Die letzten Tage in Deutschland waren richtig schön. Der goldene Oktober hat sich meist von seiner besten Seite gezeigt und wir verbringen noch einige Tage und Stunden mit Freunden und Familie. Nun sind wir wieder vereint mit unserem treuen Gefährten Ewald und sind wieder „zuhause“ angekommen. Es fühlt sich so gut an und wir sind glücklich. Das Klima ist warm bis heiß und wir brauchen nur Shorts und T-Shirts. Noch sind wir ein wenig mit kleinen Reparaturen, Austausch- und Reinigungsarbeiten beschäftigt – aber wir befinden uns schon wieder in unserem normalen „flow“. Früh ins Bett gehen, gegen 5 Uhr aufstehen und laufen, baden (wenn möglich im Ozean oder Pool), frühstücken, Gegend erkunden, Arbeiten an und um Ewald, frühes Abendessen … wir stehen so früh auf um die Sonne optimal „zu nutzen“. Denn die geht gegen 5 Uhr auf, aber auch schon gegen 17.30 Uhr unter. Übrigens ist eigentlich gerade Regenzeit – davon merken wir aber nicht viel, tatsächlich regnet es fast gar nicht. El Nino lässt grüßen, in manchen Gegenden regnet es sintflutartig und in anderen gar nicht. Verrückt.
The last few days in Germany were truly wonderful. The „golden October“ mostly showed us its best side, and we spent some final days and hours with friends and family. Now, we have reunited with our faithful companion, Ewald, and have arrived back „home.“ It feels so good, and we are happy. The climate is warm to hot—we only need shorts and T-shirts. We’re still busy with a few minor repairs, replacements, and cleaning tasks, but we’ve already slipped back into our usual „flow.“ Early to bed, up around 5 a.m. for a run, a swim (in the ocean or a pool, whenever possible), breakfast, exploring the area, working on or around Ewald, an early dinner… we get up so early to make the most of the daylight. The sun rises around 5 a.m. and sets as early as 5:30 p.m. Incidentally, it’s technically the rainy season, but we hardly notice it—in fact, it’s barely raining at all. El Niño is at play, some regions are seeing torrential downpours, while others get nothing. It’s wild.
Anfang Oktober gehen wir spontan mit Rabea und Hardy auf den Vetzberg, zu einem Frühschoppen. Was sollen wir sagen, ein schöner Tag mit lieben Freunden, leckeren Getränken und lecker Essen. Und die Sonne scheint! Weil es uns so gut gefallen hat, gehen wir ein paar Tage später wieder, diesmal Abends, in das gleiche Lokal auf dem Vetzberg (Nachbarburg zu „unserer“ Burg, dem Gleiberg). Diesmal begleiten uns Michaela und Peter, unsere Wander- und Reisefreunde, die wir in 2019 in den Smoky Mountains kennen gelernt haben. Wir freuen uns, dass sie es noch mal geschafft haben, uns ein paar Tage zu besuchen und wir verbringen gemütliche Tage zusammen.
In early October, we spontaneously headed up to Vetzberg with Rabea and Hardy for a *Frühschoppen* (a traditional morning social gathering with drinks). What can we say—it was a lovely day spent with dear friends, delicious drinks, and great food. And the sun was shining! Since we enjoyed it so much, we returned a few days later—this time in the evening—to the same spot on Vetzberg (a neighboring castle to „our“ castle, Gleiberg). On this visit, we were joined by Michaela and Peter—friends since we met back in 2019 in the Smoky Mountains. We were so happy they managed to come visit us for a few days, and we spent some wonderful, relaxed time together.











Eigentlich wollten wir dann Mitte Oktober den Geburtstag von unserer lieben Freundin Heike feiern. Doch leider muss sie kurzfristig operiert werden und liegt flach. Unsere Clique beschließt jedoch einmütig, wie auch als Kasi im Krankenhaus lag, dass wir in ihrer Nähe sein wollen. Also treffen wir uns alle in Bodenheim und campen noch mal 2 Tage gemeinsam. Am Geburtstag bringen wir ihr alle gemeinsam ein Ständchen, was aber vielleicht eine kleine Überforderung war, denn damit hat sie nicht gerechnet. Wir anderen haben auf jeden Fall viel Spaß und freuen uns über das wirklich gute Wetter – wir können sogar morgens draußen frühstücken (mehrschichtig angezogen 😆).
