunkel, auf der anderen noch hell und der Fuego war nun mit seinen speienden glühenden Steinen noch dramatischer. Wir sind super dick in 5-7 Schichten eingepackt und genießen das Spektakel über eine Stunde im starken Wind. Auf dem Weg nach unten schalten wir unsere Stirnlampen ein und marschieren mit den mehreren Hundert anderen Gästen im Gänsemarsch im Dunkeln zurück zum Basecamp. Definitiv keine schöne Wanderung, sondern langwierig und sehr staubig.
For lunch, we’re served steaks, fried potatoes, sautéed mushrooms and vegetables, along with beer and wine, and it’s simply delicious. After a bit of relaxation, we hike over to Fuego around 4:30 p.m. Funnily enough, we have to go through a rather deep valley, adding another 2,000 feet of elevation gain to the 3,940 feet we’ve already climbed. But we still don’t feel exhausted and soon enjoy the very windy view of the wild Fuego and the volcanic landscape of Guatemala shrouded in clouds. When the sun sets, it’s simply incomparable. On one side of the valley it is already pitch black, on the other still light, and Fuego, with its spewing glowing rocks, is even more dramatic. We are bundled up in five to seven layers of clothing and enjoy the spectacle for over an hour in the strong wind. On the way down, we switch on our headlamps and march single file back to base camp in the dark with several hundred other visitors. Definitely not a pleasant hike, but long and very dusty.












Das Basecamp verteilt sich übrigens über die gesamte Südseite des Acatenango und besteht aus hunderten kleinen Hütten und Zelten. Es ist aber sehr schön in den bewaldeten Hang integriert und man sieht von seinem eigenen Camp fast nichts von den anderen Camps. Auch positiv zu bewerten ist das Müll-Management am Acatenango. Es gibt extra eine Sammelstelle für den Müll aller Camps. Dort sind zwei Jungs dafür zuständig, den Müll zu trennen, zu komprimieren und für den Transport nach unten vorzubereiten. Leider sieht man auf dem Weg nach oben trotzdem viele Plastikflaschen, Tüten und anderen Müll herumliegen, der von vielen Wanderern einfach weggeworfen wird. Wir fragen uns deshalb immer, ob wir diese Art des Massentourismus überhaupt unterstützen sollten.
The base camps are spread across the entire southern side of Acatenango and consists of hundreds of small huts and tents. It’s beautifully integrated into the wooded hillside, and you can hardly see the other camps from your own. The waste management on Acatenango is also commendable. There’s a dedicated collection point for all the camps‘ trash. Two young men are responsible for sorting, compacting, and preparing the waste for transport down the mountain. Unfortunately, you still see a lot of plastic bottles, bags, and other trash lying around on the way up, simply discarded by many hikers. This makes us wonder whether we should even be supporting this kind of mass tourism.
Zurück am Basecamp erwartet uns ein wärmendes Lagerfeuer, eine Käse-Wurst-Weintrauben Platte, und Wein. Wir schauen alle weiter wie gebannt auf den Fuego und bekommen auch noch lecker Pasta mit Pilzsosse direkt am Feuer serviert. Wir sind glücklich, dass wir bei dieser Firma gebucht haben. Irgendwann ziehen wir uns dann ins geheizte Zelt zurück und schlafen ganz OK. Wir beschließen jedoch alle, nicht um 4 Uhr früh für die Gipfelbesteigung des Acatenango aufzustehen, denn dort oben ist es wohl noch windiger, ziemlich ausgesetzt und die Sicht von unserem Basecamp ist schon unübertrefflich.
Back at base camp, a warming campfire, a platter of cheese, sausage, and grapes, and wine await us. We all continue to gaze in awe at Fuego and are even served delicious pasta with mushroom sauce right by the fire. We’re so glad we booked with this company. Eventually, we go into our heated tent and sleep quite well. However, we all decide not to get up at 4 a.m. for the summit climb of Acatenango, as it’s supposed to be even windier up there, quite exposed, and the view from our base camp is already unbeatable.




