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Mittelamerika ist wirklich schön. Bisher hat uns jedes Land positiv überrascht und es ist uns unverständlich, warum so viele Reisende entweder in einer affenartigen Geschwindigkeit durch hetzen oder es sogar ganz auslassen. Selten sind uns so viele gute, herzliche und lächelnde Menschen begegnet und die Natur mit ihren Bergen, aktiven und inaktiven Vulkanen, die Seen, Flüsse, die Küsten und die Ozeane sind unglaublich abwechslungsreich. Wir fühlen uns jederzeit willkommen und gut aufgehoben und sogar das Klima meint es derzeit noch sehr gut mit uns. So sitzen wir jetzt gerade hier umgeben von Nebelwäldern und Bergen und es regnet – ja echt, das hatten wir seit 3 Monaten nicht mehr. So richtigen Regen – IRRE. Wir hoffen, dass es noch nicht der Beginn der Regenzeit ist, aber Bewohner haben uns versichert, dass es hier in der Gegend immer soviel regnet und ein Blick ins üppige Grün bestätigt das auch. Wir sind übrigens während wir diesen ersten Teil schreiben quasi mitten in Honduras und stehen bei einer Brauerei. Auch nicht schlecht – doch jetzt erst noch mal zurück nach El Salvador.

Wir verbringen noch ein paar unglaublich ruhige Nächte beim Vulkan Santa Ana. Wir dachten eigentlich, dass am Wochenende einiges los sein wird, doch am Freitagabend ist es totenstill und wir fühlen uns, als wären wir die einzigen Menschen in diesem ganzen Gebiet. Großartig. Zweimal  laufen wir morgens zum Mirador, das sind genau 4 Kilometer den Berg hoch, und schauen uns den leicht dampfenden Volcan de Izalco von oben an. Dann wollen wir eigentlich noch die Räder rotieren – wir stehen auf der Wiese ziemlich gerade und denken, dass das eine gute Gelegenheit wäre. Doch mit nur einem Wagenheber und zugegebenermassen sehr viel Holz gestaltet sich das Ganze doch etwas umständlich und wackelig. Also verschieben wir das noch mal. 

Am Samstag ist dann doch etwas mehr los. Wir sehen viele Wandergruppen und beschließen, diesen wunderschönen Flecken Erde zu verlassen. Noch sind wir ja ganz im Westen von El Salvador und haben noch nicht wirklich viel von diesem kleinen Land gesehen. El Salvador ist in etwa so groß wie Hessen oder etwa halb so groß wie die Schweiz. Das kleinste Land Mittelamerikas weist zugleich mit seinen 6,5 Millionen Einwohnern die größte Bevölkerungsdichte auf. Lange Zeit galt El Salvador, aufgrund der grassierenden Bandenkriminalität, als weltweit gefährlichstes Land mit einer Mordrate von 103 Tötungen pro Hunderttausend Einwohner im Jahr  2015. Das war ein trauriger und einsamer Rekordwert.  Heute liegt die Rate bei 2,1 (Deutschland im Vergleich hat eine Rate von 0,7). Der 2019 gewählte Präsident ist in weiten Teilen der Gesellschaft äusserst beliebt. Er hat „aufgeräumt“ und für ein sicheres Land gesorgt. Und tatsächlich fühlen wir uns sehr sicher. Doch können einige Handlungen des Präsidenten zumindest kritisch hinterfragt werden – er regiert zunehmend autoritär und hat nun schon mehrfach die Verfassung zu seinen Gunsten angepasst. Er ist ein enger Freund des orangen Tyrannen … und allein das sagt schon viel aus. Doch wollen wir nicht urteilen – die Menschen scheinen zu großen Teilen glücklich mit der Politik zu sein und sind sehr stolz auf ihr Land und die Entwicklung.

Wir fahren weiter nach Sacacoyo und treffen dort, auf einer wunderschönen Finca, wieder auf Pat und Neil. Elli und ihr Mann haben hier ein kleines Paradies für Reisende geschaffen mit einem wunderschönen Freisitz mit Blick ins heiße Tal. Hier auf 650 m Höhe weht immerzu eine Brise und es lässt sich gut aushalten. Wir dürfen die Waschmaschine nutzen und Luna, die 3 Monate alte „Rattenfängerin“ ist immer zugegen. Dank Neils Wagenheber gelingt es uns hier auch die Räder zu rotieren. Nach einem halben Tag und ganz ohne zu Fluchen ist die Sache erledigt. Unglaublich. Wir verbringen ein paar gemütliche Tage auf der Finca und mögen auch das kleine Örtchen. Hier essen wir auch unsere ersten Pupusas … DAS Nationalgericht von El Salvador. Es handelt sich dabei um Teigtaschen, meist aus einer Mischung aus Mais- und Reismehl, gefüllt mit Käse und allen möglichen anderen Zutaten, die gebraten werden und mit einer Salsa und Krautsalat serviert werden. Sehr lecker. Unsere Lieblingspupusas, sind die mit Spinat und Knoblauch aber auch alle anderen sind äusserst schmackhaft und stopfend.