We had originally planned to celebrate our dear friend Heike’s birthday in mid-October. Unfortunately, she had to undergo emergency surgery and is currently laid up. Just as we did when Kasi was in the hospital, our group decided unanimously that we wanted to be close to her. So, we all met up in Bodenheim and spent two days camping together. On her birthday, we all serenaded her—though perhaps that was a bit overwhelming, as she certainly wasn’t expecting it! The rest of us had a great time and really enjoyed the fantastic weather; we were even able to have breakfast outside in the mornings (albeit while bundled up in several layers of clothing! 😆).










Kasi geht auch dieses Jahr wieder mit seinen Grundschulkollegen wandern. Eine Tradition, die tapfer aufrecht gehalten wird, schließlich kennen sie sich alle seit über 50 Jahren. Dann feiert Mone, Karstens Schwester, ihren 60. Geburtstag und wir feiern ordentlich mit. Ein schöner Tag beziehungsweise Abend mit vielen bekannten Gesichtern, die wir aber teilweise Jahrelang nicht mehr gesehen haben. Hat echt Spass gemacht.
Kasi also went hiking again this year with his friends from primary school—a tradition they’ve bravely kept alive, given that they’ve all known each other for over 50 years. Then, Karsten’s sister, Mone, celebrated her 60th birthday, and we joined in the festivities. It was a lovely day—and evening—spent with many familiar faces, some of whom we hadn’t seen in years. It was truly a wonderful time.





Die Verabschiedungen sind wie immer herzlich und wir freuen uns schon, euch alle nächstes Jahr wieder zu sehen. Tom bringt uns, auch ganz traditionell, zum Flughafen. Diesmal fliegen wir zum ersten mal von Terminal 3 in Frankfurt. An sich ganz schön, erstaunlich leise und unaufgeregt, mit kurzen Wegen, doch müssen fast alle Passagiere ihre Koffer und Taschen beim „Sperrgut“ abgeben. Scheinbar sind die Transportbänder bei den checkin Schaltern noch nicht für größere Gepäckstücke nutzbar. Lustig und peinlich zu gleich.
As always, the goodbyes are heartfelt, and we’re already looking forward to seeing you all again next year. In keeping with tradition, Tom takes us to the airport. This time, for the first time, we’re flying out of Terminal 3 in Frankfurt. It’s actually quite nice—surprisingly quiet and calm, with short walking distances—though almost all passengers have to drop off their suitcases and bags at the „oversized baggage“ counter. It seems the conveyor belts at the regular check-in desks aren’t yet equipped to handle larger items. Both funny and a bit embarrassing!





Wir landen nach einem entspannten und kurzweiligen Flug, über Amsterdam, in San José, der Hauptstadt Costa Ricas und werden gewohnt freundlich empfangen. Besonders erstaunt sind wir, dass wir ÜBERHAUPT kein Problem mit unserem Gepäck hatten. Wir haben wirklich mit einigen Schwierigkeiten und Diskussionen gerechnet – weil wir einige große Teile für Ewald im Gepäck haben. So zum Beispiel ein Federspeicher-Bremszylinder und der sieht aus wie eine Bombe – echt wahr. Auch mal schön, so ganz ohne zusätzliche Kontrollen den Flughafen verlassen zu dürfen. Wir können es erst gar nicht fassen.
After a relaxed and pleasant flight—with a layover in Amsterdam—we land in San José, the capital of Costa Rica, where we receive our usual warm welcome. We are especially surprised that we have absolutely no issues with our luggage. We had fully expected some difficulties and discussions, given that we’re carrying several large components for Ewald—including a brake cylinder that, quite honestly, looks exactly like a bomb. It’s a nice change of pace to be able to leave the airport without any extra security checks; we can hardly believe it!
