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Nun ist schon Oktober und unser Abflug nach Costa Rica rückt mit großen Schritten näher. Wir haben noch einiges zu tun, zu organisieren und vor allem stehen noch einige gemeinsame Tage und Feiern mit Freunden und Familie an. Wir können es gar nicht fassen, wie gut das Wetter noch immer ist und wir genießen jeden Tag – überhaupt war das Wetter dieses Jahr der Knaller, auch die Hitze hat uns nicht gestört – ganz im Gegenteil. So hätten wir jetzt gerne jeden Sommer.

Nach unserer fantastischen Zeit mit Freunden und Familie in den letzten 2 Monaten, haut es uns Anfang August erst mal sprichwörtlich aus den Socken. Kurz nach unserer Rundreise in Bayern und Österreich, wacht Karsten mit einer halbseitigen Gesichtslähmung auf. Das ist echt erschreckend und nachdem er kurz unseren Hausarzt konsultiert hat, fahren wir SOFORT in die neurologische Ambulanz der Uniklinik (die ist zum Glück nur 7 km entfernt). Wir wollen euch das ganze Drama ersparen – denn alles ist gut ausgegangen und Kasi ist wieder 100 % hergestellt. Nur soviel, es war eine Meningitis ausgelöst durch eine Borreliose – also war eine doofe Kack-Zecke schuld. Wir können uns auch tatsächlich erinnern, dass er in Nicaragua vermutlich eine Zecke hatte, doch haben sich nach der zeitnahen Entfernung keine der angeblich typischen Symptome gezeigt. 

Ganze 16 Tage war Kasi im Krankenhaus und in der Zeit hatten wir natürlich allerhand geplant. Unter anderem wollten wir mit unseren Freunden, wie traditionell alljährlich, gemeinsam in die Bremendell nach Lothringen. Wir haben alles abgesagt und was machen unsere Freunde? Sie verlegen kurzerhand das Treffen zu Tina und Franky (nur 8 Kilometer von der Uniklinik entfernt) um näher bei uns zu sein. Selbst jetzt, während ich dies schreibe, bekomme ich wieder Gänsehaut … es ist schön, so liebe Freunde zu haben. Auch Kasis Eltern waren natürlich eine große moralische Unterstützung – Ursula und Klaus waren oft im Krankenhaus und haben Karsten mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnt. Überhaupt, wollen wir allen danken, die so viel Anteil genommen haben. DANKE ihr Lieben!

Den Rest vom August machen wir es uns erst mal gemütlich und gehen alles ein wenig langsamer an. Tut auch mal gut und es ist schön zu sehen, dass es Karsten von Tag zu Tag besser geht. Und dann besuchen uns Liesbeth, Marc und Maya und auch Ivan bekommen wir endlich wieder zu sehen. Liesbeth und Marc haben wir zuletzt in Arizona vor über 4 Jahren gesehen und sie werden die nächsten Wochen bei uns an der Feldscheune stehen, um an Ihrem neuen Camper zu arbeiten. Ivan, ihr erinnert euch vielleicht, haben wir 2019 auf unserer Atlantiküberquerung auf dem Schiff kennengelernt und waren zwischendurch immer wieder zusammen unterwegs. Am intensivsten war die Zeit als wir während Covid zusammen in der Nähe von heißen Quellen in Kalifornien „ausgeharrt“ haben. Es waren großartige Zeiten. Auf jeden Fall, haben wir durch Ivan Liesbeth und Marc und gleichzeitig hat Ivan Heather und Jon durch uns in Mexiko kennen gelernt. Wir sind alle immer lose im Kontakt – die echte Langzeit travel community ist überschaubar und wir halten alle zusammen.

Nachdem Karsten nun wieder fit ist beschließen wir, wie auch letztes Jahr, gemeinsam mit Uschi und Peter (und Rolo natürlich), in Düsseldorf die Caravan Messe zu besuchen. Wir übernachten auf einem sehr ruhigen Parkplatz etwa 10 Kilometer entfernt und radeln zur Messe. Die Messe bietet nicht wirklich überraschend Neues – doch ist es immer interessant durch die Hallen und über das Freigelände zu wandeln und zu sehen, was wir vielleicht brauchen und was wir überhaupt nicht brauchen.