Nach schönen Tagen in Sacacoyo ziehen wir weiter und verabschieden uns erst mal für vermutlich längere Zeit von Pat und Neil. Die zwei wollen von El Salvador wieder zurück nach Guatemala und Mexiko. Wir hoffen nur, dass es diesmal nicht 8 Jahre dauert, bis wir uns wieder sehen. Wir fahren auf der CA1 Richtung San Salvador – die Strecke ist fast eine komplette Baustelle mit unendlich vielen Arbeitern. Während man in Deutschland manchmal auf 10 km Autobahn-Baustelle nur weniger Arbeiter sieht – vielleicht 2 bis 3 – sehen wir hier hunderte wenn nicht sogar tausende Arbeiter. Keiner macht sich kaputt, doch scheint es gut voran zu gehen.

Wir stellen uns etwas außerhalb von San Salvador in die Berge zur Finca Utatlan. Wieder sind wir die einzigen Besucher und es ist einfach nur schön. Von hier aus erkunden wir den Mirador und das dortige Pupusaangebot. Wir werden weder von der Aussicht noch kulinarisch enttäuscht. Mit Uber fahren wir in die Innenstadt und erkunden das historische Viertel von San Salvador. Selten haben wir eine so saubere und aufgeräumte Innenstadt (weltweit) gesehen und die Polizeipräsenz ist immens. Es ist alles ganz schön, mit den Kirchen, Plätzen, Nationalpalast aber irgendwie schon fast zu steril. Rund um die Plazas scheinen Straßenverkäufer verboten zu sein und uns fehlt ein wenig das echte Leben. Bemerkenswert ist die neue Bibliothek, das futuristische Gebäude bietet auf 7 Etagen für jede Altersgruppe die unterschiedlichsten Themenbereiche an. Eine unglaubliche Auswahl an Büchern aber auch riesige Spielkonsolen, Spielplätze, Ruhebereiche mit Knautschkissen und unterschiedlichsten Möbeln. Alles hochmodern … und irgendwie ziemlich leer. Wo sind die ganzen Menschen, die hier 24 Stunden sich vergnügen könnten? Verwirrt sind wir auch über die chinesische Fahne vor dem Eingang. Wir erfahren später von locals, dass die Bibliothek von China finanziert wurde, und nicht nur die Bibliothek – auch das neue Krankenhaus, das neue Stadion und vieles mehr. Das kommt nicht so gut an und wir lernen, dass viele die Bibliothek quasi boykottieren.

Ein besonderes Erlebnis bietet uns noch die Iglesia El Rosario – ja schon wieder ein Kirche. Sie wurde in 1971 fertiggestellt und Ruben Martinez hat hier ein architektonisches Juwel erschaffen. Von außen mutet es wie ein halbrunder Betonbunker an und innen ist es dann einfach unglaublich. Das Gebäude ist nord-südlich ausgerichtet und lässt so den ganzen Tag über das Sonnenlicht durch die hunderte Buntglasfenster herein. Wir fühlen uns wie in einem Regenbogen. Echt einen Besuch wert.

Wir lassen uns noch ein wenig treiben und entdecken, dass nur wenige Schritte außerhalb der hygienischen Innenstadt es wieder typisch mittelamerikanisch zu geht. Zum Glück. Wir ubern wieder auf unseren Berg zurück und genießen die Stille.

Wir beschließen, noch eine Wanderung zu machen. So gehen wir über den Mirador weiter zum Parque Balboa, dort soll es die größte Dichte an Pupusaständen geben. Doch sind wir zu früh und noch keiner hat auf. Nur en einem Stand bekommen wir Milchkaffee und heiße Schokolade. Wir wandern weiter zum Puerta del Diablo und dann noch in den Ort Panchimalco. Dieser Ort soll eigentlich noch sehr ursprünglich sein, aber leider ist es hier genau so „modern“ wie fast überall in El Salvador. An dieser Stelle vermissen wir das traditionelle Guatemala wirklich.