Wir gehen erst mal ins nahe gelegene Hotel und am nächsten Morgen fahren wir mit Uber erst mal zur nächsten Versicherungsniederlassung, um eine neue Police für Ewald zu erhalten. Die alte Versicherung ist nur noch 4 Tage gültig. Alles funktioniert prima und wir denken, dass wir uns am besten noch etwas Bargeld beschaffen. Das Geld bekommen wir auch am Automaten, doch leider nicht mehr unsere Karte. Wir sind ja schon gebrannte Kinder und versuchen immer nur direkt bei Banken während Öffnungszeiten abzuheben, so auch diesmal und so erhalten wir zum Glück nach etwa einer Stunde „Bürokratie“ unsere Karte zurück. Dann fahren wir zum Zoll-Lager und nun beginnt der nächste bürokratische Irrsinn. Es dauert laaaaaaaaaaaange, wir gehen von einem Büro zum anderen, fahren zwischendurch noch mal zum Zoll, laufen wieder hin und her, warten – Ewald haben wir noch immer nicht gesehen – und nach über 5 Stunden halten wir endlich unser neues TIP (quasi das Visa für Ewald) in den Händen. Alle warren immerzu freundlich und hilfsbereit und es fällt einem schwer, Ungeduld zu zeigen – doch die letzte halbe Stunde hat dann doch etwas an Sandies Nerven gezerrt.
We head to a nearby hotel, and the next morning, we take an Uber to the nearest insurance office to secure a new policy for Ewald, as our current one is only valid for another four days. Everything goes smoothly, and we decide it’s a good idea to get some extra cash. We manage to withdraw the money from an ATM, but—unfortunately—the machine keeps our card. Having learned our lesson from past experiences, we make a point of only withdrawing cash at banks during business hours. Fortunately, after about an hour of navigating the „bureaucracy,“ we manage to get our card back. From there, we head to the customs warehouse—and so begins the next round of bureaucratic madness. It takes a loooooooong time, we go from one office to another, make a trip to customs, walk back and forth, and wait—still without having seen Ewald. After more than 5 hours, we finally hold our new TIP (essentially a visa for Ewald) in our hands. Everyone was consistently friendly and helpful, making it difficult to show any impatience—though the last half-hour did start to fray Sandie’s nerves a bit.
Dann gehen wir endlich zu Ewald. Wir packen ihn aus und er springt sofort an. Der Gute. Wir fahren zum Hotelparkplatz, wir hatten wohlweislich eine zweite Nacht gebucht, und sind echt geschafft. Nach einem leckeren Abendessen im nahegelegenen Denny´s fallen wir ins Bett und schlafen bis zum nächsten Morgen um 5 Uhr. Nach Sport und Frühstück räumen wir Ewald ein und wir dürfen auch direkt am Hotel Wasser fassen. Prima. Und dann kann es endlich losgehen. Nach einem teuren Stop bei Walmart – aber wir brauchen ja einfach alles, fahren wir, zunächst sehr stockend im Großstadtverkehr, bis zum pazifischen Strand. Dort finden wir etwa 50 km östlich von Jaco, einen kleinen Campground direkt am Strand. Herrlich.
Then, we finally head to Ewald. We unpack him, and he starts up immediately—bless him. We drive to the hotel parking lot—having wisely booked a second night—and we are absolutely exhausted. After a tasty dinner at a nearby Denny’s, we collapse into bed and sleep until 5 a.m. the next morning. Following some exercise and breakfast, we load up Ewald; we’re even able to fill up on water right there at the hotel—perfect! And then, we’re finally ready to hit the road. After an expensive stop at Walmart—well, we needed just about everything—we navigate the slow, heavy city traffic and make our way to the Pacific coast. About 50 km east of Jaco, we find a small campground right on the beach. Wonderful.












