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Auch in diesem Jahr blicken wir auf zumeist wunderbare und intensive Momente und Erlebnisse zurück. Anfang 2025 waren wir drei Monate in Guatemala und danach sind wir wieder nach Mexiko gereist. Nach 3 weiteren Monaten in Mexiko haben wir schweren Herzens Ewald in der Nähe von Oaxaca abgestellt und sind nach Kanada geflogen. In Kanada und USA waren wir 5 Wochen mit einem gemieteten Camper unterwegs und sind dann zu unserem diesjährigen Highlight geflogen – die Eisbären bei der Seal River Heritage Lodge an der Hudson Bay. Die emotionalen Erlebnisse dieser besonderen Tage sind und werden uns immer präsent sein. Mitte August sind wir dann in Deutschland angekommen und konnten nach über 10 Monaten unsere Liebsten wieder in die Arme schließen. Der Sommer war dann leider schnell vorbei und der Herbst nicht ganz so golden wie wir uns das gewünscht hätten. Doch hatten wir wunderschöne Zeiten mit unseren Freunden und Familien und haben über 50 Nächte in unserem deutschen Camper Horst verbracht. Im Dezember haben wir dann noch den 80. Geburtstag von Karstens Papa Klaus gefeiert und schwups ging es wieder über den großen Teich nach Mexiko. Ein großartiges Jahr – eine Sache machen wir jedoch im nächsten Jahr anders und damit hoffentlich besser: wir werden nächstes Jahr den Heimaturlaub auf die Sommermonate legen und hoffen dann auf besseres Wetter. Eins hat uns nämlich wirklich in unserem Europaaufenthalt gefehlt: das Radfahren – wir sind passionierte Schönwetterfahrer – und schon jetzt freuen wir uns auf die Touren im nächsten Sommer.

Der Oktober hat uns an seinen letzten beiden Tagen tatsächlich noch ein wenig Sonne beschert und das haben wir direkt für Wanderungen genutzt. Eine Wanderung führt uns auf den nächstgelegenen 500 m hohen Dünsberg und die zweite unternehmen wir im Hinterland – die 2-Burgen-Tour.

Der November ist wettertechnisch durchwachsen und neben Legoabenden, besuchen wir regelmäßig auf Kaffee und Kuchen Karstens Familie. Gemeinsam mit unseren Freunden Ellen und Perry besuchen wir Rita und Ulli in Bielefeld. Noch nie zuvor waren wir in Bielefeld und waren sehr überrascht, dass dieser Ort doch tatsächlich existiert und noch überraschter waren wir, was Bielefeld alles zu bieten hat. Wir hatten zusammen einfach eine wundervolle Zeit. Vielen Dank ihr „Rullis“ – wir haben es sehr genossen. 

Auf dem Weg nach Hause machen wir noch einen Abstecher nach Imbshausen. Dort werden wir von Uta (Ellens Mama) kulinarisch verwöhnt und wir verbringen einen gemütlichen Abend auf dem alten Gutshof von Ellen und Perry. Dieser ist nahe der A7 mit einem super Stellplatz für Wohnmobile und immer einen Aufenthalt wert.

Schon wenige Tage später kommen Ellen und Perry zu uns und helfen uns beim Kupplungstausch an unserem Defender. Also genauer gesagt, haben wir ausnahmsweise mal eine ganz klassische Rollenverteilung. Die Jungs arbeiten am Landy und die Mädels backen und kochen. Lach! Hat aber echt Spass gemacht und wir alle waren alle sehr erfolgreich. Vielen Dank Ihr Lieben! Den Workshop-Abschlußabend verbringen wir bei Tina und Franky bei einem leckeren Muschelessen. Einfach immer wieder schön.

Dann wird es SUPER kalt, mehrere Tage haben wir beständig Minustemperaturen und wir laufen morgens bei bis zu -9 Grad. Die Bilder werden schön – aber bei den Temperaturen kommen wir definitiv schon an unsere Grenzen.