Bei Temperaturen um 35°C lechzen wir nach einem Milchshake. Mittlerweile ist es ordentlich heiß und wir werden belohnt. Eine schöne Wanderung und nach knapp 18 Kilometers kommen wir wieder glücklich bei Ewald zuhause an.

Wir fahren weiter und müssen eine Tiefebene durchqueren. Es ist irre heiß und schwül und wir können es kaum abwarten wieder in die Höhe zu kommen. Zum Glück liegt das nächste Ziel auf etwa 1.200 m und das Klima ist prima. Berlin heißt der Ort und an unserem Stellplatz gibt es sogar einige Berliner Bären. Der Ort ist uns sofort sympathisch und wir stürzen uns in das Leben. Am Plaza findet ein Jahrmarkt statt und die Stimmung ist zugleich friedlich und ausgelassen. Wir probieren unterschiedliche Restaurants und Kaffees aus und verwöhnen uns. Wir gehen seit Guatemala wieder viel lieber essen, denn das Essenangebot begeistert uns – in Mexiko ist uns das Essengehen auf Dauer einfach zu langweilig geworden, da es scheinbar immer das Gleiche (mit vielen verschiedenen Namen) gibt. 

Von Berlin aus fahren wir mit dem Bus nach Alegria, ein sehr goldiges Örtchen, und wandern auf den Tecapa Vulkan und dann umrunden wir den Kratersee komplett auf einem Stelen Grad. Wir lernen ganz oben interessante Kaffeeplantagen Besitzer kennen und unterhalten uns lange. Es ist wirklich einfach hier mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen – meist sind sie gar nicht schüchtern und neugierig was wir hier so machen.

Ungern verlassen wir Berlin, denn jetzt müssen wir wieder in die Tiefebene. In San Miguel gehen wir einkaufen und decken uns ordentlich mit Lebensmitteln ein – es ist so heiß – und kurzerhand entschließen wir uns, an den Strand zu fahren. Nach etwa 40 km kommen wir in einer kleinen Bucht bei Playa El Cuco an und hier können wir uns in die pazifischen Fluten stürzen. HERRLICH! Wir stehen unter Palmen und anderen Bäumen und so lässt es sich bei einer schönen Prise mehr als prima aushalten. Wir lernen hier auch Tycha und Stephen kennen. Die zwei sind jedes Jahr 3 Monate mit ihrer russischen „Gazelle“ unterwegs. Sehr cool und wir verbringen eine schöne Zeit zusammen. 

Nach unserem kleinen Strandurlaub (erst unser zweiter für dieses Jahr 😆) geht es weiter über die katastrophale CA2. Hier rollen hunderte von China Trucks (Shakman) stündlich über die ramponierte Piste und versorgen die Baustelle des neuen Flughafens. Schon bald wird diese Ecke von El Salvador mit seinen ruhigen schönen Stränden nicht mehr so ruhig sein. Hier soll richtig ins Tourismusgeschäft eingestiegen werden. Wie gut, dass wir es noch zu entspannten Zeiten erleben durften.

Dann biegen wir ab und eine abenteuerliche Fahrt beginnt. 8 km zum Teil übelste Piste mit einer Höhendifferenz von 1.200 m gilt es zu überwinden. Im ersten Gang in der Untersetzung meistert Ewald die teilweise mehr als 20 prozentigen Steigungen mit Bravour. Am Anfang bin ich (Sandie) skeptisch, ob wir das überhaupt schaffen – es ist echt so irre steil, dass es mir schon fast schlecht wird. Aber Karsten und Ewald bleiben cool oder tun zumindest so – HA! Aber wir schaffen es, natürlich. Und oben am Mirador „Fin del Mundo“ ist es einfach unbeschreiblich. Wir bleiben 2 Nächte und erleben fantastische Sonnenaufgänge und überhaupt eine ganz zauberhafte Zeit hier oben. Es ist mitten in der Woche und wir haben den Volcan de Chonchagua quasi ganz für uns alleine. Der Blick auf die Inseln und gleich drei Länder, El Salvador, Honduras und Nicaragua ist unbeschreiblich. Schaut einfach die Bilder an.