So stehen wir gemütlich um 6 Uhr auf und genießen den wunderbaren Sonnenaufgang mit frischem Kaffee. Das Wetter meint es echt gut mit uns. Sobald die Sonne da ist, wird es angenehm warm und wir genießen unser leckeres Frühstück. Auch die Toilette mit der Aussicht hält was sie verspricht und so manch einer aus unserer Gruppe erlebt dort doppelte Eruptionen 😆. Wir waren als Gruppe ja eigentlich keine 24 Stunden zusammen aber die intensiven Erlebnisse mit den vielen Glücksmomenten schweißen doch direkt sehr zusammen.
So we get up leisurely at 6 a.m. and enjoy the wonderful sunrise with fresh coffee. The weather is really on our side. As soon as the sun comes up, it gets pleasantly warm, and we enjoy our delicious breakfast. The toilet with the view also lives up to its promise, and some in our group experience double eruptions there 😆. We weren’t actually together as a group for 24 hours, but the intense experiences and many happy moments really bond us.






Der Rückweg ist nicht so dolle. Viele Menschen sind auf dem Weg runter und es ist einfach UNGLAUBLICH staubig, steil und rutschig. Wir laufen oft und so rutschen wir nicht ganz so sehr. Den ganzen Weg runter freuen wir uns auf die Dusche, die wir dann auch zurück am Campingplatz, ausgiebig genießen. Gleichzeitig wandern direkt alle Klamotten in die Waschmaschine. Unser Fazit ist, dass das Erlebnis einmalig war. Die Wanderung an sich fanden wir nicht sehr schön und nicht allzu hart, wobei wir viele gesehen haben, die an ihre Grenzen gekommen sind. Es gibt viel schönere Wanderungen – einsamer und weniger staubig – doch das Erlebnis oben auf dem Vulkan war einfach unvergesslich.
The way back down isn’t so great. Many people are on the way down, and it’s incredibly dusty, steep, and slippery. We run a lot, so we don’t slip quite as much. All the way down, we are looking forward to a shower, which we thoroughly enjoy back at the campsite. At the same time, all our clothes go straight into the washing machine. Our conclusion is that the experience was unique. We didn’t find the hike itself particularly beautiful or too strenuous, although we saw many people who were pushing themselves to their limits. There are much nicer hikes—more secluded and less dusty—but the experience at the top of the volcano is simply unforgettable.

Wir verbringen noch einige Tage in Antigua. Es ist schwer, diesen Ort zu verlassen, doch können wir es uns dieses Jahr nicht erlauben, wieder 4 Wochen hängen zu bleiben. Die drei Monate Visa für die 4 Länder insgesamt sitzen uns doch ein wenig im Nacken – wobei wir eventuell die Möglichkeit haben in Nicaragua zu verlängern. Mal schauen.
We’re spending a few more days in Antigua. It’s hard to leave this place, but time wise we can’t afford to stay for another four weeks this year. The three-month visa for the four countries is putting a bit of a strain on us—although we might be able to extend it in Nicaragua. We’ll see.
















Nach 9 Nächten in Antigua schaffen wir es, sehr schweren Herzens, Antigua hinter uns zu lassen. Wir fahren 35 km durch kleinste Bergdörfchen mit super engen Gässchen (Ewald dürfte noch nicht mal 2 mm breiter oder länger sein) und kommen nach etwa 2 Stunden am Parkplatz des Vulkan Pacaya an. Hier sind, wie fast immer in Guatemala, super hilfsbereite und liebe Menschen und wir verabreden uns, den Pacaya am nächsten Tag um 7 Uhr mit einem Führer zu besteigen. Pacaya ist Guatemalas dritter aktiver Vulkan, jedoch pustet er zur Zeit nur Dampf aus dem Hauptkrater und vielen kleinen Seitenkratern. Diesen Vulkan kann man sicherlich auch ungeführt besteigen, doch unterstützen wir gerne die lokale Wirtschaft und freuen uns, spanisch zu sprechen und mehr zu erfahren.
After nine nights in Antigua Guatemala, we finally manage, with heavy hearts, to leave this beautiful city. We drive 20 miles through tiny mountain villages with incredibly narrow streets (Ewald shouldn’t be even 2 mm wider or longer) and arrive at the volcano Pacaya parking lot after about 2 hours. Here, as almost always the case in Guatemala, we encounter incredibly helpful and friendly people, and we arrange to climb Pacaya the next day at 7 a.m. with a guide. Pacaya is Guatemala’s third active volcano, but at the moment it’s only emitting steam from its main crater and numerous smaller side craters. It’s certainly possible to climb this volcano without a guide, but we are happy to support the local economy and enjoy speaking Spanish and learning more.
Deysi ist schon vor 7 Uhr bereit und wir marschieren zu Dritt, begleitet von 5 Hunden, den Berg hinauf. Es ist nicht sehr anstrengend, wir haben nur gute 500 Höhenmeter zu bewältigen und die Wanderung ist auch nur gute 5 km lang. Doch erfahren wir von Deysi viel von den vergangenen Ausbrüchen und lernen einiges über die Pflanzen- und Tierwelt auf dem Vulkan. Auf einem Hochplateau mit vielen Dampfschloten brutzeln wir uns ein paar Marshmellows und genießen die Stille, denn noch sind wir die einzige Truppe hier oben. Eine schöne und informative, wenn auch nicht spektakuläre Wanderung. Uns hat besonders der steile Abstieg durch ein Aschefeld Spaß gemacht. Hier konnten wir durch den weichen Lavasand herunterlaufen, was sich wie Skifahren angefühlt hat.
Deysi is ready before 7 a.m., and the three of us, accompanied by five dogs, set off up the mountain. It isn’t very strenuous; we only have to climb about 1,640 feet in altitude, and the hike was only about 3,5 miles long. Deysi tells us a lot about past eruptions and we learn quite a bit about the flora and fauna on the volcano. On a high plateau dotted with steam vents, we roast some marshmallows and enjoy the peace and quiet, as we’re still the only group up here. A beautiful and informative, if not spectacular, hike. We especially enjoy the steep descent through an ash field. Here we can run down through the soft lava sand, which feels like skiing.