Wir verbringen hier die nächsten Tage und feiern auch Sandies Geburtstag am Strand. Ganz so, wie sie es am liebsten mag, zu zweit mit dem ein oder anderen Prosecco und lecker Essen. Wir fühlen uns ganz wohl hier. Morgens laufen wir barfuß am sehr leeren, kilometerlangen Strand, doch ist es schon ziemlich schwül und heiß. Normalerweise geht am Meer ja immer ein Lüftchen, doch derzeit nicht. Auch die locals sind darüber etwas verwundert – und so ist es schon arg warm und „babschig“. Außerdem gibt es viele Stechviecher, die werden ja normalerweise auch weggeweht. So beschließen wir, nach 3 wunderschönen Tagen mit epischen Sonnenuntergängen, in höhere Gefilde zu fahren. Kurz hinter Miramar fahren wir auf den Pura Vista Campground von Reimer. Er ist in Vancouver geboren, in Berlin aufgewachsen und vor etwa 8 Jahren hierher ausgewandert. Sehr lustig und ganz anders als wir … wir stellen unten mal ein Bild ein, was andere Gäste in sein Gästebuch gemalt haben – das erklärt alles. Wir führen aber lustige und interessante Gespräche UND er hat hier definitiv ein kleines Paradies für Camper geschaffen.
We are spending the next few days here, and we also celebrate Sandie’s birthday on the beach—just the way she likes it: the two of us, a bit of Prosecco, and some delicious food. We feel very comfortable here. In the mornings, we run barefoot along a nearly empty, miles-long beach, though it’s already quite hot and humid. Usually, there’s a breeze by the ocean, but not right now, even the locals are a bit surprised by this. It’s become intensely hot and rather „sticky.“ On top of that, there are plenty of biting insects—which would normally be blown away by the wind. So, after three wonderful days featuring epic sunsets, we decide to head to higher ground. Just past Miramar, we arrive at Reimer’s „Pura Vista“ campground. He was born in Vancouver, grew up in Berlin, and emigrated here about eight years ago. He’s a very funny guy—and quite different from us! We’ve included a picture below that other guests drew in his guestbook; it says it all. That said, we’ve had some fun and interesting conversations, and he has truly created a little paradise for campers here.
Wir sind ganz alleine und genießen das herrliche Klima auf circa 700 Meter Höhe. Nachts decken wir uns sogar mit einer dünnen Decke zu. Wir haben eine warme Dusche, einen Pool und eine grandiose Aussicht. Hier können wir uns entspannt um ein paar notwendige Arbeiten an Ewald kümmern. Beobachtet werden wir von unglaublich vielen Vögeln und Schmetterlingen. Alles ist so schön bunt hier. Die morgendlichen Läufe sind knackig und herausfordernd aber das mögen wir ja. Kurz – hier kann man es gut ein paar Tage aushalten.
We have the place entirely to ourselves and are enjoying the delightful climate at an altitude of about 2,300 feet. At night, we even use a thin blanket. We enjoy hot showers, a pool, and a spectacular view. It’s the perfect spot to relax while taking care of some necessary maintenance on „Ewald“. We’re surrounded by an incredible number of birds and butterflies—everything here is so beautifully colorful. Our morning runs are brisk and challenging, but that’s just how we like them. In short, it’s a great place to spend a few days.









In den nächsten Tagen wollen wir mal mit der Fähre auf die Halbinsel Nikoya. Diese Gegend ist eine der fünf blauen Zonen (blue zones) weltweit, mit der höchsten Dichte an älteren Menschen über neunzig und einhundert Jahren. Wir wollen mal schauen, was die Menschen bei guter Gesundheit so alt werden lässt. Angeblich hat es auch etwas mit der Wasserqualität zu tun. Das Trinkwasser hat wohl hohe Konzentrationen an Calcium und Magnesium. Mal sehen, ob wir uns ein paar Liter davon abfüllen können. Danach werden wir vermutlich noch mal unsere Freunde Kattia und Arturo besuchen. Anschließend wollen wir die karibische Seite von Costa Rica kennen lernen. Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden. Bis dahin …
Over the next few days, we plan to take the ferry to the Nicoya Peninsula. This region is one of the world’s five „Blue Zones“—areas known for having the highest concentration of people living into their nineties and beyond, including many centenarians. Let’s take a look at what allows people here to reach such an advanced age while remaining in good health. It’s said that water quality plays a role, the drinking water here reportedly contains high concentrations of calcium and magnesium. We’ll see if we can fill up a few liters to take with us. After that, we’ll likely go for another visit to our friends Kattia and Arturo. Following that, we plan to explore the Caribbean side of Costa Rica. As always, we’ll keep you posted. Until then …
bleibt glücklich, gelassen und gesund.
stay happy, relaxed, and healthy.