Unser nächster Übernachtungsplatz ist weit weg von der Romantik der letzten Tage. Wir parken zwischen LKWs auf einem riesigen Parkplatz und verleben eine ziemlich warme Nacht. Wir stehen am nächsten Tag ganz früh auf und sind schon kurz vor 7 Uhr an der Grenze nach Honduras. Vier Stationen muss man hier erledigen, Ewald aus El Salvador abmelden, uns abmelden, uns neue Stempel in Honduras holen und für Ewald ein TIP machen lassen. Das alles schaffen wir in einer Stunde und können es kaum fassen, als wir schon um 8 Uhr auf der vielleicht besten mittelamerikanischen Straße in Honduras unterwegs sind. Das Land ist uns spontan sympathisch.

In der alten Hauptstadt Comayagua stellen wir uns vor den Zentralfriedhof und erkunden die Stadt. Es ist ordentlich was los, denn es ist Samstag und somit Markttag. Wir laufen zum alten Plaza Major und sind ganz angetan von den alten kolonialen Gebäuden. Alles ganz goldig. Wir genehmigen uns einen Shake und Kaffee und beobachten eine chinesische Reisegruppe. Zurück am Ewald lernen wir Roman mit seinem Land Rover Defender kennen. Er sammelt so einige Autos und ist begeistert von Ewald. Schon nach wenigen Minuten lädt er uns ein auf seinem Grundstück in der „gated community“ zu verbringen. Er meint auch, dass es hier nicht ganz so sicher wäre. Wir nehmen die Einladung gerne an, da sich immer mehr Jugendliche hier treffen und einiges an Alkohol konsumieren – das würde keine ruhige Nacht werden.

Roman ist leider selbst nicht zuhause aber der Wachmann lässt uns rein und wir verbringen eine ruhige Nacht. Großartig. Wir fahren weiter in den Nationalpark Cerro Azul. Ein Nebelwald auf etwa 1000m Höhe und das Klima ist prima. Noch immer müssen wir uns fast jede Nacht mit einer dünnen Decke zudecken. Yippie. Als wir ankommen, es ist Sonntag, ist der Parkplatz voll. Doch wir finden einen tollen Platz auf einer grünen Wiese und ab abends und die nächsten Tage haben wir den Park wieder quasi für uns alleine. Immer mal wieder kommen wir im Restaurant mit Einheimischen ist Gespräch und bekommen Tipps. Auch in Honduras fühlen wir uns willkommen. Die Menschen sind lieb und hilfsbereit. Reisen ist nicht schwer in diesen Ländern – so kommt es uns auf jeden Fall vor. Wir genießen den Park ausgiebig und unternehmen mehrere Wanderungen und springen ins kalte Wasser unter dem Wasserfall. So lässt es sich sehr gut aushalten.

Wir fahren 25 km weiter am Lago de Yojoa entlang. Wir wollen uns eigentlich in einen Ecopark stellen … doch der Zugang ist definitiv für Ewald nicht möglich. Gleich mehrere Dinge stellen sich in unseren Weg: zahlreiche sehr tief hängende Stromkabel und diverse Bäume. In den vergangenen Wochen mussten wir immer wieder feststellen, dass wir sehr froh sind, dass Ewald nur knappe 3,4 m hoch ist. Wir haben schon Reisende mit knapp 4 m hohen Gefährten getroffen und die wären definitiv nicht an viele Stellen gekommen an denen wir waren. Doch hier scheitern auch wir mit unserem zierlichen Ewald. Also fahren wir ein Stück zurück und können bei einer Brauerei stehen (auch nicht schlecht!). Der Eingang zum Parkplatz ist auch super eng aber Ewald schlängelt sich durch. Und das Beste, neben dem Bier, ist, dass es hier fantastische heiße (!) Duschen gibt. Herrlich … schon länger haben wir keine ausführliche heiße Dusche mehr genießen dürfen. Natürlich haben wir in Ewald auch eine heiße Dusche – doch wenn andere Duschen angeboten werden, nutzen wir diese meist. Und meist sind das kalte Duschen, was auch nicht so schlimm ist bei den Temperaturen hier.

Hin und wieder regnet es, aber das ist gar nicht so schlimm, denn der Regen ist ja zum Glück warm. Als es dann aber nach der zweiten Nacht doch beständiger und immer mehr regnet, beschließen wir, weiter zu fahren. Wir wollen nach San Pedro Sula und uns dort auch zu einer Brauerei stellen – da haben wir Gefallen dran gefunden. Doch die Stadt hat molochartige Ausmasse, es regnet stark und noch dazu verpassen wir die Abfahrt zur Brauerei … also beschließen wir kurzentschlossen, einfach weiter zu fahren. Macht nicht sooooo viel Spass in der Matsche herumzulaufen. Nach weiteren kurzweiligen 90 km kommen wir in Tela, an der Karibikküste an und hier können wir in einer gated Community direkt am Strand stehen. Wir erkunden nochmal kurz den Strand und mümmeln uns dann im Ewald ein.