Nach unserem zweiten Frühstück füllt sich der Parkplatz rasant und wir beschließen, weiter zu fahren. Das nächste Ziel liegt genau auf der Rückseite des Pacaya. Die leichte Strecke ist 26 km und die schwierigere Strecke ist 11 km lang. Zum Glück sind wir mal vernünftig und entscheiden uns für die leichte Strecke. Mehr als 2 Stunden benötigen wir für diese „leichte“ Strecke. Wieder mal haben wir das Gefühl neue „Steilheits“-Rekorde aufzustellen, wenn wir in der Untersetzung im ersten Gang so manchen Berg hoch- und runter schleichen. Wir denken, dass wir die Straßen hier in Guatemala nicht so sehr vermissen werden 😆.
After our second breakfast, the parking lot quickly fills up, and we decide to continue our journey. Our next destination is directly behind Pacaya from here. The easy route is 18 miles long, and the more challenging one is 7 miles long. Luckily, we were sensible for once and opted for the easy route. It takes us more than two hours for this „easy“ route. Once again, we feel like we are setting new „steepness“ records as we crawl up and down the hills in first gear, using low range. We figure we will not miss the roads here in Guatemala all that much 😆.



Doch die Mühe hat sich gelohnt, wir landen auf der Finca La Escondida – die versteckte Finca. Wir haben die vier Vulkane, Pacaya, Agua, Acatenango und Fuego im Blick und es ist herrlich ruhig und wunderschön hier. Die riesige fast menschenleere Finca ist gesprenkelt mit kleinen Kunstwerken, Miradoren, Schaukeln und wir sind umgeben von Kühen, Pferden und Kuhreihern. Einfach idyllisch. Von hier aus können wir auch prima laufen und wandern und so genießen wir hier ein paar sehr ruhige Tage. Von hier aus ist auch der Pacaya viel schöner anzuschauen. Wir unternehmen eine Wanderung zu einem Wasserfall – zunächst denken wir, dass er vermutlich ausgetrocknet ist oder dass wir ihn gar nicht finden. Doch nach knapp 6 km, teilweise durch Lavafelder finden wir ihn und er führt sogar noch jede Menge Wasser. Yippie.
But the effort is worth it; we arrive at Finca La Escondida – the hidden finca. We have a view of four volcanoes: Pacaya, Agua, Acatenango, and Fuego, and it is wonderfully peaceful and beautiful. The vast, almost deserted finca is dotted with small works of art, viewpoints, and swings, and we are surrounded by cows, horses, and cattle egrets. Simply idyllic. From here we can also go for great runs and hikes, and so we are enjoying a few very peaceful days here. Pacaya is much more beautiful to look at from here. We hike to a waterfall – at first we think it’s probably dried up or that we won’t find it at all. But after almost 4 miles, partly through lava fields, we find it and it’s even still flowing with water. Yippee!



