Nach 2 ruhigen Nächten in Lank Latum fahren wir im Konvoi nach Enkirch. Dort findet dieses Jahr bereits zum 44. mal das Fernreisetreffen *Willys Treffen“ statt und wir waren nun bestimmt auch schon 15 mal dabei. Da könnte man meinen, dass es vielleicht irgendwann langweilig wird, sind doch auch etwa 70 Prozent der Fahrzeuge jedes Jahr die Gleichen. Aber es macht einfach immer wieder Spass. Wir stehen natürlich zusammen mit unserer „Clique“ und gemeinsam erkunden wir mehrfach das gesamte Terrain. Wie immer wird auch gewandert, geradelt, Eis gegessen, gegrillt, gelacht, gespielt … kurz: das Leben gemeinsam genossen.

Samstags geht es für uns weiter nach Wesseling. Dort haben wir die Ehre, zu einem 80. Geburtstag eingeladen zu sein. Dieter, das Geburtstagskind, und Jutta haben wir vor 17 Jahren in Panama kennen gelernt. Wir erlebten dort auf einem Katamaran vor Malpelo nicht nur wilde Wellen sondern auch aufregende und anspruchsvolle Tauchgänge mit Hammerhaien. Das alles gepaart mit maximal wenig Luxus auf einem veralteten Boot hat uns sehr zusammen geschweißt. Es folgten noch weitere Tauchurlaube zusammen und nun hatten wir uns aber seit 8 Jahren nicht mehr gesehen – natürlich sind wir immer lose im Kontakt. ABER die Einladung zum 80. Geburtstag und die Feier im engsten Kreis hat uns große Freude bereitet. Vielen Dank Ihr Lieben!

Zurück „zu Hause“ erwarten uns Heather und Jon an unserer Feldscheune. Sie haben sich zu Liesbeth und Marc an unsere Feldscheune gesellt und auch einige Wartungsarbeiten an ihrem Vermonster durchgeführt. Wir verbringen schöne Tage mit den Vieren und finden zum Glück zwischendurch auch mal Zeit mit Tom und TomTom zu wandern und lecker Essen zu gehen. 

Mitte September veranstalten Ellen und Perry wieder ein Wiesentreffen an ihrem Hof in Imbshausen. Wir freuen uns, fast all unsere lieben Freunde zu treffen und verbringen einfach wieder eine schöne Zeit gemeinsam. Am Samstag Abend öffnen Ellen und Perry ihre wunderschöne Scheune für das Dorf und es kommen einige Besucher (die Scheune ist voll) und wir haben die Ehre, gemeinsam mit den Gastgebern und Chris und Mike eine Präsentation zu machen. Ellen und Perry führen uns durch die Höhepunkte ihrer Zeit in Südamerika, Chris und Mike zeigen Nordamerika und wir sind „zuständig“ für Mittelamerika. In der Vorbereitung für den Vortrag hat mich die Lust auf dieses Projekt mehrfach verlassen, da es schon schwer war, aus unseren Fantastillionen Bildern die vermeintlich schönsten Bilder von 6 Ländern rauszusuchen. Im Endeffekt hat es dann doch viel Spaß gemacht und das Publikum war einfach großartig.

Ganz besonders freuen wir uns auch dieses Jahr wieder Uta (Ellens Mami) zu treffen. Uta ist einfach eine großartige, weitgereiste und immer inspirierende Person. Wir sind immer im Kontakt und freuen uns auch unterwegs von ihr zu lesen oder zu hören. Nächstes Jahr wird Uta zum 9. mal Nullen und wir freuen uns schon darauf ihren Geburtstag im Sommer nachzufeiern (das hast du uns versprochen, liebe Uta ♥️).

Letztes Wochenende haben wir unsere Familie in Gouda in den Niederlanden besucht. Es war wie immer eine intensive und wunderbare Zeit. Sandies Bruder Martin ist gemeinsam mit seiner Frau Saundra aus South Carolina angereist und es ist für uns Kinder besonders schön zu sehen, wie sehr unser Papa und Mamsie die Zeit mit all ihren Kindern genießen. Wir besuchen gemeinsam die „Kirmes“ in Gouda, gehen bowlen und werden wie immer gemästet – das Essen ist aber auch zu lecker und wir genießen die gemeinsame Zeit.

Nun bereiten wir uns so langsam wieder auf Costa Rica vor und wir freuen uns schon sehr, Ewald bald zu sehen. Wenn wir dort ankommen, wollen wir erst mal weiter Costa Rica bereisen. Wir haben ja noch nicht mal die Hälfte gesehen und vermutlich im Dezember oder Januar nach Panama einreisen. Wir halten Euch wie immer auf dem Laufenden und bis dahin:

bleibt gesund, gelassen und glücklich

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