Es folgen gemäßigtere Temperaturen und Karsten kann noch „schnell“ eine weitere Photovoltaikanlage an die Wand nageln und eine zusätzliche 10 kWh Batterie in Betrieb nehmen. Vor etwa 10 Jahren haben wir die erste Hausbatterie mit 10 kWh gekauft und die neue hat genau ein Zehntel der alten gekostet. IRRE! 

Und schon steht Thanksgiving an. Wir fahren zu Sandies Familie nach Holland und ein paar Tage kochen, backen, spielen, lachen, tanzen und schmausen wir zusammen. Eine intensive und schöne Zeit zusammen – vielen Dank ihr Schaabs.

Der nächste Höhepunkt ist dann im Dezember der Geburtstag von Klaus. 80 Jahre zählt er nun und das muss ordentlich gefeiert werden. Immer wieder sind wir erstaunt, wie sowas in kleinen Orten funktioniert. Eine Woche vor dem Geburtstag haben Ursula und Klaus eine kleine Anzeige im Amtsblatt geschaltet und am eigentlichen Geburtstag kommen ab 10 Uhr morgens über 80 Leute zum Gratulieren, essen, trinken, reden und Spaß miteinander haben. Einfach schön. Der Tag ist gemütlich und ein Essen jagt das andere. Wie immer werden wir hier, und auch in Holland und von unseren Freunden ordentlich gemästet – somit fliegen wir mit einigen Kilos mehr zurück nach Mexiko und bekommen hoffentlich kein „Übergewichts-Problem“ im Flugzeug. Ha!

Durch Zufall erfahren wir, dass eine 200qm große Regenbogenflagge vom Turm unserer heimischen Burg wehen soll. Also laufen wir kurzentschlossen hoch zur Burg und freuen uns, Teil dieses großartigen, demokratischen Ereignisses zu sein. Etwa 50 Personen sind dabei und alle helfen, die riesige, 60kg schwere Flagge die 200 Stufen auf den Turm zu tragen, zu entrollen, vom Turm herunter hängen zu lassen und anschließend wieder zu einem handlichen Paket zusammen zu falten. Eine wundervolle, friedvolle Stimmung mit lieben Menschen. Sowas sollte es öfter geben.

Kurz bevor wir abfliegen, fahren wir in die Pfalz zu unseren lieben Freunden Karin und Heinz. Und nicht nur wir sind da, sondern unsere ganze wundervolle Clique. Wir feiern gemeinsam ein wenig Weihnachten und verwöhnen uns alle gegenseitig. Kulinarisch ist dieses lange Wochenende nicht zu toppen und neben jeder Menge Glühwein, schönen Wanderungen und gemeinsamem Singen (sehr lustig und sehr laut) ist es einfach wunderbar Zeit mit unseren lieben Freunden zu verbringen. Karin und Heinz – ihr habt die Messlatte für alle zukünftigen Treffen hoch gehängt und ihr seid unübertreffliche Gastgeber. Danke! Wir freuen uns schon wieder Euch alle im nächsten Sommer zu sehen.

Wir besuchen noch mal Karstens Eltern und verbringen noch ein paar schöne Abende mit Freunden und dann steht schon das Packen der 4 Taschen an. Das meiste ist natürlich wieder für unseren „Kleinen“. Ewald will ja auch beschenkt werden und wir können es nun kaum noch abwarten, wieder mit ihm unterwegs zu sein.

Die letzten Tage in Deutschland waren noch recht hektisch mit ungeplanten (und ungewollten) Arbeiten – dazu das super usselige Wetter – der Abschied fällt also nicht ganz so schwer. An einem unserer letzten Abende in unserem alten Heimatort, wir wollen gerade zu den Toms zum gemeinsamen Pizzaessen laufen, werden wir noch mal positiv überrascht. Über 50 festlich beleuchtete Traktoren fahren anlässlich eines Weihnachtskorsos an uns vorbei. Was ein Erlebnis.