Wir verabschieden uns von Guatemala, wieder schweren Herzens, und nach einer Zwischenübernachtung in Jalpatagua vor der Feuerwehr, fahren wir an die Grenze nach El Salvador. Auch diese Grenze läuft wieder sehr geschmeidig, insbesondere auf der El Salvador Seite werden wir herzlich willkommen geheißen und alles scheint modern und effizient. Nach nur 45 Minuten sind wir aus Guatemala aus- und nach El Salvador eingereist. Neuer Rekord – so kann es gerne weitergehen an den Grenzen. Wir verbringen die erste Nacht vor dem Eingang zu heißen Quellen. Es ist Sonntag, doch ist es gar nicht so voll wie vermutet und wir unterhalten uns stundenlang mit gar nicht schüchternen El Salvadorianern. Sie sind sehr stolz auf ihr Land und auch auf ihren Präsidenten, der offensichtlich aufgeräumt und das Land weitestgehend entkriminalisiert hat.
We say goodbye to Guatemala, once again with heavy hearts, and after an overnight stay in Jalpatagua in front of the fire station, we drive to the border with El Salvador. This border crossing also goes very smoothly; we receive a particularly warm welcome on the El Salvador side, and everything seems modern and efficient. After just 45 minutes, we have left Guatemala and entered El Salvador. A new record – we hope the border crossings continue this way. We spent our first night in front of the entrance to some hot springs. It’s Sunday, but it isn’t nearly as crowded as we had expected and we chat for hours with some surprisingly outgoing El Salvadorans. They are very proud of their country and also of their president, who has clearly cleaned and largely decriminalized the country.





El Salvador (der Name bedeutet „der Erlöser“) ist der kleinste, aber am dichtesten bevölkerte Staat in Zentralamerika, gelegen am Pazifischen Ozean zwischen Guatemala und Honduras und ist etwa halb so groß wie die Schweiz. Die Hauptstadt ist San Salvador. Das tropische Land ist bekannt für seine vielen Vulkane, Pazifikstrände (beliebt zum Surfen) und Maya-Ruinen. Die Währung ist der US-Dollar und es leben hier rund 6,6 Millionen Menschen.
El Salvador (whose name means „the Redeemer“) is the smallest but most densely populated country in Central America, located on the Pacific Ocean between Guatemala and Honduras, and is about half the size of Switzerland. The capital is San Salvador. This tropical country is known for its many volcanoes, Pacific beaches (popular for surfing), and Mayan ruins. The currency is the US dollar, and it has a population of around 6.6 million people.
Was sollen wir sagen, wir fühlen uns von der ersten Minute wohl hier. Die Menschen scheinen mindestens so freundlich wie die Guatemalteken und nicht ganz so zurückhaltend. Das Traditionelle fehlt uns ein wenig hier, so laufen fast alle in normaler „westlicher“ Kleidung herum und auch auf den Märkten konnten wir noch nicht so viel Handwerkskunst und bunte Farben feststellen … mehr Chinaware. Die Verbindung zur USA ist nicht nur wegen der Währung allgegenwärtig. Wir sind uns noch nicht sicher, wie wir das finden. Auffällig sind die Preise in den Supermärkten, die sind so hoch, dass wir uns fragen, wie sich das die Einheimischen leisten können hier einzukaufen. Ein Stück einheimischer Käse kostet locker über 10 US Dollar und die Flasche Shampoo 18 Dollar. Dafür ist der Diesel sehr günstig.
What can we say? We feel at home here from the very first minute. The people seem at least as friendly as Guatemalans and not quite as reserved. We do miss the traditional aspects a bit here; almost everyone wears normal „western“ clothing, and even in the markets, we don’t see much handcrafted art or vibrant colors… more Chinese goods. The connection to the USA is omnipresent, and not just because of the currency. We’re still not sure how we feel about that. The prices in the supermarkets are striking, they’re so high that we wonder how locals can afford to shop here. A piece of local cheese easily costs over 10 US dollars, and a bottle of shampoo is 18 dollars. On the other hand, diesel is very cheap.
Nach weiteren Stunden Einweichen in den nun gänzlich einsamen heißen Quellen fahren wir weiter zur Laguna Verde, einem nahe gelegenen Kratersee. Die Straßen sind übrigens meist in sehr guten Zustand, doch wenn es die Vulkane hochgeht, ist es ebenso steil wie in Guatemala. IRRE. Es scheint in Mittelamerika einfach nicht sehr populär zu sein, mal Kurven oder Serpentinen zu bauen. Warum auch – wenn man doch einfach gerade und direkt hoch und runter bauen kann. 😆 Wir sind froh, die Untersetzung und auch die Motorbremse zu haben, wir könnten uns nicht vorstellen, hier ohne Motorbremse unterwegs zu sein.
After several more hours soaking in the now completely deserted hot springs, we continue on to Laguna Verde, a nearby crater lake. The roads are mostly in very good condition, but the roads, when you start climbing the volcanoes, are just as steep as in Guatemala. INSANE. It just doesn’t seem to be very popular in Central America to build curves or switchbacks. Why bother – when you can just build roads straight up and down? 😆 We’re glad we have low gears and the engine brake – we couldn’t imagine driving here without it.