Das Wetter wird besser und wir können endlich mal wieder barfuß am Strand laufen. Der Strand ist eigentlich ganz schön aber leider auch ganz schön vermüllt. Einige locals versuchen den Strand zu reinigen, das ist aber eine echte Sisyphusarbeit. Doch schon am nächsten Tag ist es (kurzfristig) deutlich sauberer am Strand. Doch steht jetzt das Wochenende an und leider müssen wir immer wieder beobachten, dass die locals sehr gerne ihren Müll vom mitgebrachten Essen und Getränken einfach am Strand lassen. Wird sich schon jemand drum kümmern 😢. Das wird noch lange dauern, bis sich das Bewusstsein hier in Mittelamerika ändert. Nicht nur in Bezug auf die Vermüllung … auch der Verkehr ist speziell um Ortschaften eine echte Katastrophe – sowohl in Bezug auf den Krach, als auch die Auspuffgase.

Wir genießen noch ein paar Tage Tela und lernen noch die 2 Reisenden Ralf und Jeanette kennen, wir hatten sie schon mal in Antigua getroffen. Lustigerweise treffen wir uns in der gleichen Bar zum Sundowner. 

Nachdem wir Tela verlassen haben, fahren wir nach La Ceiba. Dort stellen wir uns direkt an den Fährhafen. Der bewachte Parkplatz gehört zur Fährgesellschaft, ist kostenlos und noch besser ist, dass wir die Nacht vor der Fährfahrt hier übernachten dürfen. Nach einer ruhigen Nacht bringt unser Wächter Oscar unsere Taschen liebenswürdigerweise zur Fähre und schon nach einer Stunde landen wir auf Utila. Unser Hotel, Zimmer, Pool und Tauchschule machen einen guten Eindruck und wir fühlen uns direkt sehr wohl.

Leider ist der Verkehr in der „Innenstadt“ mit den zahlreichen TukTuks und Mopeds in den engen Gassen crazy. Sobald man sich aber ein wenig raus bewegt, ist alles ruhig. Zum Glück. Wir erkunden direkt mal den Pumpkin Hill (der einzige Hügel auf der Insel) mit seinem unglaublich dünnen Leuchtturm. Und auch die nächsten Tage, bleibt uns keine Ecke, die irgendwie zu Fuß erreichbar ist, verborgen. Wir erkunden die einzige Süsswasser Cenote der Insel und suchen ohne Erfolg das Wrack eines angeblich abgestürzten Flugzeuges. Und natürlich machen wir ausführliche Frappuccino Tests. Auch kulinarisch lassen wir uns ordentlich verwöhnen und genießen es, täglich bekocht zu werden. Doch zum Ende hin vermissen wir doch unser Essen im Ewald.

Das Tauchen begeistert uns zunächst nicht so sehr. Natürlich sind die Unterwasser Landschaften fantastisch und die Sicht ist schon einmalig. Doch fragen wir uns, wo die ganzen Fische sind. Wir sind vermutlich einfach zu verwöhnt. Doch am zweiten Tauchtag wird es deutlich besser, es fängt schon damit an, dass wir mit Rauzahn Delfinen schnorcheln. Sie kommen hautnah an uns ran und bleiben sehr lange in unserer Nähe. Einfach ein großartiges Erlebnis. Und die Tauchgänge sind dann auch sehr schön mit tanzenden Adlerrochen und vielen anderen schönen Sichtungen. Also revidieren wir unsere Meinung. Das Tauchen ist doch schön hier – auch wenn wir den einen oder anderen etwas langweiligeren Tauchgang hatten.

und hier noch ein kurzer Film:

Wir haben unsere Zeit auf Utila genossen, doch jetzt freuen wir uns wieder auf unser „normales Leben“ im Ewald. Wir sind uns noch nicht ganz sicher wie die Route weiter geht in Honduras. Vermutlich aber weiter an der Küste entlang Richtung Osten, ehe wir dann südlich fahren müssen, um in den nächsten Wochen nach Nicaragua zu fahren. Wir sind gespannt und halten Euch auf dem Laufenden. Und bis dahin …

bleibt glücklich, gesund und gelassen.    

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