Und schwups sind wir in Mexiko. Alles läuft super geschmeidig und wir werden ausnahmsweise diesmal nicht vom Zoll angehalten. Vielen Dank, lieber Tom, dass du uns wieder (wie immer) zum Flughafen gebracht hast. So fängt die Reise einfach immer entspannt an. 

Nach einer Nacht in Cancun in einem Flughafen Hotel mit erstaunlich gutem Frühstück, fahren wir nach Playa del Carmen, dort nehmen wir die Fähre und nach einer weiteren Taxifahrt sind wir in unserem Resort. Das ist ja eigentlich gar nicht so unser Ding – aber wir haben dieses relativ kleine Resort mit den großartigen Tauchgelegenheiten letztes Jahr schon sehr geschätzt und daher kurzerhand wieder gebucht.

Wir genießen 10 fantastische Tage und werden kulinarisch und tauchtechnisch so was von verwöhnt. Der Hammer – kein Wunder, dass hier so viele Gäste immer wieder herkommen. Und das Klima tut uns einfach so gut – es ist warm und ab der ersten Minute in Mexiko laufen wir nur noch barfuß oder mit FlipFlops. Es tut einfach so gut, morgens nicht lange nachzudenken und nur Shorts und T-Shirt anziehen zu müssen. Wir haben uns endlich wieder vom Zwiebelprinzip verabschiedet. Und dann die Sonne – bereits morgens um 7 Uhr ist es hell und wir genießen die Sonne bis abends gegen 18.30 Uhr. Neben Tauchen, gehen wir jeden Tag laufen, marschieren am Sandstrand, fahren Rad, genießen täglich unsere Cocktails und das fantastische Essen. 

So geht die Zeit schnell rum und nun freuen wir uns sehr auf Ewald. Wir verbringen noch einen Tag in demselben Hotel am Flughafen in Cancun und treffen noch andere Reisende. Sabine, Clemens und Lina sind in ihrem Crafter unterwegs. Wir haben ihnen ein Ersatzteil aus Deutschland mitgebracht und jetzt lernen wir uns kurz persönlich kennen. Super liebe Familie und vielleicht kreuzen sich unsere Wege mal wieder.

Nach einem weiteren Transfertag (Taxi – Flug – Taxi) sind wir endlich bei Ewald. Er freut sich scheinbar genauso sehr wie wir, denn er springt sofort an. Alles scheint nach der langen Zeit in Ordnung zu sein und wir sind guter Dinge. Wir verbringen noch eine Nacht vor dem Lager und fahren am nächsten Tag zum Camping El Rancho. Dort treffen wir auch wieder auf Pat und Neil, die bereits seit einem Monat hier sind. Das Klima ist großartig auf der Höhe von 1.600 m, tagsüber um die 26° Celsius und nachts erfrischende 10°. Wir haben direkt das Gefühl wieder viel befreiter atmen zu können. Auch ist es einfach wieder schön im „echten“ Mexiko zu sein. Cozumel und Cancun sind doch sehr amerikanisiert und wenig authentisch. Morgens auf unseren Läufen sehen wir viele lächelnde Gesichter und überall ertönt ein Buenos Dias! Das fühlt sich wieder gut an. Hier fühlen wir uns gut aufgehoben.

Wir werden Silvester in San Agustin am Pazifik verbringen. Dort waren wir schon öfter und wir freuen uns auf schnorcheln und schwimmen und hoffen „unseren“ Begleithund Django wieder zu treffen. Der hat Sandie im März diesen Jahres jeden Tag auf ihren morgendlichen Läufen begleitet. Danach wollen wir noch eine kleine Djungelrunde drehen, ehe wir nach Guatemala einreisen, um dort die Cuchumatanes (Hochland nordwestlich von Guatemala City) zu erkunden. Und dann schauen wir mal – wir halten Euch wie immer auf dem Laufenden.

Bis dahin – bleibt glücklich, gesund und gelassen – und wir wünschen Euch allen eine fantastisches Neues Jahr.

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