Wir verbringen eine sehr windige Nacht am Kratersee und erkunden zu Fuß die Gegend. Sehr schön und bis auf den Wind sehr ruhig. Nur mitten am Tag wird es etwas strubbelig hier, wenn all die Quadtouren hier auftauchen kurz 20 Bilder machen und dann nach 5 Minuten wieder im Staub verschwinden.
We spent a very windy night at the crater lake and explore the area on foot. It is beautiful and, apart from the wind, very peaceful. It only gets a bit chaotic in the middle of the day when all the quad bike tours show up, the people take 20 pictures, and then disappear back into the dust after 5 minutes.





Die nächste Etappe ist ganze 14 km lang und bringt uns an die Finca Buena Vista. Es handelt sich hierbei um eine etwa 140 Jahre alte Kaffeegenossenschaft, die Glamping und Kaffetouren anbietet. Perfekt, doch zunächst erkunden wir das nah gelegene Dorf Juayua und kaufen ein wenig ein.
We drive about 9 miles to the Finca Buena Vista. This is a roughly 140-year-old coffee cooperative that offers glamping and coffee tours. Perfect, but first we explore the nearby village of Juayua and do some shopping.







Die Nacht auf der Finca ist super ruhig und am nächsten Morgen werden wir mit einem leckeren Frühstück verwöhnt und bekommen dann eine ausführliche Tour durch die gesamt Anlage. Der Kaffee wird hier anders als in Guatemala verarbeitet. Hier werden zunächst die ganzen Kirschen 15 Tage lang auf großen Hofflächen getrocknet und dann die Frucht von der Bohne getrennt, die dann gewaschen und erneut getrocknet wird. In Guatemala wurde das Fruchtfleisch direkt von der Bohne (ohne Trocknung) getrennt. Die zweite Trocknung dauert nochmal etwa 5 Tage und wird währenddessen ständig per Handarbeit gewendet. Überhaupt ist hier sehr, sehr viel Handarbeit zu sehen, mehrfach finden Aussortierungen vor und nach der Röstung statt. Auch werden die Bohnen der Größen nach sortiert, dies erfolgt jedoch mit etwa 130 Jahre alten Rüttelmaschinen. Wir lernen viel und freuen uns doch fast alles zu verstehen, obwohl unser Guide unglaublich schnell auf spanisch spricht. Natürlich kaufen wir auch Kaffee, denn der hat beim Frühstück echt lecker geschmeckt.
The night at the finca is wonderfully peaceful, and the next morning we’re treated to a delicious breakfast followed by a comprehensive tour of the entire estate. The coffee is processed differently here than in Guatemala. Here, the whole cherries are first dried for 15 days in large open fields, and then the fruit is separated from the beans, which are then washed and dried again. In Guatemala, the pulp was separated directly from the beans (without drying). The second drying process takes another five days, during which the beans are constantly turned by hand. In general, there’s a great deal of manual labor involved, sorting takes place multiple times before and after roasting. The beans are also sorted by size, but this is done using roughly 130-year-old vibrating machines. We learn a lot and are happy to understand almost everything in Spanish, even though our guide speaks incredibly fast Spanish. Of course, we also buy coffee, because it tasted really delicious at breakfast.















Nun ruft uns die Natur wieder und nach einem Einkaufsabstecher in die Stadt Sonsonata, die schrecklich überfüllt, laut und heiß ist, fliehen wir zu den Vulkanen Santa Ana und Volcan de Izalco. Ewald klettert tapfer auf 1.850 m hoch und hier stehen wir auf einer herrlichen Grasfläche. Kurz nach uns kommen auch Pat und Neil an und wir genießen gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag mit schönen Ausblicken auf die Vulkane und umgeben von viel Natur und perfektem Klima. Herrlich.
Now nature is calling us again, and after a shopping trip to the city of Sonsonata (which is terribly crowded, loud, and hot), we escape to the Volcano de Santa Ana and Volcán de Izalco. Ewald bravely climbs to 6,060 feet and here we stand on a beautiful grassy plateau. Pat and Neil arrive shortly after us, and we enjoy a relaxing afternoon together with beautiful views of the volcanoes, surrounded by nature and in a perfect cool climate. Wonderful.






Am nächsten Morgen stehen wir früh auf und gehen gemeinsam mit Neil zum Treffpunkt des Nationalparks Cerro Verde. Leidere scheint es in El Salvador in vielen Gebieten nicht erlaubt zu sein, ohne Guide zu wandern, daher müssen wir uns hier erst mal einen suchen. Anfänglich herrscht eine gewisse Konfusion, da die meisten Besucher hier „organisiert“ mit Touranbietern ankommen, doch ein paar Anrufe später ist die Lösung in Form von Estepan da. Wir beschließen, ihn als privaten Guide „zu buchen“ und steigen kurze Zeit später zu viert (mit Guide) auf den Vulkan. Nach 1,5 Stunden sind wir auf dem Krater auf 2.300 m und genießen die coolen Aussichten. Der Schwefelgeruch des Kratersees haut uns fast aus den Socken, so gehen wir noch etwas am Krater entlang und sind schier fassungslos über die Farbe des Sees. Er sieht einfach todbringend giftig aus und blubbert bei 45 Grad Celsius fröhlich vor sich hin. Er lädt nicht wirklich zum Baden ein. Da sieht der nahe gelegene Lago de Coatepeque, zumindest aus der Ferne, schon wesentlich einladender aus. Nach 3 Stunden sind wir wieder zurück bei Pat, Ewald und Cloud 9 und genießen unser zweites Frühstück. Wir sind echt froh, so früh losgezogen zu sein, denn kurz nachdem wir unseren Abstieg beginnen, kommen uns ziemlich viele Menschen entgegen.
The next morning, we get up early and go with Neil to the meeting point for Cerro Verde National Park. Unfortunately, it seems that hiking without a guide is not permitted in many areas of El Salvador, so we have to find a guide first. There was some initial confusion, as most visitors arrive „organized“ with tour operators, but a few phone calls later, the solution is found in the form of Estepan. We decide to „book“ him as a private guide and soon after we begin our ascent of the volcano. After 1.5 hours, we are at the crater at 2,300 meters and enjoy the stunning views. The sulfurous smell of the crater lake almost knocks us off our feet, so we walk along the crater for a while and are simply speechless at the lake’s color. It looks deadly toxic and bubbles merrily away at 45 degrees Celsius. It doesn’t exactly invite us to swim. The nearby Lago de Coatepeque, at least from a distance, looks much more inviting. After 3 hours, we’re back at Pat, Ewald, and Cloud 9, enjoying our second breakfast. We’re really glad we set off so early, because shortly after we started our descent, we encountered huge groups coming towards us.












Vermutlich werden wir noch ein paar Tage hier bleiben. Mal schauen wie verrückt das Wochenende wird, denn auch hier wird vermutlich gerne und laut am Wochenende gefeiert. Dann werden wir in den nächsten Tagen uns gemütlich gen Westen weiter mäandern. Es scheint noch einiges Interessantes auf dem Weg zu liegen und wir hoffen, dass uns das derzeitige äusserst auskömmliche Klima der Hochebenen noch lange hold bleibt. Wir halten Euch wie immer auf dem Laufenden und bis dahin:
We’ll probably stay here for a few more days; we’ll see how crazy the weekend is going to be, as it seems like they like to party loudly here too. Then, over the next few days, we’ll meander leisurely south westward. There seems to be quite a bit of interesting places along the way, and we hope the current, extremely pleasant weather stays with us for a long time. As always, we’ll keep you updated, and until then:
Bleibt glücklich, gelassen und gesund.
Stay happy, relaxed, and healthy.
